Haardorf und Mühlham

Archiv des Autor: Robert

Lebendige Partnerschaft erneuert

Osterhofen 8. September 2017 – Osterhofener Zeitung

 

RK und KSV waren beim Gründungsfest des Kameradschaftsbundes Oftering dabei

Haardorf. Der Krieger- und Veteranenverein und die Reservistenkameradschaft Haardorf haben am 110-jährigen Gründungsfest des oberösterreichischen Kameradschaftsbundes mit Fahnenweihe in Oftering/OÖ teil- genommen. Mit dabei war Bürgermeisterin Liane Sedlmeier, die die Partnerschaft seit Jahren mitträgt. Eine stattliche Anzahl von Kameraden fuhr nach Oftering mit. Mit militärischen Ehren und Musik wurde die Abordnung aus Haardorf dort begrüßt. Namentlich genannt wurden Josef Schmid, Vorsitzender der niederbayerischen Reservisten, KSV-Vorsitzender Adi Schweiger, RK-Vorsitzender Franz Klingerbeck und Festmutter Martina Brandl. Aufgrund des regnerischen Wetters musste der Festakt in der Turnhalle abgehalten werden. Durch das Programm führte Gerhard Reichard. Der Kameradschaftsbund Oftering entstand vor 110 Jahren als Militär- und Veteranenverein. Damals marschierten die Völker noch gegenseitig aufeinander los. Ziel war es, eine Plattform für die Bewältigung des Lebens nach den Kriegen schaffen“, erklärte Reichard. Es folgte die Weihe der Fahne durch Militär-Oberkurat Johannes Rupertsberger. Sie wurde bereits 1909 gestickt und immer wieder restauriert. Der Schriftzug „Mit Gott für Kaiser und Vaterland“ ist Zeitzeuge für die lange Geschichte dieses Symbols. Anna Niedermayr hat die Patenschaft in vierter Generation übernommen. „Auch bayerische Vereine spiegeln sich auf unserer Fahne nieder“, führte Reichard aus. „Die Bayern sind uns ans Herz gewachsen und Kameradschaft macht nicht vor Bundesgrenzen halt.“ Bevor Festmutter Martina Brandl das Fahnenband an die Ofteringer Fahne heftete, sprach sie einen Prolog, der die Freundschaft zwischen den Vereinen betonte. In seinem Grußwort ging KSV-Vorsitzender Adi Schweiger auf den unabdingbaren Gemeinschafts- und Kameradschaftsgeist ein, der langlebiges Brauchtum erhält. „Unsere gemeinsame Aufgabe muss es auch in Zukunft sein, den Opfern der Kriege ein ehrendes Gedenken zu bewahren und dafür zu sorgen, dass die Geschehnisse nicht aus dem Gedächtnis gelöscht werden, damit sich das Schreckliche nicht wiederholt“, unterstrich Schweiger. Durch die Überreichung des Partnerschaftsbandes wurde die Freundschaft, die seit 2001 zwischen dem Kameradschaftsbund, dem Krieger- und Veteranenverein und der Reservistenkameradschaft besteht, erneuert. Bürgermeisterin Liane Sedlmeier erinnerte an die Fotoausstellung vor zwei Jahren beim Bürgerfest durch den Ofteringer Fotoclub in Osterhofen. Dem Abspielen der oberösterreichischen Landeshymne durch die Trachtenkapelle schloss sich ein ausgiebiger Frühschoppen mit Schmankerl aus der Region an. Langjährige persönliche Bekannt- und Freundschaften wurden bis in den späten Nachmittag in ausgiebigen Gesprächen und bei einem Glaserl Wein gepflegt. sr

 

Firstdiebstahl wird zur Dorfaktion

Osterhofen 2. September 2017 – Osterhofener Zeitung

Männer und Frauen von Stammtisch und Frauenbund halfen zusammen

Haardorf. Besonders in Niederbayern ist es ein alter Brauch, den Firstbaum zu „stehlen“. Inzwischen ist es gar nicht mehr so einfach, daran zu kommen. Von der Zimmerei wird der Dachstuhl schon abgebunden mit einem großen Lkw angeliefert und mit einem Kran auf das Dach gehoben.

In Haardorf hat deshalb das ganze Dorf zusammengeholfen: Nachdem die Männer einige Tage zuvor einen Teil des Firstes an der Baustelle von Hermann Unverdorben „gestohlen“ hatten, machten sich in einer gemeinsamen Aktion Frauen vom Stammtisch, vom Frauenbund und Nachbarn auf, um weitere Teile des Firstes zu „stehlen“. Zunächst wurde ein Erkundungstrupp ausgesandt, um herauszufinden, wo noch entsprechendes Holz gelagert ist. Der Kranführer hatte ein Herz und lagerte abseits des Hauses Teile des Firstes. Üblicherweise wird nachts „gestohlen“, aber anscheinend war es tagsüber unauffälliger: Mit vereinten Kräften konnte schnell ein Teil des Firstes entwendet und in Sicherheit gebracht werden. Als Unterhändlerinnen machten sich Marianne Fröschl und Sieglinde Weigl auf, um mit dem Bauherrn Hermann Unverdorben die Übergabemodalitäten auszuhandeln. Schnell war man sich einig. Am Nachmittag schmückten die Frauen den First mit Luftballons, Girlanden und weiß-blauen Fahnen. Schon hier war die Stimmung sehr gut, da die „Diebinnen“ mit selbstgemachtem Likör vorglühten.

Mit einem großen „Hallo“ wurden die geschmückten Teile des Dachstuhls durch das Dorf zum Bauherrn gezogen. Nach der Übergabe ließen sich die Frauen bei bester Stimmung Kaffee und Kuchen, aber auch ein Schnapserl schmecken. sr

KSV gewinnt Wanderpokal zum dritten Mal

Osterhofen 31. August 2017 – Osterhofener Zeitung

Trophäe geht nun in den Besitz des Vereins über – Dorfmeisterschaft auf der ESC-Asphaltanlage

 

Haardorf. Bei sonnigem Wetter hat der ESC Haardorf die Dorfmeisterschaft auf der Asphaltanlage an der Kreuzbergstraße ausgerichtet. Es beteiligten sich fünf Mannschaften mit je vier Schützen, wobei in einer Doppelrunde alle gegeneinander antreten mussten. Nach spannenden Wettbewerben gewann der Krieger- und Soldatenverein Haardorf und Umgebung in der Besetzung Josef Hötzinger, Matthias Unholzer, Josef Pleintinger und Horst Feigl mit 15:1 Punkten und einer Stockquote von 2,79. Den zweiten Platz errang der Tischkegelclub mit 12:4 Punkten mit den Schützen Erhard Knöckl, Heinrich Drasch, Alois Jahrstorfer und Thomas Wagner. Mit dem negativen Punkteverhältnis von 7:9 landete die Feuerwehr auf dem dritten Platz. Es schossen Pepe Weigl, Robert Kröll, Helmut Schütz, Alois und Johannes Dorfmeister. Den vierten Platz belegten die Damen des ESC mit 6:10 Punkten vor der Jugendmannschaft der KJG. Die Siegerehrung nahm 1. Vorsitzender Karl-Heinz Schläger zusammen mit Schirmherrn Georg Weigl und Stadtrat Robert Kröll vor. Nachdem der Krieger- und Soldatenverein den Wanderpokal zum dritten Mal in Folge gewonnen hat, geht dieser nun in den Besitz des Vereins über. Den neuen Pokal für 2018 spendete Georg Weigl beim Vereinsjubiläum. Schläger dankte dem KSV-Vorsitzenden Adi Schweiger für die jahrelange Berichterstattung bei der Osterhofener Zeitung. Georg Weigl und Robert Kröll lobten die gelungene Organisation.sr

„Er ist ein gu­ter Seel­sor­ger“

Osterhofen und Umgebung 20 – DONAU-ANZEIGER                        Freitag, 25. August 2017

Pa­ter Cle­ment Ro­ckey wird nach ei­nem nur ein­jäh­ri­gen Gast­spiel ver­setzt

Viele Pfarrangehörige beim „Familienfoto“ zusammen mit Pater Clement.

Haardorf. (rs) Eine große Schar von Gläubigen war in den Gottesdienst gekommen, um Pater Clement Rockey gebührend zu verabschieden. Früher war es so, dass ein Kaplan nach zwei oder drei Jahren wieder versetzt wurde. Bei P. Clement war es anders. Schon nach einem Jahr hat der Personalreferent des Bistums Passau entschieden, ihn zu versetzen. Seine neue Wirkungsstätte wird die Pfarrei Ruhstorf im Rottal sein. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Rolf Schwinger beschrieb P. Clement als einen Priester, dem es in Ausübung seines Berufes – Priester – gelingt, auf die Menschen in der Pfarrei zuzugehen. Er ist ein guter Seelsorger, der sich neben seinen Aufgaben auch Zeit nimmt, um an Festlichkeiten der örtlichen Vereine teilzunehmen. Aufgrund des nur einjährigen Gastspiels überreichte Schwinger symbolisch einen Wanderstab, der von einer Linde auf dem Kreuzberg stammt. Dieser Wanderstab möge ihn beschützen, so wie es die Linden und das Kreuz es schon Jahrhunderte machen. Er mahnte an, dass auch ein Priester Heimat für sein Wohlbefinden benötige. Eine Versetzung nach einem Jahr ist hier kontraproduktiv und beinhalte kein menschliches Einfühlungsvermögen. Persönliche, von außen hineingetragene Eitelkeiten sollen für eine solche Entscheidung nicht zum Tragen kommen, auch wenn von Verantwortlichen dazu Beschwichtigungsversuche gemacht würden. Schwinger sagte: „Lieber P. Clement, ich darf Ihnen versichern, dass wir Haardorferinnen und Haardorfer Sie weiterhin gerne als einen unserer Geistlichen gehabt hätten“! Zusammen mit Kirchenpfleger Johann Weigl wurde P. Clement eine Dankurkunde und ein kleines Geschenk überreicht. Sichtlich bewegt nahm P. Clement den Wanderstab entgegen. In seinen Dankesworten verwies er auf das gute Miteinander mit allen Gläubigen in der Pfarrei, mit den Ministrantinnen und Ministranten, der Mesnerin Johanna, denen, die Fahrdienste übernommen haben. Mit den Worten: „Es war immer schön, nach Haardorf zu kommen“, verabschiedete er sich mit Wehmut. Johann Weigl merkte an: „Wir haben ihre Worte nicht nur heute wunderbar verstanden“! Kein Gottesdienstbesucher ließ es sich nehmen, sich auf dem Aufgang zur Kreuzbergkirche mit Pater Clement für ein „Familienbild“ fotografieren zu lassen. Zum Abschied wünschte jeder ihm Gottes Segen und gab ihm noch ein paar persönliche Worte mit.

 

Die Kir­chen­glo­cken läu­ten schon wie­der

Osterhofen und Umgebung 22 – DONAU-ANZEIGER                      Samstag, 12. August 2017

Eh­ren­amt­li­che Hel­fer krem­peln die Är­mel hoch: Bau­ar­bei­ten an St. Mar­tin kom­men gut vo­ran

Viele Ehrenamtliche helfen Kirchenpfleger Johann Weigl (l.) beim Rieselfahren.

 

Haardorf. (rs) Der Neubau der Sakristei und die Renovierungsmaßnahmen der Pfarrkirche St. Martin machen gute Fortschritte und gehen in die Endphase. Nach außen hin macht sich dies durch das Läuten der Kirchenglocken bemerkbar. Gerne schaut man wieder auf den Kirchturm mit dem Hl. Martin, um die Zeit abzulesen. Der Wunsch des Kirchenpflegers Hans Weigl ist es, dass ab Allerheiligen wieder die Sonntags- und Werktagsgottesdienste in der Kirche abgehalten werden können. Die neue Sakristei ist innen und außen geweißt, heimischer Granitboden ist verlegt, die behindertengerechte Toilette fast schon fertig installiert. Gerade werden die Schränke eingebaut und Beleuchtung, Schalter, Steuereinheiten weiter angeschlossen. Im Vorraum zur Kirche ist die Übergabestation für die Fernwärme untergebracht. Auch die Sitzheizung muss noch damit verbunden und angeschlossen werden. Provisorisch sind die restaurierten Sitzbänke im Kirchenraum aufgestellt. Es fehlen noch die Sitzkissen. Der Innenraum der Kirche ist in einem dezenten graublau gehalten, damit der helle Altar besser zur Geltung kommt. Die Heiligenfiguren und das Ewige Licht werden gerade durch das Entfernen des Staubes und Ablagerungen aufgefrischt. Die Orgel muss noch gereinigt und neu gestimmt werden, bevor sie wieder zur Ehre Gottes erklingen wird. Eine neue Beleuchtung und die Lautsprecheranlage müssen noch in Auftrag gegeben werden. Der Aufgang zur Kirche wurde neu errichtet. Ein behindertengerechter Zugang zum Friedhof ist westlich davon neu geschaffen worden. Neue Gehwege aus Granit wurden um die Kirche verlegt, auch auf dem Vorplatz zum Leichenhaus. Alle Maßnahmen wurden in Zusammenarbeit mit dem Gebietsreferenten im Bau- und Kunstreferat des Bistums Passau Franz Neppl abgesprochen und genehmigt. Das Kriegerdenkmal wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Osterhofen der neuen Umgebung wunderbar angepasst. In einer Gemeinschaftsaktion haben viele Helfer auf dem gesamten Friedhof Kiesel entfernt. Auf den breiten Gängen zwischen den Gräbern wurde eine Folie eingebracht, um das Wachsen von Unkräutern zu bekämpfen. Anschließend wurde rund 12 Tonnen gebrochener Kies mit Schubkarren aufgeschüttet. Dass viele Dorfbewohner gekommen waren, erfreute besonders Friedhofsbeauftragen Konrad Moser. Die Friedhofsmauer wird mit einem sogenannten Venedig-Mörtel neu verputzt. Dabei soll nur die aufsteigende Feuchtigkeit von innen nach außen transportiert werden. Auch auf der Innenseite der Mauer wird durch bauliche Maßnahmen verhindert, dass Wasser die Mauer beeinträchtigt. In nächster Zeit wird in der kompletten Kirche eine Holzwurmbehandlung durch Vergasen durchgeführt. Viele ehrenamtliche Helfer tragen dazu bei, dass der Eigenanteil an den Kosten von der kleinen Pfarrei getragen werden kann.