Haardorf und Mühlham

2 Dörfer eine Gemeinschaft

Um den Wanderpokal gekämpft

Osterhofen und Umgebung 21 – OSTERHOFENER ANZEIGER – Montag, 20. Mai 2019

Vier Mannschaften bei der Vereinsmeisterschaft des Eisstockclubs

Die teilnehmenden Mannschaften. Foto: Schwinger

Haardorf. (rs) Am Wochenende fand auf dem Vereinsgelände des Eisstockclubs (ESC) die Vereinsmeisterschaft statt. Dazu konnte Vorsitzender Karl-Heinz-Schläger viele Teilnehmer auf der Asphaltanlage am Ende der Kreuzbergstraße begrüßen. Es beteiligten sich vier Mannschaften, dessen Teilnehmer zusammengelost wurden. Die Klasse einer Mannschaft zeigte sich in der sportlichen Beständigkeit. Manchmal war auch etwas Glück dabei. Bei der Platzierung der Mannschaft entschied bei Gleichstand nicht nur der Punktestand, sondern auch die Stockquote. Die Stockschützen waren vom Wettergott begünstigt. Bis zur Siegerehrung fiel kein Tropfen Regen. In einer spannenden Doppelrunde wurde die Mannschaft Ernestina Schläger, Klaus Maidl, Rupert Erndl und Andreas Birkeneder mit 10: 2 Punkten und einer Stockquote von durchschnittlich 1,97 Sieger. In Anwesenheit von Schirmherrn Georg Weigl und Stadtrat Robert Kröll überreichte Vorsitzender Karl-Heinz Schläger den Wanderpokal und ein kleines Präsent. Den zweiten Platz erreichte die Mannschaft mit Roswitha Friedl, Siegfried Baumgart, Josef Pleintinger und Johann Haslinger mit 6: 6 Punkten und der besseren Stockquote von durchschnittlich 1,44 vor den Drittplatzierten Roswitha Erndl, Jana Baumgart, Josef Hötzinger und Karl-Heinz Schläger. Den nächsten Platz belegten Theresia und Josef Duschl, Josef Sterr und Uwe Breit. Georg Weigl und Robert Kröll lobten den sportlichen Einsatz der Teilnehmer und die Bereicherung des Dorflebens. Es schloss sich ein gemütliches Beisammensein bei einer deftigen Brotzeit an.

Maibaum zur Diamantenen Hochzeit

Osterhofen und Umgebung 30 – OSTERHOFENER ANZEIGER – Samstag, 4. Mai 2019

Haardorf. (rs) Die Haardorfer Dorfmitte ziert wieder ein schmucker Maibaum. Am Vortag wurde die Fichte gefällt, entrindet und in den Hof des Knöckl-Wirtes gebracht, wo er von Freiwilligen bewacht wurde. Die Frauen des Frauenbundes übernahmen das Binden von großen Naturkränzen. Das Fichtenreisig wurde von Hermann Sedlmeier zu Verfügung gestellt. Zusätzlich wurde der Baum mit Fahnen verziert. In enger Kooperation von Tischkegelclub und Freiwilliger Feuerwehr fanden sich zahlreiche Helfer mit Sicherheitshelmen ein. Spender des rund 27 Meter hohen Baums war in diesem Jahr Ludwig Hörndl, der ihn seiner Frau Lisa zur diamantenen Hochzeit widmete. Traditionell wurde der Maibaum mit Muskelkraft und Schwaiberl, also zusammengebundene Holzstangen, aufgestellt. Die Kommandos dazu gab Johann Weigl, der größte Vorsicht walten ließ, weil es doch etwas windig war. Nach rund einer Stunde ragte der Baum schließlich fest verankert senkrecht in den bayerischen weiß-blauen Himmel. Im Anschluss fand im nahen Moser-Bauernhof mit allen Helfern und der Dorfbevölkerung ein Maibaumfest statt. Auch viele vorbeifahrende Radler ließen sich einladen und setzten sich dazu. Der Haardorfer Tischkegelclub spendete dazu Getränke und Wurst, der Frauenbund sorgte für leckere Kuchen und Kaffee. Johann Baumgartner hatte seine Haflinger Pferde eingespannt und fuhr mit der Kutsche mit den Kindern die eine oder andere Runde durch das Dorf. Bei der Grillparty des Tischkegelclubs am 15. Juni wird der Maibaum versteigert. Foto: Schwinger

 

Feuerwehren üben den Ernstfall

Osterhofen und Umgebung 20 – Osterhofener Anzeiger Freitag, 3. Mai 2019

Haardorf. (rs) Die Freiwillige Feuerwehr lud zu einer Gemeinschaftsübung die Nachbarwehr aus Langenisarhofen ein. Die in Brand geratene Maschinenhalle von Erhard Knöckl sollte gelöscht werden. Wasser konnte durch einen nahen Hydranten vor dem Gasthaus entnommen werden, was zur Brandbekämpfung nicht ausreichte (linkes Bild). Hier zahlt sich die regelmäßige Wartung der Hydranten vor Ort aus. Um ausreichend Wasser zum Löschen zu haben, musste eine 220-Meter lange Leitung vom Haardorfer Mühlbach durch den Weigl-Hof über die Straße aufgebaut werden. Das Wasser wurde mithilfe eines Flachsaugers entnommen. Innerhalb kürzester Zeit war die Leitung aufgebaut (rechtes Bild). Die Absicherung über die Staatsstraße wurde von Feuerwehrmännern vorgenommen. Um Beschädigungen an den Schläuchen zu verhindern, wurden Schlauchüberführungen aufgebaut. Vorbeikommende PKWs mussten sehr langsam darüber fahren. Die örtliche Einsatzleitung hatte Kommandant Robert Kröll. Die Gruppenführer Florian Donnerbauer (Haardorf) und Christian Zacher (Langenisarhofen) wurden zwischen den Wehren ausgetauscht. Als Beobachter war Kreisbrandmeister Xaver Altschäfl anwesend, der in der Schlussbesprechung den beteiligten Wehren gute Zusammenarbeit bescheinigte. Dies ist auch bei einem Brandfall notwendig. Kommandant Robert Kröll zollte den anwesenden Feuerwehrmännern für deren Engagement Dank. Trotz Austausch der Führungskräfte hatte beim Aufbau alles geklappt. Fotos: Schwinger

Pfarrgemeinde Haardorf feierte nach der Bußzeit der Kartage eine feierliche Osternacht

23.04.3019 – Donauanzeiger

„Jesus hat alles für uns gegeben – sogar sein Leben“

Die Pfarrgemeinde von Haardorf feierte die Heiligen Tage in diesem Jahr auf dem Kreuzberg und in der Pfarrkirche St. Martin.

(Quelle/Fotos: Rolf Schwinger)

Der Gründonnerstag, auch Hoher Donnerstag genannt, ist der fünfte Tag der Karwoche. An ihm gedenken die Gläubigen des letzten Abendmahles Jesu mit den zwölf Aposteln am Vorabend der Kreuzigung. Im Gottesdienst schweigen die Orgel und die Glocken nach dem Gloria, um auf das Leiden des Herrn hinzuweisen. Im Volksmund spricht man davon, dass die Glocken nach Rom flögen. Am Gründonnerstag erhalten die Christen den Auftrag, die Barmherzigkeit Gottes in die Welt hinauszutragen. Am Ende des Gottesdienstes wurde von Pater Kuriakose das Allerheiligste dem Tabernakel entnommen und zum Heiligen Grab auf den Kreuzberg getragen. Als äußeres Zeichen, dass der Hauptaltar nun leer ist, wurde er entblößt und die Kerzen gelöscht. Die Herkunft des Namens „Gründonnerstag“ ist nicht geklärt. Eine Herleitung spricht vom „greinen“, weinen. Im vierten Jahrhundert war dies ein kirchlicher Freudentag, da die Exkommunizierten wieder zur Kommunion zugelassen waren.

Die Aufgaben der Kirchenglocken übernahmen die Ministrantinnen und Ministranten mit ihren Ratschen. Schon zum Taganläuten zogen sie damit durch Haardorf, Mühlham und Niedermünchsdorf. Am Karsamstag zogen die Messdiener von Haus zu Haus, um sich ein „rotes“ Ei zu erbitten.

Der Feiertag Karfreitag gilt dem Gedenken an die Kreuzigung Jesu mit Leiden und Sterben. Es ist ein Tag der Besinnlichkeit und der Buße. Man gedenkt dem Leidensweg und dem Sterben Jesu. Der Karfreitag ist ein strenger Fast- und Abstinenztag. Zur Todesstunde versammelten sich die Christen zur Wort-Gottes-Feier unter der Leitung von Pater Kuriakose in der Kreuzbergkirche. Das Johannesevangelium mit der Leidensgeschichte, die großen Fürbitten, die Kreuzverehrung und die Kommunionfeier bildeten den Gebetsrahmen. Das mit violettem Tuch verhüllte Kreuz wird enthüllt, bevor die Gläubigen das Kreuz mit einer Kniebeuge verehren. Anschließend war noch die Möglichkeit am Heiligen Grab seine Anliegen vorzutragen und zu beten. Den Lektorendienst übernahmen an diesen Tagen die Jugendlichen.

Entfachen des Feuers

Die Osternacht begann auf dem Kreuzberg mit dem Entfachen des Osterfeuers, das Pfarrer Christian Altmannsperger segnete. Er steckte fünf Nägel in die Osterkerze, bevor diese am gesegneten Osterfeuer entzündet wurde. Daran wurden die mitgebrachten Kerzen der Gläubigen angezündet, um das Licht in das Dorf und in die Welt hinauszutragen. Voran das Kreuz zog man in einem langen Kirchenzug zur Pfarrkirche St. Martin. Beim Einzug in die Kirche hielt man dreimal an. Den Ruf „Lumen Christi“, Licht von Jesus, stimmte Diakon Magnus Pöschl an. Darauf sang er das „Exultet“, das große Osterlob. Die Gläubigen feiern, dass nach einer dunklen Zeit etwas Neues beginnt. Durch seine Auferstehung hat Jesus den Tod besiegt. Lektorin Barbara Jahrstorfer und Lektor Martin Apfelbeck trugen in der noch dunklen Kirche zu Beginn die Lesungen „Schöpfungsgeschichte“ und „Durchzug durch das Rote Meer“ aus dem Alten Testament vor.

Während des Glorias erstrahlte die Pfarrkirche im neuen Licht. Durch das dreifach gesteigerten österlichen Halleluja wurde die neutestamentliche Lesung vorgetragen. Die Symbole Licht und Wasser durchziehen den Gottesdienst. Gott setzt der Finsternis das Licht entgegen. Licht und Kerzen ließen die Sankt-Martinskirche erstrahlen. Diakon Magnus Pöschl stellte heraus, dass „Jesus alles für uns gegeben hat. Sein Leben, aus unendlicher Liebe zu uns. Wenn mit Freude der Glaube gelebt wird, ist es möglich, die Gegenwart des Auferstandenen zu spüren. Gleichgültigkeit gegenüber unserer zentralen Botschaft aber zerstört die Kirche von innen heraus. Den Lebenden findet man nicht bei den Toten!“ Pöschl sagte Dank, dass er auch in Haardorf Menschen begegnen durfte, die für die Botschaft der Auferstehung brennen.

Die Liebe hat gesiegt

Durch das Abtauchen der Osterkerze durch Pfarrer Altmannsperger wurde das Wasser in der Osternacht gesegnet. Während sich die Gemeinde zur Tauferneuerung bekennt, wird sie vom Priester mit dem Weihwasser besprengt. Anschließend beginnt die Eucharistiefeier. Mit dem feierlichen Segen und dem Halleluja endete die Feier der Osternacht. Alle Herzen sind erfüllt von der Osterfreude und voller Hoffnung. Das Leben ist stärker als der Tod. Die Liebe hat gesiegt.

 

Die feierliche Gestaltung der Gottesdienste hatte der Kirchenchor unter Leitung von Christian Weigl übernommen. Pfarrer Christian Altmannsperger verabschiedete Diakon Magnus Pöschl, der zur weiteren Ausbildung bis zur Priesterweihe am 29. Juni 2019 im Dom zu Passau nach Regensburg geht. Am Samstag, 13. Juli 2019, um 19 Uhr, feiert er Nachprimiz in Haardorf. Mit Applaus der Gläubigen wurde er verabschiedet. Anschließend segnete BGR Pfarrer Christian Altmannsperger die mitgebrachten Speisen, wie Osterlamm, gefärbte Eier, Salz, Pfeffer, G´selchtes, Kren und Brot. Jugendliche verteilten nach dem Gottesdienst gesegnete Ostereier, die sie in der Gruppenstunde bunt färbten und wünschten allen ein frohes Osterfest.

Zum Fastenessen aufgekocht

Osterhofen und Umgebung 17 OSTERHOFENER ANZEIGER – Donnerstag, 18. April 2019

 Haardorf. (rs) Nach dem Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin hielt der Katholische Frauenbund Haardorf im Jugendheim „Alte Schule“ das alljährliche Fastenessen. Für den einen oder anderen war eine heiße Fastensuppe mit allerlei Gemüse und Würstl als Zwischenmahlzeit sehr willkommen, bevor man sich dann beim Rossmarkt sich nochmal stärkt. Mancher Gast war aber froh, dass es keinen Braten mit Knödel gab und verzichtete auf ein Bier und trank nur Wasser, um in der Fastenzeit etwas für seine Figur zu tun. Es war ein Kommen und Gehen. Das alte Klassenzimmer war bis auf den letzten Platz besetzt. Das Organisationsteam freute sich, dass viele Gäste, jung und alt, gekommen waren, darunter auch Kirchenpfleger Johann Weigl und Stadtrat Robert Kröll. Die schmackhafte Suppe wurde von Frauenbundfrauen gekocht und dann serviert. F: Schwinger

Das Heilige Grab aufgebaut

Osterhofen und Umgebung 20 OSTERHOFENER ANZEIGER – Donnerstag, 18. April 2019

Gläubige an den Kartagen zum Gebet und stillem Gedenken eingeladen

 

Viele fleißige Helfer fanden sich ein, das Heilige Grab auf dem Kreuzberg aufzubauen. Foto: Schwinger

Haardorf. (rs) Pfarrangehörige haben für die Kartage schon das Heilige Grab in der Kreuzbergkirche aufgebaut. Seit Ende der achtziger Jahre lebt dieser alte Osterbrauch alljährlich wieder auf. In der Nische des Haupteingangs wurde die Gruft mit dem Leichnam Jesu unter einem durchscheinenden weißen Tuch errichtet. Das Hl. Grab soll um 1770 von Benjamin Schreiter, Hengersberg, errichtet worden sein. An den Kar- und Ostertagen sind die Gläubigen zum stillen Gebet und Verweilen eingeladen. In der Geschichte der Heiligen Gräber wurde das Heilige Grab in Jerusalem an vielen Orten nachgeahmt. Es entstanden teilweise große architektonische Anlagen, die oft auch mit figürlichen Darstellungen ausgeschmückt wurden. Später errichtete man auch in Wandnischen im Kircheninneren reduzierte Anlagen, so wie in Haardorf. Von der Romanik bis zum Barock und Jugendstil entstanden solche Anlagen. Am Gründonnerstag findet in der St. Martin-Kirche um 19 Uhr die Messe vom „Letzten Abendmahl“ statt. Anschließend wird das Allerheiligste zur Kreuzbergkirche in einer Prozession übertragen. Nach dem Gloria verstummen alle Kirchenglocken und die Orgel. Das Heilige Grab ist am Karfreitag nach der Feier vom Leiden und Sterben Jesu Christi um 13.30 Uhr anschließend bis 18 Uhr zur Grabwache zugänglich. Da die Kirchenglocken in „Rom“ sind, kündigen die Ministranten mit ihren Ratschen die Gottesdienste in Mühlham und Haardorf an. Am Karsamstag beginnen die Auferstehungsfeierlichkeiten mit der Entzündung des Osterfeuers und mit der Segnung der Osterkerze um 21 Uhr auf dem Kreuzberg. Anschließend wird zur Pfarrkirche St. Martin gezogen, in der während des Gottesdienstes das Taufwasser geweiht wird und die Tauferneuerung stattfindet. Anschließend werden die Speisen gesegnet. In einem Korb befinden sich gefärbte Ostereier, ein gebackenes Lamm mit der Auferstehungsfahne, Salz, Brot, Geräuchertes. Den Festgottesdienst am Ostersonntag zelebriert um 9 Uhr Generalvikar Klaus Metzl. Die Gestaltung der Gottesdienste übernimmt der Kirchenchor.