Haardorf und Mühlham

Ausflug in die Asamkirche in Aldersbach

Quelle: Mediengruppe Attenkofer, Ausgabe Donau-Anzeiger (Osterhofen und Umgebung) vom Samstag, 24.10.2026. Autor Rolf Schwinger

Die Reisegruppe aus Haardorf mit Ortspfarrer Sebastian Wild (M.) und Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Alois Dorfmeister (r.). Foto: Rolf Schwinger

Haardorf/Aldersbach. (rs) Viele Pfarrangehörige machten sich auf Initiative von Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Alois Dorfmeister und Gemeindereferentin Birgit Stuiber auf den Weg zur Klosterkirche Mariä Himmelfahrt, um nach dem Sonntagsgottesdienst von Ortspfarrer Sebastian Wild durch die Asamkirche geführt zu werden. Empfangen wurden die Pfarrangehörigen im Vorraum der Kirche. Kurz skizzierte Wild den Werdegang der Familie Asam, die zunächst in Rom die Stilrichtung des Barocks mit Malerei und Stuck kennenlernte. Die Ausgestaltung der Asamkirche in Aldersbach war 1720 der erste Auftrag für die Gebrüder Asam durch die Zisterziensermönche. Vergessen wird dabei oft, dass auch eine Frau, Salome Asam, eine Schwester, mit weiteren 25 Arbeitern mitgearbeiteten. Beim Deckengemälde wird die Weihnachtsvision des Hl. Bernhard dargestellt, die einen Blick in das Paradies, in den Himmel, eröffnet. Nur mit Anleitung durch Wild konnte die Aldersbacher Schwalbe mit deren Nest gefunden werden. Bloß durch einen Trick der Bevölkerung konnte die Asamkirche vor der Zerstörung in der Zeit der Säkularisation bewahrt werden: In einer Nacht- und Nebelaktion wurde damals die kleine Pfarrkirche von Aldersbach abgerissen. So war es möglich, dass der Staat der Pfarrei 1806 die Kirche schenkte, da jeder Ort eine Pfarrkirche haben sollte. Im Kloster lebten zu Hochzeiten über 200 Mönche. In der Kirche befinden sich 30 Altäre, weil damals jeder Mönch täglich eine Eucharistiefeier halten musste. Die Kirche hat eine hervorragende Akustik, die bei den Europäischen Wochen gerne als Konzertsaal benutzt wird. Wild zeigte die Mechanik des Hochaltars, der zu einem kleinen Theater werden konnte. Auf mehr als 17 Millionen Euro belief sich die Generalsanierung der ehemaligen Zisterzienserabteikirche. Die Kosten teilten sich Kirche und Staat – 60 und 40 Prozent. Abschließend zeigte Wild der Gruppe die mit Intarsienschränken eingerichtete Sakristei und die Loretokapelle. Dorfmeister überreichte ein Geschenk zur Erhaltung der Pfarrkirche und Süßigkeiten.

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