Haardorf und Mühlham

Ein Highlight nicht nur für die Dorfgemeinschaft

Quelle: Mediengruppe Attenkofer, Ausgabe Donau-Anzeiger (Osterhofen und Umgebung) vom Dienstag, 03,02.2026. Autor Rolf Schwinger

Faschingsball der Frauengemeinschaft: Einakter, Tanzeinlagen und eine rauschende Partynacht

Strapaze für die Lachmuskeln: Besuch auf den Bahamas am Meer von den Bewohnern des Altenheims. Fotos: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Zum traditionellen Fasching der Frauengemeinschaft unter dem Motto „Von der Donau bis zur Reeperbahn – Haardorf feiert hemmungslos“ begrüßte Claudia Unverdorben in ihrem glitzernden Outfit zusammen mit ihrem Team sehr viele Gäste. Armin Zitzelsberger gelang es durch die richtige musikalische Mischung vom Walzer bis zum Beat, mit stimmungsvollen Schunkelliedern immer die Tanzfläche zu füllen. Dazu haben auch die einstudierten Sketche beigetragen. Mit großen Abordnungen waren die Thundorfer Frauen, die Frauengemeinschaft Kirchdorf, die aktiven Dorffrauen aus Aholming und der Frauenbund Langenisarhofen gekommen. Auch die örtlichen Gruppierungen wie der Seniorenclub, die „alte“ Landjugend und der Tischkegelverein waren vertreten. Am weitesten angereist waren Lydia und Martin aus München. Entsprechend dem Motto waren die Besucher mit Dirndl, Matrosen-Outfits und fantasievollen Masken gekleidet.

Die Stimmung im vollbesetzen Knöckl-Wirtshaus wurde durch den Sketch „Die Kegler und der Kofferkauf“ weiter angeheizt. Die Kegler Mo und Mike haben sich in den Kopf gesetzt nach Hamburg in die Herbertstraße einen Abstecher aus dem ruhigen Haardorf zu machen. Die Verkäuferin Barbara Jahrstorfer hat die schwierige Aufgabe den Keglern (Tamara Schwarzhuber und Simone Wagner) einen passenden, sehr großen Koffer zu verkaufen. Die Ansprüche wurden immer höher geschraubt. Nachdem sich bei der irren Annahme zuletzt herausgestellt hatte, dass die Koffer nicht mit vielen Utensilien für die Reeperbahn gefüllt sind, haben sie davon Abstand genommen und sind von dannen gezogen.

Tolle Preise und ausgelassenes Amüsement

Zwischendurch wurden Lose für viele wertvolle Preise verkauft. Die Glücksfee Lydia konnte viele Gewinner mit Beauty- und Styling-Produkten, Gutscheinen, Bier-Sixpacks, Schlehenfeuer, Alpenveilchen, Honig aus Haardorf und Mühlham, Wasserkaraffen oder verschiedenstem süßen Gebäck glücklich machen.

Für einen weiteren Lacher sorgten die Rentnerin Erika (Claudia Unverdorben) und der Rentner Erich (Martina Brandl). Sie haben ihr Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt. Aber die Rente reicht hinten und vorne nicht. So suchen sie sich einen gut bezahlten Nebenjob über die Zeitung, werden fündig und gründen ihr Unternehmen „Telefonsex mit Erich und Erika“. Für anfängliche 1,90 Euro pro Minute bieten sie Beschimpfungen, Sauereien und Gestöhne an. Das Angebot läuft dank Youtube und facebook immer besser. Bald haben sie das Geld für einen Ortswechsel zusammen. Sie verlagern ihren Geschäftssitz auf die Bahamas am Meer. Hier können sie sich von Mariele Moser und Julia Donnerbauer bedienen lassen. Sogar ihre Freunde aus dem Seniorenheim können sie einladen, die Probleme mit einem Überbein, der künstlichen Hüfte, dem Knie oder dem Rücken haben. Die Senioren Hanna Baumgartner, Anna Wagner, Franziska Brandl und Sophia Wagner reisen an – genügend Futter also, um die Lachmuskeln der Faschingsbesucher hart auf die Probe zu stellen. Als Erzählerin beim gefeierten Einakter fungierte Annemarie Krenn, für den Sound war Daniela Rätzer verantwortlich.

Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt mit einem Mix von Disco-Hits. Einen fetzigen Auftritt legten die Tänzerinnen (Sandra Baumgartner, Franziska Brandl, Regina Weigl, Barbara Jahrstorfer, Daniela Rätzer und Annemarie Krenn unter der Anleitung von Claudia Unverdorben) in ihren stilvollen Outfits als Madame Rouge hin. Zuletzt wurden noch die Boys vom Kegelclub mit einbezogen und konnten ihr Können auf der Tanzfläche zeigen.

Die Tanzfläche bot für jedes Alter verschiedenste Möglichkeiten, sich auszutoben. Bei diesem unterhaltsamen Abend gab es viele Leckerbissen für die Lachmuskeln und Augen. Bis früh in den Morgen wurde das Tanzbein geschwungen. Für alle die gekommen waren, war der Fasching der Frauengemeinschaft ein Highlight für die Dorfgemeinschaft.

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