Haardorf und Mühlham

2 Dörfer eine Gemeinschaft

Statt König: Jesus wählt den Tod am Kreuz

PassauerNeue Presse Dienstag, 30. März 2021 LOKALES


Pater Kuriakose erläuterte die Karwoche

Haardorf. Die Prozession mit Palmbuschen zur Pfarrkirche St. Martin war heuer nicht möglich. Doch die Oberministrantinnen stellten gefüllte Körbe voll bunter Palmbüschel vor dem Altar ab. Die hatten alle Ministranten aus Haardorf, Mühlham und Niedermünchsdorf fertigten Palmbüschel im „Homeoffice“ angefertigt. Pater Kuriakose segnete die Buschen und zeigte in der Statio auf, dass der Palmsonntag das Eingangstor für die Heilige Woche ist. Die Jugendlichen Andrea Krenn und Hanna Baumgartner trugen zusammen mit Diakon Rainer Breinbauer die Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Markus in verteilten Rollen vor. Pater Kuriakose: „Jesus ist bereit, aus Liebe zu uns seine Karriere als weltlicher König nicht anzutreten, sondern für uns am Kreuz zu sterben. Es ist leichter mit der Masse zu schwimmen, schwieriger wird es, wenn man allein ist oder es nur wenige Unterstützer gibt.“ Jasmin Donnerbauer trug tagesaktuelle Fürbitten vor. Nach dem Gottesdienst konnten sich die Besucher mit Abstand Palmbüschel aus einem Korb mit nach Hause nehmen. – sr

Baumschneideaktion in Haardorf

Passauer Neue Presse Montag, 1. März 2021


Stadtgärtner war am Spielplatz, am Dorfanger und beim Wirt tätig

Haardorf. In regelmäßigen Abständen werden Bäume und Sträucher in den öffentlichen Anlagen im Stadtgebiet von Osterhofen von Stadtgärtner Michael Pokoj überprüft. Im Wesentlichen geht es darum, dass keine Gefahr für die Menschen ausgeht. Dabei werden dürre Äste entfernt, manchmal muss auch ein Baum gefällt werden. Nach einer Fällung greifen Ersatzmaßnahmen: Es muss immer wieder ein neuer Baum gepflanzt werden. An optische Maßnahmen muss man sich manchmal erst gewöhnen. So werden Bäume und Sträucher auch ausgelichtet und in Form geschnitten. Alle Bäume sind kartiert und mit einer Nummer versehen, wie auch auf dem Spielplatz in Haardorf beim Jugendheim. Hier wurden vor allem die Obstbäume zugeschnitten. Mit dem Hubgerät ging es dann weiter zum Dorfanger. Hier stehen fünf Linden. Wegen des weichen Holzes brechen Äste und Zweige leicht ab. Im Frühsommer holen Bienen den Nektar von den Blüten. Manchmal werden auch Lindenblüten für einen gesunden Tee gepflückt. Die letzte Station von Stadtgärtner Pokoj war die Wildbirne gegenüber dem Gasthaus Knöckl, die anlässlich der Aktion „Unser Dorf soll schöner werden“ im Jahr 2009 gepflanzt wurde. In diesen zwölf Jahren ist sie zu einem stattlichen Baum herangewachsen. Einige Zweige und Äste mussten entfernt werden, damit die Stra- ßenlaterne die Kurve wieder gut ausleuchten kann. Mit Gartenschere und Motorsäge wurde der Baum vom Stadtgärtner wieder in Form gebracht. – sr

 

Osterhofen und Umgebung – Donau-/Osterhofener Anzeiger – Mo., 17.8.2020

Jesus ist das Heilkraut der Seele

Segnung der Kräuterbuschen an Maria Himmelfahrt –

Frauenbund übernimmt Sammeln und Binden

Haardorf. (rs) Einen Tag vor dem Hochfest Mariä Himmelfahrt sammelten Frauen des Frauenbundes Kräuter und Blumen in Hausgärten und auf umliegenden Wiesen und Feldern. Im Hof von Maria Oberleitner banden sie daraus die Kräuterbuschen. Dabei verwendeten sie Königskerze, Wegwarte, Pfefferminze, Thymian, Sonnenblume, Eibisch, Stechapfel, Ringelblume, Goldrute, Liebstöckl, Kornblumen, Johanniskraut und vieles mehr. Als Symbol für Maria werden häufig auch Rosen und Getreideähren in die Kräuterbuschen hineingebunden. Sieben, neun, zwölf, 24 oder 99 verschiedene Kräuter gehören in einen Buschen, wobei die Zahl sieben für die Schöpfungstage und zwölf für die Apostel beziehungsweise die Stämme Israels steht. Die verschiedenen Kräuter ergeben einen farbenprächtigen, würzig duftenden Strauch. Eine gebundene Winterapotheke Theoretisch sind diese Buschen eine Art Winterapotheke. Die Blütenpflanzen helfen gegen Grippe, Rheuma, Verdauungsproblemen, sie beruhigen und stehen für Liebe und Harmonie. Seit dem neunten Jahrhundert gibt es den Brauch des Kräuterbuschenbindens in der römisch-katholischen Kirche zum Fest Mariä Himmelfahrt. Die fertigen Buschen legten die Frauen in Körben vor dem Altar ab. Pfarrvikar Pater Kuriakose ging in der Statio auf die Heilkraft der Kräuter ein. Eine große Zahl an Kräutern wird in der Küche verwendet, um Speisen schmackhaft zu machen. Manche werden auch als Heilpflanzen gegen allerlei körperliche Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. „Beinahe gegen alles, so schein es, ist ein Kraut gewachsen. Nur gegen eines haben wir kein einziges Heilkraut, gegen den Tod. Und doch gibt es etwas, das auch hier Heilung bringt. Zwar nicht körperlich, aber für unsere Seele. Das ist der Heiland“, so Pater Kuriakose. Das Wort Heiland birgt „heilen“ In dem Wort Heiland verberge sich das Wort heilen. „Nehmen wir also getrost Jesus als Heilkraut für unseren Tod.“ Anschließend segnete Pater Kuriakose die Kräuterbuschen und besprengte diese mit Weihwasser. Nach dem Gottesdienst waren die Kräuterbuschen schnell an die Gottesdienstbesucher verkauft. Sie werden zuhause an einem luftigen Ort getrocknet und dann im Haus im Herrgottswinkel oder wie früher im Stall aufgehängt. Um vor Blitz und Unglück zu schützen, war es Brauch, getrocknete Pflanzenteile bei Unwetter oder Stürmen im Feuer zu verbrennen.

Nur mit dem Herzen sieht man gut

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Do., 6.8.2020

Ministranten gestalten Familiengottesdienst und begeben sich auf die Suche nach Gott

Collage mit Bildern der Natur und der Frage „Wo ist Gott?“. Fotos: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Als kleiner Schritt zur Normalität in dieser Corona-Zeit kann das Engagement der Ministrantinnen beim Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin gesehen werden. Fast alle belegbaren Plätze waren von den Gottesdienstbesuchern besetzt gewesen, sehr zur Freude der gesamten Pfarrgemeinde. In den Gedanken der Predigt von Domkapitular Pfarrer Christian Altmannsperger ging es um das Sehen in verschiedenen Perspektiven.

Auf den zweiten Blick entdecken

Ein gelungenes Foto eines Fotografen erkenne jeder Betrachter auf den ersten Blick. „Aber es gibt oft auch eine zweite Ebene, die vom Auge erst beim genaueren Hinsehen entdeckt werden kann“, betonte der Geistliche. Das Evangelium handelte von der Brotvermehrung. Hinter dem Sehen der vielen Menschen, die Jesus folgten, steht das Sehen in die Tiefe. Im Märchen von Antoine de Sait-Exypéry vom „kleinen Prinzen“ verrät der Fuchs, dass „man nur mit dem Herzen gut sieht“. „Das was ich sehe, sinkt in mein Herz, in mein Denken, in mein Fühlen, in mein Handeln“, so Pfarrer Altmannsperger. Er stellt die Frage: „Wo begegnen wir dem lebendigen und treuen Gott?“ Dieser Frage gehen nun die Ministrantinnen in ihrem Predigtspiel nach, das in einen gemeinsamen Donauspaziergang eingebunden wurde: „Natürlich finden wir Gott in der Kirche. Aber auch mit den Tieren ist er“, so die klare Aussage. „Auf den Feldern wächst das Getreide und gibt uns das tägliche Brot. Abwechslung kommt auf, als die Passagiere eines Schiffes den Minis zuwinken. Ein Regenschauer unterbricht die Wanderung, sodass Zeit bleibt, in einer Wanderpause Brotzeit zu machen.“ Im Zusammenspiel von Regen und Sonne entdecken sie am Horizont einen Regenbogen. Weiter geht es an Blühwiesen vorbei in das Nachbardorf. Schon kann die Kirchturmspitze gesehen werden. Es wird dunkel und die Spaziergängerinnen werden müde. Bei einem Lagerfeuer wird weiterdiskutiert.

Gedankliche Wanderung an der Donau

Die Ministrantinnen einigten sich darauf, dass Gott immer und überall ist. Er begleitet jeden auf seinem Lebensweg und passt auf alles gut auf. Eine Wanderung an der Donau sei nur ein kleines Puzzleteil vom Großen und Ganzen. Vorgetragen wurde die Geschichte von den Ministrantinnen Hanna Baumgartner, Julia Donnerbauer, Karin Jahrstorfer, Anna, Janina und Sophia Wagner. Auch die Fürbitten wurden von ihren gestaltet. Worte des Dankes von Pfarrer Christian Altmannsperger und der Applaus der Gottesdienstbesucher sollte die Ministranten zu weiteren Aktivitäten ermutigen. Nach dem Gottesdienst stand man noch in kleinen Grüppchen beisammen, um sich in Gesprächen auszutauschen, was in den Zeiten geringer Kommunikation untereinander mehr als notwendig erscheint

Nun wieder ein Schmuckstück

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger- Mo., 29.6.2020

 

Dorfgemeinschaft brachte den Hügel mit der Kreuzbergkirche auf Vordermann

Viele kamen zu den Mäharbeiten auf den Kreuzberg. Fotos: Schwinger

 

Haardorf. (rs) Immer wieder Regen und die Einschränkungen wegen Corona verhinderten, dass der Hügel mit der Kreuzbergkirche wieder auf Vordermann gebracht werden konnte. Mit Rechen, Heugabeln und Traktor Viele aus der Dorfgemeinschaft waren gekommen, ob jung oder alt, Frauen und Männer und Jugendliche von der KJG, um anzupacken. Motorsensen, Rechen, Heugabeln, Astscheren, ein Traktor mit Anhänger und Ladepritsche wurden benötigt. Jeder wusste, wo die Arbeit ist. Auf der steileren Südseite mit viel Gras und Gestrüpp musste man sich immer mit den Füßen guten Halt suchen, um mit seiner Gerätschaft nicht abzurutschen oder sich gar zu verletzen. Trotz Motorsensen war viel Handarbeit angesagt. Das Gras wurde zusammengerecht und auf den Hänger geladen. Wilde Rosentriebe wurden abgezwickt, lange Lindenzweige, die in Sichthöhe wuchsen, wurden gekürzt. Großartiger Gemeinschaftsdienst Auf der Nordseite sammelten sich über den Winter und das Frühjahr abgebrochene modrige, dürre und stärkere Lindenäste. Auch diese wurden entsorgt. Bald war die Arbeit durch den großartigen Gemeinschaftsgeist verrichtet. Nun ist der Kreuzberg wieder ein Schmuckstück und freut sich auf viele Radfahrer, die einen Blick in die Kirche werfen wollen. Auf die Feierabendhalbe freute man sich bei vielen Gesprächen, die in der langen Coronazeit viel zu kurz kamen.

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener/Donau-Anzeiger – Di., 9.6.2020

„Es ist wichtig, sich zum Glauben zu bekennen“ Nach anfänglicher Skepsis sind die Sonntagsgottesdienste nun gut besucht

Die Kirchenbesucher halten den Zwei-Meter-Abstand gewissenhaft ein. Nur Hausgemeinschaften dürfen zusammensitzen. Fotos: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Seit 10. Mai finden wieder regelmäßig öffentliche Sonntagsgottesdienste in der Pfarrkirche St. Martinianus statt, nachdem diese wegen Covid 19 seit 16. März verboten waren. Das vorgegebene Schutzkonzept der Bayerischen Staatsregierung wird umgesetzt. Dazu gehören die Abstandsregelung von zwei Meter, das Tragen einer Mund-Nasen-Maske und verschiedene Desinfizierungsmaßnahmen. Die Gläubigen können nach vorheriger telefonischer Anmeldung am Gottesdienst teilnehmen. Diese Beeinträchtigungen und Unsicherheiten führten anfangs dazu, dass es noch freie Plätze gab. Diese neue und noch nie dagewesene Situation hat viele Gläubige abgeschreckt und sie verzichteten auf einen Gottesdienstbesuch. Doch mittlerweile sind die Gottesdienste „ausgebucht“. Der Dreifaltigkeits-Sonntagsgottesdienst war sehr gut besucht. Ordner Johann Weigl wies den Teilnehmern im Kirchenraum den Platz zu. Trotz der Beschränkungen musste niemand weggeschickt werden, auch wenn er sich nicht angemeldet hatte. Familien und Haushaltsgemeinschaften konnten zusammen in einer Bank sein. Reduzierter Volksgesang mit Mund-Nase-Schutz Nachdem Singen anfangs nicht erlaubt war, durfte diesmal in reduzierter Form gesungen werden. So wurde das Gloria, zum Sanctus und ein Kommuniondanklied gesungen, ohne die Maske abzunehmen. Es kehrt ein wenig Normalität zurück, auch wenn der Volksgesang noch zurückhaltend und leise war. Aber die Gesundheit der Gottesdienstbesucher steht im Vordergrund. Wie gefährlich gemeinsames Singen in geschlossenen Räumen ist, zeigt das Beispiel der Frankfurter Baptistengemeinde, wo kein Mund-Nasen-Schutz getragen wurde. Es gab dort deshalb sehr viele Coronainfizierte. Manche Handlungen im Gottesdienst wirken steril. Viel Gewohntes ist weggefallen. Die Ministranten läuten nur noch zur Wandlung, es gibt keinen feierlichen Einzug des Priesters in die Kirche und auf den Friedensgruß per Handschlag wird verzichtet. „Dennoch ist es gut, wenn Gläubige zum Gottesdienst kommen und ihren Glauben feiern und sich zu ihm bekennen“, davon ist Pfarrgemeinderatsvorsitzender Rolf Schwinger überzeugt. BGR Pfarrer Christian Altmannsperger lobt die Gottesdienstbesucher, dass sie sehr vorbildlich, diszipliniert und einsichtig die Vorsichtsmaßnahmen umsetzen. Große Bedenken äußert er, dass nach Aufhebung der Einschränkungen die Kirchenbänke leerer werden könnten, da sich viele sagen, es geht auch ohne Gottesdienstbesuch, wie es während der Coronazeit war. „Die Gottesfrage könnte in der Öffentlichkeit noch mehr verstummen und ins Private abgedrängt werden“, wie der Limburger Bischof Bätzing am Pfingstmontag in der Predigt sagte. Online-Gottesdienste sind ein kirchliches Angebot, aber das Zusammenkommen in einer Gemeinschaft fehlt. Viele Menschen leiden unter der Einsamkeit und dem Fehlen von Kontakten. Ab Mitte Juni Werktagsmessen Ab dem 15. Juni werden in den Pfarreien des Pfarrverbandes wieder Werktagsmessen stattfinden. Aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl ist keine Anmeldung notwendig. Die Gottesdienstbesucher werden gebeten eigenverantwortlich und im Interesse der Gesundheit aller, auf die Sicherheitsbestimmungen zu achten. Anmeldung für Fronleichnam Für die Fronleichnamsgottesdienste in den einzelnen Pfarreien am Mittwoch und Donnerstag ist die Anmeldung am Dienstag, 9. Juni, von 8 bis 11 Uhr und von 16 bis 19 Uhr unter 09932/908 353 möglich.