Quelle: Mediengruppe Attenkofer, Ausgabe Donau-Anzeiger (Osterhofen und Umgebung) vom Mittwoch, 10.06.2026. Autor Rolf Schwinger
Elf Jugendliche empfingen in Osterhofen das Sakrament der Firmung

Generalvikar Josef Ederer besiegelte mit Chrisam die Firmung bei Jakob Vaitl mit seiner Patin Lea Eberhardt. Assistiert wurde ihm von Diakon Frater Symeon-Maria Fiegler OSB (r.). Fotos: Rolf Schwinger
Osterhofen. (rs) Großer Tag für elf Firmlinge in der Pfarrkirche Hl. Kreuz-Auffindung: In einem festlichen Kirchenzug zogen Jugendlichen mit ihren Paten zusammen mit dem liturgischen Dienst vor Kurzem in das Gotteshaus ein. Als Firmspender war Generalvikar Domkapitular Josef Ederer gekommen. Musikalisch gestaltete der Projektchor des Pfarrverbandes unter der Leitung von Sabine Sedlmeier den Gottesdienst. Den Lektorendienst übernahmen Gemeindereferentin Birgit Stuiber, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sylvia Göde und die Firmlinge, die die Lesungen und die Fürbitten vortrugen. Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten verkündete Diakon Frater Symeon-Marie Fiegler OSB im Evangelium.
Mut zeigen und aufstehen
„Wann warst du das letzte Mal mutig?“, fragte Generalvikar Josef Ederer am Anfang der Predigt die Firmlinge. In diesen Zeiten brauche es Mut aufzustehen, zu reden und zu handeln. In Zeiten der Krisen und Herausforderungen herrsche vielfach Angst, Ungewissheit und Unsicherheit. Man könne Konflikte in Kriegen auskämpfen bis alles kaputt und zerstört sei. „Aber durch Mut, Besonnenheit und wahre Größe ist es möglich, einen Neuanfang und Versöhnung zu wagen“, so Ederer. Die Firmlinge stünden am Anfang des Erwachsenwerdens. Sie seien umworben und Hoffnungsträger in einer herausfordernden Zeit. Wertvorstellungen, Wertesysteme und sogar die Demokratie seien brüchig geworden. „Gott schenkt euch in der Firmung in besonderer Weise die Kraft des Heiligen Geistes. Er soll euch stärken, dass ihr in eurem Gewissen Gutes und Böses unterscheiden könnt.“ Ederer rief die Firmlinge auf „Hab Mut, steh auf! Und gestalte die Zukunft mit, Kirche und Welt.“ Dazu sei es notwendig Möglichkeiten, Fähigkeiten und Talente für eine bessere, gerechtere und friedlichere Welt einzusetzen. Bezug nehmend auf das Gleichnis von den Talenten zeigte Generalvikar Ederer auf: „Entscheidend ist, nicht wie viele Talente du einsetzt, sondern wie du diese einsetzt.“
Persönliche Worte
Es schloss sich das Taufversprechen an, bevor jeder einzelne Firmling mit seinem Paten vor den Firmspender trat. Mit der Handauflegung und Salbung mit Chrisam wurde die Firmung besiegelt. Assistiert wurde Ederer von Diakon Frater Symeon-Maria Fiegler OSB. Es schloss sich eine kurze Unterhaltung mit jedem Firmling an. So fragte der Firmspender den Firmling Jakob Vaitl mit seiner Patin Lea Eberhardt nach seinen Zukunftsplänen. „Ich möchte Polizist werden und mich ehrenamtlich bei der örtlichen Feuerwehr und bei der Wasserwacht einbringen“, antwortete Jakob. Worte des Dankes sprach Stadtpfarrer Domkapitular Christian Altmannsperger allen aus, die an der Vorbereitung und Gestaltung der Feier mitgewirkt hatten. Für die Firmvorbereitung im Pfarrverband Osterhofen war Diakon Frater Symeon-Maria Fiegler OSB aus der Benediktinerabtei Niederaltaich verantwortlich. „Großer Gott wir loben dich“ war zu diesem feierlichen Gottesdienst das passende Schlusslied. Beim Stehempfang zwischen Pfarrkirche und Stadtbücherei, dessen Ausschank der Pfarrgemeinderat übernommen hatte, gab es die Möglichkeit, mit dem Firmspender und den Geistlichen ein Erinnerungsfoto zu machen und ins Gespräch zu kommen. Die Firmlinge des Jahres 2026 aus dem Pfarrverband Osterhofen und der Nachbarpfarrei: Pfarrei Hl. Kreuz-Auffindung Osterhofen: Justus Philipp und Luisa Felicitas Karsten, Angelina Gerstberger, Karlo Spoljar, Julian Troidl; Expositur Haardorf St. Martinianus: Jakob Vaitl, Emily Schmid; Expositur Arbing St. Michael: Anton Kröll, Bastian Pirkl; Filialkirche Niedermünchsdorf St. Hyppolit: Alessa Ranner, Pfarrei Altenmarkt St. Margareta: Johannes Mutz.