Haardorf und Mühlham

Mystische Momente der Einkehr am Kreuzberg

Osterhofen und Umgebung 18 – OSTERHOFENER ANZEIGER – Mittwoch, 14. November 2018

Der Heilige Martin im Zeichen der Ökumene: Gottesdienst und Lichterzug mit Christen beider Konfessionen

Pfarrerin Barbara Kovarik und Pfarrer Werner Eckstein teilen das Licht. Foto: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Zu einem ökumenischen Familiengottesdienst haben Pfarrer Werner Eckstein und Pfarrerin Barbara Kovarik in die Martinskirche in Haardorf und auf den Kreuzberg eingeladen. Dieser stand unter dem Motto „Martin trifft Martin“. Rainer Schaaf von der evangelischen Gemeinde stellte am Anfang des Gottesdienstes Martin von Tours vor, dessen Namenstag am 11. November gefeiert wird. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Rolf Schwinger wusste, dass Martin Luther am 10. November 1483 geboren wurde und die Heilige Schrift ins Deutsche übersetzte. Das Tagesgebet trug Jeanette Wiese vor. Im Mittelpunkt des Evangeliums, gelesen von Barbara Kovarik, stand das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Er handelte wie der heilige Martin und kümmerte sich um einen Menschen, der in Not geraten war. Passend dazu wurde das gemeinsame Lied „Du bist das Licht der Welt“ gesungen. „Überlegen wir uns, für wen wir uns auf den Weg auf den Kreuzberg begeben“, so die Anregung von Pfarrer Eckstein. Viele Kinder, Jugendliche, darunter neun Konfirmanden, zogen mit den Erwachsenen von der Martinskirche zum Kreuzberg mit ihren Lichtern und Martinslaternen, die den dunklen Weg erleuchteten. In das Licht der Kerzen, Laternen und Feuerstellen eingetaucht wirkte der Kreuzberg fast mystisch. Nach der Ankunft wurde „Miteinander gehn“ gesunden und das „Vater unser“ gebetet. Gemeinsam spendeten Pfarrerin Barbara Kovarik und Pfarrer Werner Eckstein allen Teilnehmern den Segen. An alle Besucher verteilten sie Brote zum Teilen. Pfarrer Werner Eckstein dankte Karin Fuchs und Hans Huber für die Gitarrenbegleitung und den Gesang, der Haardorfer Jugend, für das Ausschenken von heißem Tee, der Freiwilligen Feuerwehr für die Absicherung des Zuges, Max Aigner für das Backen der Brote, Marielle Moser für die Mitorganisation und allen, die sich bei der Vorbereitung des Familiengottesdienstes eingebracht hatten. Lange standen Erwachsene und Kinder, Jung und Alt, noch bei Gesprächen beisammen, gelebte Ökumene, zu der sich jeder seine Gedanken machte.

 

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