Haardorf und Mühlham

„Ein Ton in Got­tes Me­lo­die“

Osterhofen und Umgebung 21 – DONAU-ANZEIGER                      Montag, 23. April 2018

Sie­ben Erst­kom­mu­ni­on­kin­der der Do­naup­far­rei­en nah­men Platz am Tisch des Herrn

Die Kommunionkinder der Donaupfarreien mit Pfarrer Christian Altmannsperger. Fotos: Rolf Schwinger

 

Haardorf. (rs) Bei strahlendem Sonnenschein zogen sieben Kommunionkinder aus den Donaupfarreien mit ihren Eltern, den Ministranten und Pfarrer Christian Altmannsperger vom Feuerwehrhaus zur Pfarrkirche St. Martin. Sie wurden mit Glockengeläut und dem Eingangslied vom mit Jugendlichen erweiterten Kirchenchor unter Leitung von Christian Weigl begrüßt. Die Kommunionkerzen wurden vor dem Altar angeordnet, in dessen Mitte die Osterkerze stand. Ganz andächtig, einheitlich in Alben gekleidet, nahmen die Mädchen und Buben Platz. Um den Gedanken „Ein Ton in Gottes Melodie“ kreiste die Predigt von Pfarrer Christian Altmannsperger. Er brachte eine Stimmgabel mit, an dessen Ton sich die Sänger im Chor orientieren, „damit kein Katzengejammer, sondern eine schöne Melodie entsteht“. Die Heilige Schrift sei ein guter und richtiger Grundton, der von Gott in die Schöpfung hineingelegt worden ist. „Es ist immer schwieriger den Ton Gottes oder gar Gottes ganze Melodie zu hören.“ Dazu erzählte Pfarrer Altmannsperger die Geschichte von einem Indianer und einem Europäer, der diese Tatsache zum Ausdruck brachte: Der Indianer hört in der Weltstadt New York das feine Zirpen einer Grille, der Europäer nur den Krach und Lärm der Autos. Nach einiger Zeit lässt der Indianer im Gewühl einen Dollar fallen. Bei diesem Klang zuckt der Europäer zusammen, der den Aufschlag deutlich vernommen hatte. „Beim Klang des Geldes reagierst du, aber für das Lied einer kleinen Grille fehlt dir das Gehör.“ So hätten viele Menschen im Alltag eben nicht mehr Zeit auf Gottes Melodie zu hören und ihn zu suchen. Der Grundton Gottes sei die Liebe. „Mit allen Kräften, aus ganzer Seele und aus ganzem Herzen sollen wir die Liebe Gottes hören und spüren. Jesus möchte, dass du dich von seiner Liebe erfassen lässt, um sie dann in die Welt und in dein Leben einzubinden“, gab Pfarrer Altmannsperger den Kommunionkindern mit auf den Weg. „Bei der Taufe trugen stellvertretend für euch der Pate und die Eltern die Kerze. Heute seid ihr selbst gekommen, um euren Glauben zu zeigen. Ihr sprecht heute für euch selbst.“ Während sie das Taufversprechen erneuerten, wurden die Kommunionkerzen mit dem Osterlicht angezündet. Die Kommunionkinder waren bei der Gabenbereitung aktiv mit eingebunden, als sie zum Altar Brot und Wein brachten. Gemeinsam empfingen die Kommunionkinder zum ersten Mal Leib und Blut Christ. Sie sind damit ein Stück weiter in die Gemeinschaft mit Gott und mit anderen Christen aufgenommen. Es sind dies aus Thundorf Piotr Fusiarz, aus Aicha an der Donau Quentin Sigl und Simon Stauber und aus Haardorf Lena Klarl, Luisa und Tobias Roos und Justin Saller. Die außerschulische Vorbereitung hatte Pastoralreferent Max Aigner mit Tischmüttern übernommen. Bei der Dankandacht überreichte Pfarrer Christian Altmannsperger den Kommunionkindern zur Erinnerung an diesen besonderen Tag ein Bild der neu renovierten Haardorfer Pfarrkirche.

 

 

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