Haardorf und Mühlham

2 Dörfer eine Gemeinschaft

Verdienstkreuze und Abzeichen

Osterhofen 23. November 2017 – Osterhofener Zeitung

Jahresabschluss der Reservistenkameradschaft Haardorf mit Ehrungen

Haardorf. Beim Jahresabschluss der Reservistenkameradschaft Haardorf hat Vorsitzender Franz Klingerbeck am Samstag im Vereinslokal Knöckl Rückblick gehalten. Nach der Gedenkminute für den verstorbenen Kassier Franz Kröll erinnerte Klingerbeck an die Ereignissen aus den Jahren 2016 und 2017, darunter die gute Beteiligung bei den Monatsversammlungen und Volkstrauertagen in Haardorf, Aicha und Niedermünchsdorf. Bei einer der RK-Versammlungen auf Kreisebene wurden Klingerbeck zum Schriftführer und Artur Kolbe zum Ehrenamtdelegierten bestimmt. Gewürdigt wurde Bezirksvorsitzender Josef Schmid für seine jahrzehntelange Freundschaft zum oberösterreichischen Kameradschaftsbund. Ihm steckte Oberösterreich-Landeskassier Günther Müller das Verdienstkreuz mit Schwertern in Gold. KSV-Vorsitzender Adi Schweiger erhielt es in Silber. Eine größere Beteiligung erhofft sich Klingerbeck bei der nächsten Vereinsmeisterschaft im Schießen mit dem G 36 in Otzing. Beim vergangenen Bewerb erkämpften sich Artur Kolbe mit 97 Ringen, Josef Zauner (96) und Adi Schweiger (94) Pokale und Stockerlplätze. Die Gästewertung sicherte sich Georg Harrass vor Roland Fredl mit 93 bzw. 86 Ringen. Erfreulich für die Schützen Erwin und Roland Fredl, Josef Schmid und Bernhard Zitzelsberger verlief die OÖ Landesmeisterschaft im KK Schießen in Marchtrenk. Die Mannschaft erreichte im Gesamtklassement mit 341 Ringen Platz 4. Roland Fredl belegte mit 91 Ringen Platz 3 in der Einzelwertung. Die zweite Garnitur landete auf Platz 11. Als Patenverein fungierten KSV und RK beim 110. Gründungsfest des KB Oftering. Hingewiesen hat Klingerbeck auf den kürzlich gegründeten RK Stammtisch Ü 60 Plus. Er kann jeden ersten Donnerstag im Monat in der Plattlinger Fischerstube besucht werden. Erfreulich verlief das Weinfest im dekorierten Knöckl-Stadel mit großer Tombola. Den Hauptpreis (vier Tage in Berlin) darf Herbergswirtin Christa Knöckl genießen. Beteiligt habe man sich außerdem an der BKV Friedenswallfahrt, der Kriegsgräbersammlung mit guten Ergebnis sowie Veranstaltungen auf Kreis- und Dorfebene.

 

Mehr Dankbarkeit für die Demokratie

Osterhofen 22. November 2017 – Osterhofener Zeitung

Volkstrauertag in Haardorf – Stadtrat Robert Kröll kritisiert Selbstverständlichkeit von Frieden

Haardorf. Am Vorabend des Volkstrauertages hat Pater Kuriakose in der Kreuzbergkirche einen Gottesdienst für die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege zelebriert. In seiner Predigt zitierte er Papst Johannes Paul II. mit den Worten: „Jeder Krieg ist eine Niederlage der Menschen.“ Die vielen Kriegsgräber und Kriegerdenkmale seien keine Gräber für Helden; sie seien Gedenkstätten für die Soldaten, die in sinnlosen Kriegen kämpfen mussten.
Als Vertreter der Stadt Osterhofen hielt Stadtrat Robert Kröll nach dem Gottesdienst in der Kirche die Ansprache zum Volkstrauertag. Mit einem Zitat von Schriftsteller Karl Kraus nahm er Bezug auf den Ersten Weltkrieg: „Man wird vergessen haben, dass man den Krieg verloren hat, vergessen haben, dass man ihn begonnen hat, vergessen haben, dass man ihn geführt hat.“ Die meisten haben nicht mehr erlebt, was Krieg bedeutet: Den Verlust von Angehörigen, die Trauer, den Hunger, die Zerstörungen, die Vertreibungen. Wir leben seit 72 Jahren in Frieden. „Viele schätzen Frieden und Freiheit nicht mehr. Es ist eine Selbstverständlichkeit für Deutschland und Europa geworden“, so Kröll. In ganz Europa schürten rechtspopulistische Parteien die Unzufriedenheit und sie bekämen immer mehr Zulauf. So war es auch damals mit der NSDAP von Adolf Hitler, bis sie 1932 mit 37,2 Prozent stärkste Partei wurde. Mit diesen Erfahrungen sei es wichtig, wieder mehr zu einer demokratie-orientierten Politik zurückzufinden. Der Volkstrauertag bietet dazu die Gelegenheit, dass sich das Volk und die Politik daran erinnern. „Wir müssen uns wieder in das Gedächtnis rufen, was es heißt in Frieden, Freiheit und Demokratie leben zu dürfen“, forderte Kröll.
Anschließend marschierten bei eisigen Temperaturen die Mitglieder des Krieger- und Soldatenvereins und der Freiwilligen Feuerwehr Haardorf zusammen mit Pfarrvikar Kuriakose, den Ministranten und den Dorfbewohnern zum Kriegerdenkmal, das im Zuge der Renovierung der Pfarrkirche St. Martin neu gestaltet wurde. Pater Kuriakose sprach Gebete. Im Gedenken an die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege, an die Opfer von Terror und Gewalttaten unserer Zeit stellte anschließend Stadtrat Robert Kröll zusammen mit 2. Vorsitzenden Horst Feigl eine Schale am Kriegerdenkmal ab. Die Ehrenwache stellte die Reservistenkameradschaft Haardorf-Aicha. Zum Abschluss der Gedenkfeier sang der Kirchenchor das Lied vom guten Kameraden. sr

Eins der äl­tes­ten Kreu­ze

DONAU-ANZEIGER            Donnerstag, 14. September 2017

Füh­rung durch die Kreuz­berg­kir­che am „Tag des of­fe­nen Denk­mals“

Rundgang mit Alois Dorfmeister (l.) auf dem Kreuzberg. (Foto: Schwinger)

 

Haardorf. (rs) Im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ im Landkreis Deggendorf fand auf dem Kreuzberg durch Alois Dorfmeister eine Führung für Interessierte statt. In frühesten Zeiten war der Kreuzberg eine Insel im Mündungsdelta der Isar in die Donau. Haardorf bedeutet „Dorf im Sumpf“, was beim letzten Hochwasser 2013 sichtbar wurde, als das Wasser bis zu den Stufen des Kreuzberges stieg. Zur Römerzeit gab es zwei Römerkastelle, eines auf dem jetzigen Kreuzberg und das andere am Mühlberg, was durch Münzfunde nachgewiesen ist. Der Sage nach stellte der Hl. Severin zu dieser Zeit auf dem Kreuzberg ein Kreuz auf, das später durch einen Korpus ergänzt wurde. Dieser war hohl und wurde mit einem Brett zugenagelt. Von den Pilgern wurde der Hohlraum als sogenannter Briefkasten für Gebetsanliegen oder Geldspenden verwendet. Dieses Kreuz ist eine der ältesten Darstellungen im Bistum Passau. Erste urkundliche Erwähnung von 1146 findet man in Unterlagen des Klosters Niederalteich, in denen von einem Weinberg berichtet wird. Nach Deutung von Dr. Herbert Wurster ist die Kirche ein Überbleibsel einer Schlosskapelle, die den Grafen von Hals an dieser Stelle gehörte. Um Einfluss auf die aufkommenden Wallfahrten auf den Kreuzberg nehmen zu können, wurden von Konrad von Regensburg, aber auch vom Fürstbischof von Passau Ablässe gestiftet. Das Kloster von Osterhofen erhob den Kreuzberg zu einem immerwährenden Wallfahrtsort. Aus der Schweiz, Wien und Böhmen kamen Pilger. Im 30-jährigen Krieg wurde die Kirche von den Schweden verschont. 1712 war die Wallfahrtskirche bereits dem Verfall preisgegeben. Da geschah ein Wunder: Der im Sterben liegende Abt von Osterhofen wurde wieder gesund. Aus Dankbarkeit wurde die Kirche wieder instand gesetzt. In dieser Zeit entstanden die im Altarraum platzierten Schächer links und rechts vom Kreuz. 1782/83 wurden die Sakristei und die Arkadenhalle mit Beichtstühlen errichtet. Auch der stattliche Pfarrhof auf dem Dorfanger mit einem Bischofs- und Kardinalszimmer wurde gebaut. Dies zeugt von Reichtum für ein so kleines Dorf, der durch die Pilger in den Ort gebracht wurde. Zur 600-Jahr-Feier im Jahre 1862 sollen 38 000 Pilger nach Haardorf gekommen sein. Dies war auch möglich, da man nach Langenisarhofen mit dem Zug fahren konnte. Die letzte große Renovierung war von 1980 bis 1984, später wurde noch der Aufgang erneuert. Heute kommen noch vereinzelt Pilgergruppen wie aus Isarhofen oder bei der Dekanatswallfahrt zur Kreuzbergkirche. Eine kurze Andacht und ein Rundgang um die Kirche rundeten den fundierten, interessanten Vortrag von Alois Dorfmeister ab.

Herbst-Brot­zeit­tur­nier aus­ge­foch­ten

DONAU-ANZEIGER          Donnerstag, 9. November 2017

Haardorf. (rs) Die Stockschützen des ESC Haardorf richtete auf der Asphaltanlage am Ende der Kreuzbergstraße ihr Herbst-Brotzeitturnier aus. Bei angenehmen, sonnigen Temperaturen konnte erster Vorsitzender Karl-Heinz Schläger dazu fünf Mannschaften aus der näheren Umgebung begrüßen. Man kämpfte in einer Doppelrunde um den Sieg. Da es sehr genau zuging, musste öfters mit dem Maßband nachgemessen werden, wessen Stock näher an der Daube ist. Dieses Mal schoss man scharf auf einen zu treffenden Stock; zu oft wurde dabei das Ziel verfehlt. Nach manch engen Kämpfen nahm Karl-Heinz Schläger die Siegerehrung zusammen mit Stadtrat Robert Kröll vor. Als Sieger wurde die Mannschaft des EC Greising ohne Punktverlust mit 16:0 Punkten und einer hervorragenden Stockquote von 4,32 geehrt. Den zweiten Platz erkämpfte sich die Mannschaft „Kosterer-Altenmarkt“ mit 10:6 Punkten und einer Stockquote von 2,14 vor der Mannschaft „Zum Armin“ mit einem ausgeglichenen Punktverhältnis von 8:8 und einer Stockquote von 1,09. Den 4. Platz belegte „Ritterbräu-Severin-Quelle“ mit 6:10 Punkten vor der Mannschaft der Jugendlichen „Dicht+Ergreifend“ aus Haardorf. Als Preise gab es für die beteiligten Mannschaften viele Brotzeit-Sachpreise wie Wurst, Bier Essiggurken, Brot, Käse zum Aussuchen. Dankesworte richtete Stadtrat Robert Kröll an die Mannschaften und an den ausrichtenden Verein ESC Haardorf. Anschließend blieb man noch gemütlich zusammen sitzen und erinnerte sich an vergangene Zeiten. Unser Bild zeigt die siegreiche Mannschaft vom EC Greising mit 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Schläger und Stadtrat Robert Kröll. (Foto: rs)

 

Er­in­ne­rung an die Ver­stor­be­nen

Donau – Anzeiger                                                         Freitag, 3. November 2017

Al­ler­hei­li­gen und Al­ler­see­len in der re­no­vier­ten Mar­tins­kir­che ge­fei­ert

Segnung der Gräber durch Pfarrer Christian Altmannsperger (rs)

Haardorf. (rs) Zum ersten Mal seit fast zwei Jahren konnte an Allerheiligen und Allerseelen wieder ein Gottesdienst in der renovierten Martinskirche gefeiert werden. In neuem Lichte erstrahlten das Gotteshaus und die neue Sakristei. Zu Beginn des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Christian Altmannsperger für die vielen Arbeitseinsätze, die bisher geleistet wurden. In seiner Predigt zeigte er an Beispiel der Mutter Teresa das Verfahren einer Heiligsprechung in der katholischen Kirche auf. „Mit Brief und Siegel ist sie eine Heilige.“ In der Bergpredigt preist Jesus die Armen, Trauernden, Sanftmütigen, die oft in ihrem Leben gescheitert sind. „Es ist wichtig, zu anderen Menschen barmherzig zu sein. Heiligkeit bedeutet ein reines Herz zu haben für Jesus und ihm treu zu bleiben, wie es Mutter Teresa vorgelebt hat. Die Seligpreisungen der Bergpredigt sind eine Anleitung zum Leben. Das Vertrauen von Mutter Teresa auf Gott hat erst ihren Einsatz für die Armen, Kranken, Ausgegrenzten möglich gemacht. Sie hat sich vom Egoismus losgelöst und war für die hilfsbedürftigen Menschen da“, so der Geistliche. Begleitet von den Ministrantinnen und Ministranten, sprach Pfarrer Christian Altmannsperger Gebete und Fürbitten für die Toten. Anschließend besprengte er die Gräber mit Weihwasser. Schon Tage vorher wurden die Grabstätten mit Blumen, Gestecken und Kerzen wunderbar hergerichtet. An Allerheiligen besuchten viele Angehörige nach dem Gottesdienst die Gräber ihrer Eltern, Großeltern, Verwandten und Bekannten auf dem Friedhof. Für viele ist mit dem Friedhofsbesuch oft auch ein Zusammentreffen mit der Verwandtschaft verbunden. Manchmal kommt man von weit her, manchmal auch nur aus der näheren Umgebung oder vom Ort. An Allerseelen, 2. November, wird der Verstorbenen und ihrer Seelen gedacht. Üblich ist ein Gottesdienst am Vormittag. Anschließend werden wieder die Gräber auf den Friedhöfen besucht. Man gedenkt in der Hoffnung auf die Auferstehung an Allerseelen. „Seelenlichter“ werden angezündet, die die Erinnerung an die Verstorbenen zum Ausdruck bringen sollen. Am Gegensatz zu Allerheiligen ist Allerseelen kein gesetzlicher Feiertag, sodass viele wieder zur Arbeit gehen müssen und somit keine Zeit für einen Friedhofsbesuch haben. Am Eingang zum Friedhof sammelten an Allerheiligen Josef und Günther Zauner von der Reservistenkameradschaft Haardorf-Aicha, wie jedes Jahr, für die Kriegsgräberfürsorge. Von den Spenden werden die Soldatenfriedhöfe des Ersten und Zweiten Weltkrieges in vielen Ländern Europas gepflegt. Da die Orgel noch instand gesetzt wird und Restarbeiten nötig sind, müssen die Gottesdienste noch für einige Wochen in der Kreuzbergkirche stattfinden.

 

Gu­ter Re­ben­saft und be­ste Lau­ne

DONAU-ANZEIGER                        Montag, 2. Oktober 2017

Be­su­cher ge­nos­sen den zwei­ten Wein­abend des Frau­en­bund Haar­dorf

Ein Frauenbund-Tisch der guten Laune.  (Fotos Moosmüller)

 

Haardorf. (md) Bereits zum zweiten Mal lud der Frauenbund Haardorf zu einem geselligen Weinabend in die alte Schule ein. Teamsprecherin Claudia Unverdorben war etwas enttäuscht über den geringeren Zulauf bei dieser Veranstaltung, aber die, die da waren, genossen den Abend umso mehr. Für die musikalische Unterhaltung zeichnete sich Michael Kuchler verantwortlich, dieser unterhielt die Frauen mit gemütlicher Schramlmusik, Schunklern und Tanzmusik. Das Vorstandsteam hatte zu diesem gemeinsamen Weinabend köstliche bayerische Schmankerl zubereitet, so durften frisch zubereiteter Erdäpfelkäs, Wurstsalat, Schmalzbrote und Obadzda nicht fehlen. Für den Durst reichten die Damen Weiß- und Rotweine aus bekannten Anbaugebieten aus Österreich und Ungarn. Richtig zünftig wurde es beim Sketch „Dein Traummann“ den Claudia Unverdorben, Mariele Moser und Martina Brandl zum Besten gaben. Hier wurde ein „up date“ des Ehemannes durchgeführt, dazu wurde er mit dem Nudelholz außer Gefecht gesetzt und per „App“ neu programmiert. Nach den Wünschen der Ehefrau sollte er hinterher tanzen und singen sowie den Haushalt erledigen können, zudem ein fürsorglicher und liebevoller Ehemann sein. Mit diesem Sketch hatten die Akteure die Lacher auf ihrer Seite, es gab bereits mehrfache Anmeldung für ein „up date“ einiger Ehemänner.