Haardorf und Mühlham

2 Dörfer eine Gemeinschaft

Verantwortung für Gottes Schöpfung

Osterhofen und Umgebung 20 – OSTERHOFENER ANZEIGER – Montag, 27. Mai 2019

Jahreskonvent der Marianischen Männerkongregation mit Pater Eberhard

Obmann Hermann Unverdorben (v.l.) mit Präses Pater Eberhard Lorenz OSB, Pfarrer Christian Altmannsperger und stellvertretendem Obmann Martin Apfelbeck. Fotos: Rolf Schwinger

 

Haardorf. (rs) Die Marianische Männerkongregation (MMC) Haardorf-Aicha begann ihren Jahreskonvent mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin. Anschließend begaben sich die Sodalen in das Gasthaus Knöckl, wo Obmann Hermann Unverdorben Präses Pater Eberhard Lorenz OSB und Pfarrer Christian Altmannsperger begrüßen konnte. Im Totengedenken gedachten die Mitglieder dem verstorbenen Sodalen Josef Schmid. Die Ortsgruppe betreut auch die Mitglieder des MMC von Isarhofen. Sodalen, so werden die Mitglieder genannt, bemühen sich in Treue zu Christus und seiner Kirche Verantwortung für Gottes Schöpfung zu übernehmen, sich um eine christliche Lebensgestaltung zu bemühen und apostolisch zu wirken. Dies geschieht in Familie und Beruf, in der Kirche und im öffentlichen Leben. In seinem Vortrag stellte Pater Eberhard heraus, dass durch die Teilnahme beim Hauptfest in Straubing der christliche Glaube bei der Prozession über den Stadtplatz öffentlich bezeugt wird. Die Marianische Männerkongregation verehrt im Besonderen Maria. Selbstheiligung wird erreicht durch das Gebet, das Kontakt mit Gott herstellt. So ist das Leben in der Kongregation geprägt vom täglichen Gebet, von der Mitfeier der heiligen Messe mit Empfang der Eucharistie, dem Empfang des Bußsakramentes und durch das Lesen der Heiligen Schrift und des Katechismus.
Dialog mit Gott

Das Gebet ist der Dialog zwischen Gott und den Menschen. Die Sodalen bemühen sich um menschliches, geistliches und apostolisches Wachstum mit dem Ziel, einen persönlichen Beitrag zur größeren Ehre Gottes zu leisten. Sie sollen Glauben leben und diesen weitergeben. Sie orientieren sich an Maria, der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter. Sie pflegen innere Andacht, Ehrfurcht und Liebe zu ihr und weihen sich bei ihrer Aufnahme der Gottesmutter. „Sie ist unsere Fürsprecherin und stets gegenwärtig. „

Pflasterarbeiten im Klinikgarten

Montag 27.05.2019 PNP Osterhofener Zeitung

72-Stunden-Aktion: Mädchen befestigen Sandplatz vor Kapelle

„Wir sind Helden!“: Mit berechtigtem Stolz zeigen die Jugendlichen das
neue Pflaster vor der Marienkapelle der Fachklinik. – Fotos: Schwinger

 

Osterhofen. Lange haben die Jugendlichen der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) Haardorf überlegt, wie sie sich an der bundesweiten 72-Stunden-Aktion beteiligen könnten. Da hatte Krankenhausseelsorger Pfarrer Werner Eckstein die Idee, den bestehenden Sandvorplatz vor der Marienkapelle im Garten der Fachklinik für die Rollstuhlfahrer behindertengerecht zu pflastern. In ihrer Freizeit nahmen sich ab Freitagnachmittag Julia und Jasmin Donnerbauer, Andreas Krenn, Lea Ott und Franziska Brandl dieser Aufgabe an. Unterstützt wurden sie von Christina Wagner von der KJG Aicha sowie von der Klinikleitung, die die Pflastersteine zur Verfügung stellte, und vom Hausmeister, der im Vorfeld schon den Untergrund geebnet und Kies aufgebracht hatte. Mit viel Eifer konnte nun das Pflaster eben und ohne Abstufungen verlegt werden. „Wie vom Fachmann ausgeführt“, lobten alle das Gemeinschaftswerk. Dann wurden noch Bänke aufgestellt, die Übergänge vom Pflaster zur angrenzenden Wiese durch Erde ausgeglichen und festgestampft. Am Samstagvormittag radelten die Jugendlichen gemeinsam zur Fachklinik, um letzte Arbeiten auszuführen. Feiner Sand wurde zwischen die Betonsteine gekehrt und die Baustelle wurde aufgeräumt. Ulli und Elli vom Kirchlichen Jugendbüro kamen vorbei, um das Aktions-T-Shirt zu übergeben. „Euch ist es gelungen, den Alltag von körperlich Behinderten beim Aufenthalt in der Klinik zu erleichtern. Für euch trifft das Motto ’Uns schickt der Himmel‘ zu 100 Prozent zu“, lobten die Jugendbetreuerinnen. Als kleineBelohnung gab es anschließend leckeres Eis in der Eisdiele. Pfarrer Christian Altmannsperger überzeugte sich selbst von der Arbeit der Jugendlichen. Der Sonntagabendgottesdienst mit Pfarrer Werner Eckstein kann nun bei schönem Wetter auf dem rollstuhlgerechten Platz vor der Marienkapelle stattfinden. – sr

 

 

Ein Teil vom Ganzen

Osterhofen und Umgebung 18 – OSTERHOFENER ANZEIGER – Dienstag, 14. Mai 2019

Nina Duschl, Lea Graupp und Jakob Veitl erhielten zum ersten Mal die KommunionPfarrer Christian Altmannsperger (v.r.) mit den Kommunionkindern Lea Graupp, Jakob Veitl und Nina Duschl zusammen mit Klasslehrerin Lisa Sicheneder. Foto: Schwinger

Haardorf. (rs) Drei Kommunionkinder aus der Pfarrei zogen mit ihren Eltern, den Ministranten und Pfarrer Christian Altmannsperger in einem festlichen Zug in der Pfarrkirche St. Martin ein. Der erweiterte Kirchenchor unter Leitung von Pastoralreferenten Max Aigner sang dazu „Jesus Christus wir kommen zu dir“. Die selbstgebastelten Kommunionkerzen wurden neben der Osterkerze vor dem Altar angeordnet. Ganz andächtig, einheitlich in Alben gekleidet, nahmen Nina Duschl, Lea Graupp und Jakob Veitl Platz. „Ein Teil vom Ganzen – mit Jesus und untereinander verbunden“ war das Leitthema, das sich die Kommunionkinder als Motto ausgesucht hatten. Ihre Bilder waren in unterschiedliche Puzzleteile eingebunden. Dieses Motiv nahm Pfarrer Christian Altmannsperger in seiner Predigt auf. „Jeder Mensch ist ein Teil eines riesigen Puzzles. Jedes Teil ist wichtig und wertvoll, jedes Teil hat eine andere Form. Wenn ein Teil verloren geht, ist es nicht mehr vollständig und fehlerhaft. So ist jeder und jede von euch ein Teil vom Ganzen. So ist es auch mit dem Leib. Jedes Glied – Auge, Ohren, Mund, Arme, Beine – erfüllt seine Aufgabe, nur zusammen ist der Leib gesund. Im übertragenen Sinn bilden wir zusammen den Leib Christi. Wir sind mit Jesus und untereinander verbunden. Wir sollen eins sein zusammen mit dem Vater. Durch seine Liebe hat er im Sakrament mit Brot und Wein diese Verbindung hergestellt. Bleibt über den Erstkommunionstag hinaus mit Jesus verbunden“, war die Bitte von Pfarrer Christian Altmannsperger, und fuhr fort: „ Bei der Taufe trug stellvertretend für euch Kinder der Pate und die Eltern die Kerze. Heute seid ihr selbst gekommen, um euren Glauben zu zeigen. Ihr sprecht heute für euch selbst“. Während sie das Taufversprechen erneuerten, wurden die Kommunionkerzen mit dem Osterlicht angezündet. Der Chor, verstärkt durch Lena Baumgartner mit der Flöte, sang „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“. Die Kommunionkinder waren bei der Gabenbereitung aktiv mit eingebunden, als sie zum Altar Brot und Wein brachten. Auch waren sie mit Lesung, Fürbitten und Dankgebeten in die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes mit eingebunden. Gemeinsam empfingen die Kommunionkinder zum ersten Mal den Leib Christi. Sie sind damit ein Stück weiter in die Gemeinschaft mit Gott und mit anderen Christen aufgenommen. Die außerschulische Vorbereitung hatte Pastoralreferent Max Aigner mit den Eltern übernommen. Bei der Dankandacht für diesen besonderen Tag segnete Pfarrer Christian Altmannsperger mit gebrachte Andachtsgegenstände, Kreuze, Gotteslob und Bilder.

 

Pfarrgemeinden richten sich neu aus

  1. Mai 2019 PNP Osterhofener Zeitung

Visitationsklausur im Haus der Jugend in Passau – Am 18. Oktober kommt Bischof Oster

Osterhofen. Die Vertreter von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung aus den Pfarreien Aicha, Arbing, Haardorf, Osterhofen, Thundorf und Wisselsing im Pfarrverband Osterhofen haben sich in Passau im Haus der Jugend zu einer ganztägigen Klausur versammelt, um die Visitation vorzubereiten, die heuer durchgeführt wird. Teilgenommen hat auch das Seelsorgeteam mit BGR Pfarrer Christian Altmannsperger, Pfarrvikar Pater Kuriakose, Pfarrer Werner Eckstein und Pastoralreferent Max Aigner. Visitationen sollen nach Kirchenrecht alle fünf Jahre in den Pfarreien durchgeführt werden. Dabei sollen sich die Gläubigen und die Pfarrgemeinden neu ausrichten und gemeinsam nach Wegen suchen. Dazu kann auch das Leitwort des Erneuerungsprozesses „Unser Bistum: Glaube lebt“ Grundlage sein. In einem Grußwort von Bischof Dr. Stefan Oster heißt es: „Damit Glaube lebendig bleibt, suchen wir miteinander nach Wegen der Vertiefung und Erneuerung. Jeder ist ein wichtiger Zeuge, eine Zeugin für die Lebendigkeit des Glaubens.“ Die Visitationsklausur wurde begleitet von Pastoralreferenten Ludwig Raischl und Hedwig Beier von der Gemeindeberatung. Die Ehrenamtlichen machten sich Gedanken über Liturgie, Verkündigung, Gemeinschaft und Diakonie in den Pfarreien und im Pfarrverband. Dabei kam viel Positives zum Vorschein, aber auch Defizite wurden offen angesprochen. In einem zweiten Abschnitt wurde versucht, das Evangelium des Tages auf das Leben in den einzelnen Pfarreien zu übertragen. Jeder Gläubige steht in der örtlichen Kirche für Mission und Auftrag. Dabei wurde überlegt, was bisher richtig war. Zur Sprache kamen Aktivitäten, die in den Pfarreien selbstverständlich sind: Fronleichnamsprozession, Kommunionvorbereitung, Bittgänge, Palmbuschen binden, Mitarbeit bei Renovierungsmaßnahmen, Lektorendienste, Kirchenchor. Auch in die Zukunft wurde der Blick gerichtet. „Wird es weiterhin an Sonntagen eine Eucharistiefeier in allen Pfarreien geben?“ Bei immer weniger Priestern und weniger Kirchenbesuchern sind die Sorgen groß. Früher gab es auch Wortgottesdienste, dir für eine lebendige Pfarrei eine Alternative sein könnten. Es müsse versucht werden, Jugendliche in das christliche Leben einzubinden. Nach Taufe, Eheschließung, Sterbefall soll eine engmaschige Nachbegleitung erfolgen. Menschen sollen ermutigt werden, sich in einer lebendigen Kirche einzubringen. Nur als solche habe Kirche Zukunft und könne in ihrem Bestand erhalten bleiben. Mit der Visitation wird in Zusammenarbeit mit den bischöflichen Fachstellen auch eine empirische Datenerhebung in den Pfarreien durchgeführt. Markus Sturm, bischöflicher Visitationssekretär, wird alle kirchlichen Gebäude in Augenschein nehmen. Die Ergebnisse der Klausur werden beim Pfarrverbandsabend am 17. September vorgestellt und dienen als Grundlage für weitere Gespräche. Hierbei werden Sorgen und Anliegen vorgetragen, aber auch Ideen und Pläne. Beim Visitationsbesuch am 18. Oktober gibt es dann Möglichkeit zur Begegnung und zum persönlichen Gespräch mit Bischof Dr. Stefan Oster. Es sollen sich möglichst viele Menschen am Erneuerungsprozess beteiligen. – sr

 

Rückblick auf das Vereinsjahr

Osterhofen und Umgebung 20 – OSTERHOFENER ANZEIGER – Montag, 6. Mai 2019

Jahreshauptversammlung des Tischkegelclubs: Ehrung der Jahresmeister und Neuwahlen

Der Vorstand des TKC (v.r.) mit Wahlleiter Stadtrat Robert Kröll, Stefan Weigl, Erhard Knöckl, Josef (Pepe) Weigl, Christan Weigl, Matthias Moser, Mike Wagner, Alois Jahrstorfer, Thomas Wagner, Christian Knöckl. Fotos: Schwinger

Haardorf. (rs) Der Tischkegelclub (TKC) hielt seine Jahreshauptversammlung mit Ehrung der Jahresmeister und mit Neuwahlen im Gasthaus Knöckl ab. Dazu konnte Teamsprecher Christian Knöckl viele Mitglieder, Stadtrat Robert Kröll und Vertretungen der Vereine begrüßen. Die von Christian Knöckl gestifteten Pokale erhielt als Vereinsmeister der Saison 2018/19 als Sieger nach 22 Kegelabenden mit 1561 Holz und einem Durchschnitt von 70,95 Holz Markus Knöckl. Die Plätze zwei und drei belegten Erhard Knöckl mit 1558 Holz und Johann Weigl (sing) mit 1541 Holz. Weitere Plätze belegten Christian Weigl (1505 Holz), Martin Unverdorben (1439 Holz), Martin Apfelbeck (1428 Holz), Christa Knöckl (1386 Holz), Rolf Schwinger (1327 Holz), Tom Obermeier (1248 Holz) und Hermann Unverdorben (1244 Holz). Insgesamt nahmen 64 Keglerinnen und Kegler an der Vereinsmeisterschaft teil. Im Durchschnitt waren 30 Kegler pro Kegelabend anwesend. Kassier Alois Jahrstorfer trug einen detaillierten Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer Helmut Schütz und Rolf Schwinger bescheinigten ihm eine korrekte Buchführung, worauf die Versammlung den Kassier und den Vorstand entlastete. Schriftführer Thomas Wagner gab einen ausführlichen Rückblick über das abgelaufene Vereinsjahr. Ein Höhepunkt war die Beteiligung an der Segnung der neuen Sakristei durch Bischof Dr. Stefan Oster. Der Bischof meinte, „da fast nur Männer im Verein sind, ist das wie in der Kirche. Ihr müsst ein katholischer Verein sein!“ 2018 stiftete Alois Jahrstorfer den Maibaum, der von der Dorfgemeinschaft aufgestellt wurde. Anschließend traf man sich im Hof von Weigl Pepe bei Kaffee und Kuchen, gestiftet vom Frauenbund, und Brotzeit und Bier vom TKC. Das Ziel des gemeinsamen Ausflugs mit der Feuerwehr war das Feuerwehrmuseum in Waldkraiburg und der Schemmer-Hof in Angerstorf. Einkehr wurde im Bräustüberl in Mariakirchen gehalten. Bei der Grillparty wurde der Maibaum versteigert, den Erhard Knöckl gewann. Die Dorfmeisterschaft des ESC gewann man in der Besetzung Andreas Birkeneder, Christian Knöckl, Heinrich Drasch und Thomas Wagner. Das Watter-Turnier gewann das Team Johannes Dorfmeister und Tobias Halser. Der Kirchenchor gestaltete den besinnlichen Teil der Weihnachtsfeier. Siegerin beim Weihnachtskegeln wurde Beate Knöckl vor Christa Knöckl und Sandra Birkeneder; Sieger wurde Christian Knöckl vor Ludwig Fröschl jun. und Konrad Moser. Das Er- und Sie-Kegeln gewannen Beate und Christian Knöckl. Ein weiterer Höhepunkt des Vereinsjahres war das 20. Starkbierfest im Vereinslokal. Im Mittelpunkt stand das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und „Rettet die Holzwürmer“, eine Anspielung auf den Frauenbundfasching. Der Postbote überbrachte den weltbesten Schauspielern den Haardorfer Oscar.
Führung im Team
Die anschließende Neuwahl führte Stadtrat Robert Kröll durch. Der Verein wird als Team geführt. Diesem Team gehören gleichberechtigt an Erhard Knöckl, Matthias Moser, Christian Knöckl, Mike Wagner, Christian Weigl, Josef Weigl (Pepe) und Stefan Weigl. Zum Schriftführer wurde Thomas Wagner und zum Kassier Alois Jahrstorfer gewählt. Kassenprüfer für die kommenden Jahre sind Helmut Schütz und Rolf Schwinger. Christian Knöckl bedankte sich für die rege Teilnahme am Vereinsleben und bei allen, die den Verein unterstützen. Dank gilt auch dem Team, das immer konstruktiv und kameradschaftlich zusammenarbeitet. Eine gemeinsame Bräustüberlfahrt ist mit den örtlichen Vereinen für den Frühsommer geplant. Am 15. Juni 2019 findet die Grillparty vor dem Weigl-Stadl statt.

 

Tag der Verbundenheit, Trauer und Mahnung

Osterhofen und Umgebung 21 – OSTERHOFENER ANZEIGER – Montag, 6. Mai 2019

Kriegerjahrtag in Haardorf: Gedenken und Kranzniederlegung – Ehrung von Adi Schweiger

Kirchenzug der Vereine.Foto: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Der Krieger-, Soldaten- und Reservistenverein Haardorf und Umgebung hielt traditionell am ersten Maisonntag seinen Jahrtag. Im Hof des Vereinslokals Knöckl begrüßte erster Vorsitzender Adi Schweiger die Abordnungen der Vereine, als Vertreter der Stadt Osterhofen zweiten Bürgermeister Thomas Etschmann und Stadtrat Robert Kröll, die Fahnenmutter Martina Brandl und vom Kreisverband der BKV Bernhard Zitzelsberger. Angeführt von der Vilstaler Blasmusik machten sich Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Haardorf und Aicha, des Patenvereins KSV Thundorf, des oberösterreichische Kameradschaftsbundes Oftering, der Reservistenkameradschaft Haardorf/Aicha sowie der KRK Moos auf zum Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin. In der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal sprach Pfarrvikar Pater Kuriakose für die gefallenen und vermissten Soldaten, für getötete Zivilisten, für die Opfer von Terror und Gewalt und für die verstorbenen Mitglieder Gebete und Fürbitten. Anschließend segnete er das Kriegerdenkmal. In seiner Ansprache zum Jahrtag stellte Vorsitzender Adi Schweiger fest, dass die Erinnerung an die Kriegstoten stetig abnehme. Der Gedenktag sei ein Zeichen der Verbundenheit, der Trauer und der Mahnung für die vielen Toten. „Es ist ein Moment des Innehaltens, der Einkehr und des Mitfühlens mit denen, die familiäre Verluste zu tragen hatten“, betonte Schweiger. Der Jahrtag sei eine moralische Verpflichtung den Toten gegenüber. „Die Erinnerung mahnt und lehrt uns, für dauerhaften Frieden und für die Gerechtigkeit einzustehen.“ Schweiger erzählte zudem eine Episode aus dem Zweiten Weltkrieg, als eine Frau furchtbare Angst empfand, als sie in einem Güterwagon deponiert wird. Ein Rabbi, selbst von Angst gelähmt, erinnerte an den Auszug aus Ägypten, als die Israeliten in das Meer hineingehen mussten. Und es geschah ein Wunder, als sich das Meer teilte. Genauso erging es vielen Soldaten, die in den Krieg ziehen mussten und nicht mehr nach Hause kamen. Das Erinnern an die Eltern, Geschwister, Freunde und die Heimat hat so manches Wunder geschaffen. Es gab Hoffnung auf eine Heimkehr. Trotzdem seien viele Menschen mit der Erinnerung an die Heimat gefallen und gestorben. Sie wurden vernichtet, nicht aber ihre Hoffnung. Als Zeichen des Einsatzes für Frieden und Freiheit stellte Adi Schweiger am Kriegerdenkmal eine bunte Blumenschale ab. Die Musikkapelle spielte zu Böllerschüssen und den Ehrbezeugungen das Lied vom guten Kameraden. Die Ehrenwache stellte am Kriegerdenkmal von der Reservistenkameradschaft Günther und Josef Zauner, Josef Ammerseder und Erwin Fredl.
Ehre, wem Ehre gebührt
Nach dem Festzug wurden im Hof des Vereinslokals Knöckl im Beisein von stellvertretendem Bürgermeister Thomas Etschmann durch den Vorsitzenden Adi Schweiger die Kameraden Siegfried Hehenberger und Gerhard Reichard, vom oberösterreichischen Kameradschaftsbund Oftering, mit dem Tätigkeitsabzeichen freiwilliger Reservistenarbeit in Gold ausgezeichnet. Aus den Händen von Kreisvorsitzenden des BKV Bernhard Zitzelsberger wurde Vorsitzender Adi Schweiger mit der Jubiläumsmedaille für 50 Jahre Mitgliedschaft im Krieger- und Soldatenverein, für 30 Jahre Engagement in der Vorstandschaft und für 20 Jahre als Vorsitzender ausgezeichnet. Nachträglich gratulierte der OÖKB Oftering Adi Schweiger zum 70. Geburtstag. Es schloss sich ein gemütliches Beisammensein mit gemeinsamen Essen an.