Haardorf und Mühlham

2 Dörfer eine Gemeinschaft

Zu Gast in der Kreuzbergkirche

Osterhofen und Umgebung – Donau-Anzeiger – Montag, 25.07.2022

(Foto: Rolf Schwinger )

Osterhofen. (rs) Der Ausflug des Dekanates Freyung-Grafenau führte dieses Jahr an die Donau. Mit dabei waren einige Pfarrer und pastorale Mitarbeiter, deren frühere Wirkungsstätte im Dekanat Osterhofen war. Pfarrer Klaus Hoheisel war Seelsorger in den Donaupfarreien, bevor er nach Neureichenau ging, Konrad Eichinger war Kaplan im Pfarrverband Osterhofen, Tobias Keilhofer Priesteramtskandidat in der Nachbarpfarrei Isarhofen. Gemeindereferentin Nadine Blöchinger ist nun in der Pfarrei Spiegelau beschäftigt. Mit dabei waren auch Dekan Magnus König und die Dekanatsratsvorsitzende Hanna Seidl aus Waldkirchen. Besonders freute sich Emil Dragula, wieder nach Haardorf zu kommen. Nach einem Besuch der Rokokokirche Himmelfahrt Mariens und Hl. Quirin in Thundorf konnte ein Übersetzen mit der Fähre nach Niederalteich wegen Reparaturarbeiten und Niedrigwasser nicht durchgeführt werden. Weiter ging es zur barocken Asambasilika in Altenmarkt, wo im nahe gelegenen Gasthaus auch Mittagspause war. Auf dem Kreuzberg in Haardorf beteten und sangen die Teilnehmer in und vor der Arkadenhalle die Vesper, die Pfarrer Josef Huber vorbereitet hatte. Pfarrer Hoheisel erzählte von der Geschichte der Kreuzbergkirche und vom Wallfahrtsort. Ergänzt wurden die Ausführungen von Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Alois Dorfmeister.

Aicha hatte das beste Zielwasser

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger- Samstag, 16.07.2022

50 Jahre Gebietsreform: ESC organisierte Turnier für Stockschützen

Alle Spielerinnen und Spieler mit erstem Vorsitzenden Karl-Heinz Schläger (r.). Foto: Rolf Schwinger

 

Haardorf. (rs) Da in diesem Jahr 50 Jahre Gebietsreform gefeiert wird, organisierte der ESC ein Turnier für die ehemalige politische Gemeinde Aicha mit den Ortschaften Aicha und Haardorf. Hinzu kam die kirchliche Filiale Niedermünchsdorf, die zur Pfarrei Aicha gehört. Von der Ortschaft Thundorf konnte keine Mannschaft gestellt werden. Um das Teilnehmerfeld aufzufüllen, beteiligte sich auch eine Frauenmannschaft des ESC. Bei idealen sommerlichen Bedingungen konnte Vorsitzender Karl-Heinz Schläger dazu Schirmherrn Georg Weigl aus Niedermünchsdorf und Stadtrat Robert Kröll aus Haardorf mit den Schützinnen und Schützen auf der Asphaltanlage am Ende der Kreuzbergstraße begrüßen. In einer Doppelrunde wurde der Sieg ausgeschossen. Da alle Amateure sind, verfehlte der eine oder andere Stock das anvisierte Ziel. Das Auge reichte oft nicht mehr aus, wenn es um Zentimeter oder auch weniger ging. Da musste dann das Maßband verwendet werden, um den Stock zu benennen, der näher an der Daube ist. In der Pause gab es Getränke und vom Grillmeister Robert Kröll Würstl- und Bratensemmeln. Nach manch engen Kämpfen nahm Vorsitzender Karl-Heinz Schläger die Siegerehrung zusammen mit Schirmherrn Georg Weigl und Stadtrat Robert Kröll vor. Mit 2,17 Stockquote den Sieg gesichert Sieger wurde die Dorfgemeinschaft aus Aicha mit den Schützen Andreas Birkeneder, Josef Pleintinger, Kurt Schäffer und Josef Hötzinger mit 10: 2 Punkten und einer Stockquote von 2,17. Die Frauenmannschaft des ESC mit Ernestine Schläger, Christa Haslinger, Reserl Duschl und Siegfried Baumgart belegte den zweiten Platz mit 8: 4 Punkten und einer Stockquote von 1,29. Die Haardorfer Mannschaft mit Josef (Pepe) Weigl, Johann Weigl (Sing), Hans Gerstl und Karl-Heinz Schläger wurde Dritter. Sie konnten zwei Siege aufweisen und erreichten eine Stockquote von 0,64. Die Niedermünchsdorfer Filialkirchenmannschaft kam nicht über den vierten Platz, obwohl sie mit Helmut Zillinger, Michale Wagner, Andreas Schweizer, Reinhard Wagner, Stefan Schwarzhuber und Christian Kriegl sechs Spieler einsetzten. Sachpreise gab es in verschiedenster Zusammenstellung von Brot, Essiggurken, Schinkenwurst, Fünf-Liter-Bierfässchen, Käse und Senf zum Aussuchen. Worte des Dankes richteten Schirmherr Georg Weigl und Stadtrat Robert Kröll an die Spieler für ihre Fairness und den Gemeinschaftsgeist und an den ausrichtenden Verein ESC Haardorf für die gelungene Idee, an die Gebietsreform zu erinnern. Gerne blieb man noch gemütlich beisammen, freute sich über den persönlichen Erfolg und ließ die eine oder andere Spielszene Revue passieren.

Wechsel an der Spitze im Dekanatrat

Osterhofen und Umgebung – Donau-Anzeiger – Mittwoch, 13.07.2020

Konstituierende Sitzung: Stephan Denk löst langjährigen Vorsitzenden Rolf Schwinger ab

Abschied nach mehr als zwei Jahrzehnten: (v.l.) Dekan Heinrich Blömecke, Josef Drasch, stellvertretende Diözesanratsvorsitzende Hanna Seidl, Rolf Schwinger.

 

Altenmarkt. (rs) Im Dekanatrat ist eine Ära zu Ende gegangen. 24 Jahre war Rolf Schwinger aus Haardorf Vorsitzender. Unterstützung fand er bei seinem Stellvertreter Josef Drasch. Bei der konstituierenden Sitzung des Dekanatsrates für das Dekanat Osterhofen-Hengersberg ist nun Stephan Denk aus Niederalteich ins Amt des Dekanatsratsvorsitzenden gewählt worden. Ins Pfarrheim Altenmarkt gekommen waren die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und Pfarrer aus den Pfarreien. Dekan Heinrich Blömecke erinnerte im Totengedenken an die verstorbenen Priester. „Lorenz Rauschecker, Gotthard Würzinger, Otto Egger, Anton Pius Vollath und Werner Eckstein haben es verstanden, mit Geduld und Zuversicht mit dem Glauben an Gott Hoffnung für das Leben zu geben“, betonte Blömecke. Die Herausforderungen für die Kirche würden in schwierigen Zeiten immer vielfältiger. Trotzdem hätten sich noch viele Frauen und Männer gefunden für den Pfarrgemeinderat zu kandidieren und in den Pfarreien Aufgaben zu übernehmen. „Rolf Schwinger aus Haardorf und Josef Drasch aus Schwanenkirchen haben sich im Dekanat mit langem Engagement in diesem Ehrenamt eingebracht“, lobte der Dekan zwei langjährige Vorsitzende. Blömecke hob hervor, dass sie kritisch, aber auch loyal, mit persönlichem Einsatz Mitgestaltung und Verantwortung übernommen haben. Für 24 Jahre als Vorsitzender erhielt Rolf Schwinger ein Dankschreiben von Bischof Stefan Oster für „den großen Einsatz, Ideenreichtum und Geschick“ im Dekanat Osterhofen. „Dabei war es stets ein wichtiges Anliegen, die Verantwortung der Laien in den Pfarreien zu stärken und die Zusammenarbeit zu fördern.“ Josef Drasch führte von 1990 bis zur Zusammenlegung der Dekanate 2010 das Dekanat Hengersberg. Im neu geschaffenen Dekanat mit Osterhofen und Hengersberg übernahm er das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden für die vergangenen zwölf Jahre. Für den langjährigen persönlichen Einsatz überreichte Dekan Heinrich Blömecke den scheidenden Vorsitzenden Rolf Schwinger und Josef Drasch als Zeichen des Dankes ein Buchpräsent. Die Türe öffnen für neue Erfahrungen Es waren Dankurkunden für alle Mitglieder im Dekanatsrat der letzten vier Jahre vorbereitet. Auf diesen sind alle Türen der Pfarrkirchen des Dekanates abgebildet. Rolf Schwinger nahm dies in seinem Rückblick auf. „Vor 24 Jahren wusste ich nicht, was mich nach dem Öffnen einer Türe erwartet“, so Schwinger. „Es gab viel Schönes, Neues, aber auch Renovierungsbedürftiges und Erneuerbares. Wünsche, die man hatte, gingen nicht immer in Erfüllung.“ Als Höhepunkte dieser Zeit bezeichnete er den Besuch von Papst Benedikt in Altötting, die Dekanatswallfahrten links und rechts der Donau oder der Rückblick auf das II. Vatikanische Konzil mit der Aufbruchsstimmung. „Es gab viele gute Gespräche in dieser Zeit, aber auch manchmal Enttäuschungen“, resümierte Schwinger. Nach diesen Jahren ist es nun Zeit wieder hinauszugehen und einem anderen die Möglichkeit zu eröffnen, hineinzugehen und den Vorsitz zu übernehmen. Josef Drasch zeigte in seinem Rückblick auf, dass es positive Ansätze in der Kirche gebe, die aber nicht immer für eine Aufbruchsstimmung reichen. Die gesamtkirchliche Lage schüre Verdrossenheit bei den Gläubigen. Drasch gab den Rat, sich nicht entmutigen zu lassen. Wichtig sei der persönliche Glaube an Gott und die Arbeit in den einzelnen Pfarreien. Anschließend überreichten Rolf Schwinger und Josef Drasch an die Mitglieder des Dekanatsrates für die Zeit von 2018 bis 2022 Dankurkunden. Mitgestaltung der Kirche vor Ort Stellvertretende Vorsitzende des Diözesanrates Hanna Seidl dankte allen, die in den Pfarreien des Dekanates ehrenamtliche Aufgaben übernommen haben. „Sie leisten damit einen Beitrag zur pastoralen Mitgestaltung der Kirche vor Ort.“ Der Dekanatsrat sei ein Bindeglied zwischen den Ortskirchen und den Organisationen im Bistum. Das Dekanat könne vier Delegierte in den Diözesanrat zu den Versammlungen entsenden. Um sich im neu konstituierten Dekanatsrat kennenzulernen, stellten sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden namentlich vor. Nach großer Überzeugungskraft durch die Mitglieder der Versammlung, konnte Stephan Denk aus Niederalteich für das Amt des Dekanatsratsvorsitzenden gewonnen und gewählt werden. Zur Schriftführerin wurde Ruth Neubauer aus Altenmarkt gewählt. Weitere Mitglieder in der Vorstandschaft sind Maria Bauer aus Wallerdorf und Renate Schmid aus Gergweis. Das Amt des zweiten Vorsitzenden ist noch vakant. Die Delegierten forderten unter „Wünsche und Anträge“ mehr Anerkennung für die ehrenamtliche Mitarbeit in den Pfarreien. Durch deren Engagement gebe es viele Aktivitäten in den Kirchen vor Ort. „Nur so kann es noch Leben und Glauben geben“, so der O-Ton. Es sei nicht immer leicht, dafür Mitstreiter zu finden.

 

Gickerl, Würstl und gute Laune

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Dienstag, 21.06.2022

Volles Haus bei der Grillparty der Haardorfer Tischkegler im Weigl-Stadl

Bei der TKC-Grillparty blieb kein Platz ungenutzt und die Kinder tobten in der Hüpfburg. Foto: Rolf Schwinger

 

Haardorf. (rs) Ideales Wetter war für die erste Grillparty nach Corona im Dorf gegeben. Eingeladen hatte der Tisch-Kegel-Club (TKC) in den neuen Weigl-Stadl. Sehr viele Besucher waren schon zeitig gekommen, um noch einen der knusprigen, fein gewürzten Gickerl zu bekommen. Am Grillstand gab es Würstl mit Kraut und für die Kinder auch krosse Pommes mit Ketchup. Am Käsestand wurde geschnitten und geschnitten, dass zeitweise die Maschine heiß lief. Eine große Breze ging immer. Christian Knöckl, verantwortlich für die Ausrichtung der Grillparty , konnte viele Gäste charmant und mit Witz begrüßen. Sie waren gekommen aus Aicha, Mühlham, Niedermünchsdorf, Osterhofen und Haardorf. Ein besonderer Gruß galt den Vertretern der Vereine und Stadtrat Robert Kröll. Dank sprach er Hans Schröck für die Kostenübernahme der Hüpfburg aus. Viele Kinder tobten, hüpften und rutschten darin ohne Pause. Obwohl kein Maibaum versteigert wurde, war die Stimmung ausgezeichnet. Da der Aufenthalt bei der Grillparty nicht von Mücken gestört wurde, zog es keinen so richtig nach Hause. Zu späterer Stunde wurde die Bar eröffnet. Ein Muss vor allem für die jungen Leute und solche, die es sein wollten. Natürlich ist so ein Dorffest auch eine Börse für Neuigkeiten und eine Schmiede für künftige Veranstaltungen.

Gelungenes Weißwurstfrühstück der Frauengemeinschaft

Osterhofen und Umgebung – Donau-Anzeiger – Samstag, 18.06.2022

Haardorf. (rs) Die Frauengemeinschaft Haardorf veranstaltete im Jugendheim „Alte Schule“ nach der Fronleichnamsprozession ein Weißwurstfrühstück. Nach der anstrengenden Prozession von der Pfarrkirche ins obere Dorf war es ein willkommener Anlass zur Einkehr. Sehr viele Gäste waren in das ehemalige Klassenzimmer gekommen, um seinen Durst zu löschen und Weißwürste zu genießen. Die Tische waren wunderbar geschmückt, kleine Brezen und bunte Wiesenblumen. Persönlich konnte Teamsprecherin Kaplan Matthias Zellner, Stadtrat Robert Kröll, Kirchenpfleger Johann Weigl, Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Alois Dorfmeister jun. und den ältesten Dorfbewohner Johann Schöck begrüßen. Auch Abordnungen der Vereine waren gekommen. Jeder hatte seine eigene Technik, wie er die Haut der Weißwurst entfernte. Es soll sogar welche gegeben haben, die die Weißwurst „auszuzelten“. Eine Breze und süßer Senf gehörte natürlich dazu. Manche wollten lieber Wiener Würstchen. Es gab genügend alkoholische und alkoholfreie Getränke, die bei der Hitze gerne konsumiert wurden. Dies war die erste Möglichkeit, um nach zwei Jahren Corona-Einschränkungen im Dorf wieder zusammenzukommen und zu feiern. Es gab vieles über Vergangenes zu erzählen. Auch Pläne wurden geschmiedet. Schon am heutigen Samstag will man sich abends wieder bei der Grillparty des Kegelvereins im Weigl-Stadl treffen. Foto: Rolf Schwinger

„In uns und durch uns wirkt Gott“

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Samstag, 18.06.2022

Nach zwei Jahren wieder möglich: Fronleichnamsprozessionen in den Pfarreien

Prozessionszug der Pfarrei Haardorf-Mühlham. Fotos: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Nach zwei Jahren Pause konnten die Gläubigen wieder ein Fronleichnamsfest mit Prozessionen zu vier geschmückten Altären, die alle Himmelsrichtungen anzeigen, feiern. Fronleichnam, das Hochfest des Leibes und Blutes Christi, ein Tag an dem an das Abendmahl mit Jesus erinnert wird. In Haardorf zelebrierte Kaplan Matthias Zellner in der Pfarrkirche St. Martin den feierlichen Gottesdienst. Das Gotteshaus war festlich geschmückt mit Lindenzweigen. Die Fähnriche der Freiwilligen Feuerwehr und des Krieger- und Soldatenvereins nahmen mit ihren Fahnen Platz im Altarraum. In seiner Predigt ging Zellner auf die Entstehung des Fronleichnamsfestes ein. Durch die Anerkennung des Blutwunders von Bolsena im Jahre 1263 durch Papst Urban IV wurde Fronleichnam zu einem Fest der Gesamtkirche erhoben. Die Gegenwart Jesu Christi wird im Sakrament der Eucharistie gefeiert. Nach katholischem Glaubensverständnis ist Jesus in den Gestalten von Brot und Wein in der Eucharistie tatsächlich anwesend. Ein kleines Stück Brot wird durch die Ortschaft getragen. Dabei bitten die Gläubigen Gott um den Segen für das Leben im Allgemeinen, die Lebensorte und für die Menschen, die ihnen am Herzen liegen. Feuerwehr trägt „Himmel“ Die Prozession, abgesichert von Kameraden der Feuerwehr, ging bei sonnigem Wetter von der St. Martinskirche in das obere Dorf. Kameraden der Feuerwehr trugen den „Himmel“, darunter Kaplan Matthias Zellner mit der Monstranz und dem Leib Christi, begleitet von allen Ministrantinnen und Ministranten. Die Gläubigen beteten und der Kirchenchor gestaltete mit Liedern die Gebetsstationen mit. Die örtlichen Vereine wie Frauengemeinschaft, Krieger- und Soldatenverein und Freiwillige Feuerwehr beteiligten sich mit ihren Abordnungen. Die Altäre waren von den Familien Unverdorben, Dorfmeister, Pirkl und Weigl wunderbar geschmückt worden. An den Altären wurden Evangelien gelesen und der Segen Gottes erteilt. Nach der Rückkehr in die St. Martinskirche fand das Fest mit dem „Tantum ergo“, dem Lied „Großer Gott“ und dem großen Segen seinen feierlichen Abschluss.