Haardorf und Mühlham

Presseberichte

4700 Euro für den guten Zweck

Nach Adventsmarkt am Mühlhamer Keller: Beteiligte spenden Erlös an St. Ursula-Hospiz und Familie in Not

Mühlham. Es ist noch nicht lange her, dass der zweitägige Adventsmarkt mit dem Auftritt der „Vorwoid Deifen“ aus Passau im Mühlhamer Keller stattgefunden hat. Pächter Stephan Fuchs und die beteiligten Vereine und Privatpersonen haben nun den Erlös von insgesamt 4672,80 Euro – ein Rekordertrag − an das St. Ursula-Hospiz in Niederalteich sowie eine Familie in Not gespendet.
Beteiligt waren neben Gastronom Stephan Fuchs die Haardorfer Ministranten, Wolfi Streicher und seine Freunde, Andrea Schweizer, Reinhold Stadler, Christls Bastelwerkstadt, Renate, Helmuth und Siglinde, die Frauen aus Haardorf, Mühlham und Niedermünchsdorf und die Katholische Junge Gemeinde. Auch die „Vorwoid Deifen“ verzichteten auf einen Teil ihres Honorars.
Diakon Frater Stephan Stadler OSB wird die Hälfte der rund 4700 Euro einer jungen Familie in großer Not aus dem Landkreis Deggendorf übergeben. Frater Stephan zitierte aus dem Matthäus-Evangelium: „Ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
Die andere Hälfte ging an das St. Ursula-Hospiz in Niederalteich. Verwaltungsleiterin Tanja Heining freute sich sehr über die Spende und bedankte sich bei allen Beteiligten. Nur durch Spenden könne das Hospiz bestehen, denn jährlich komme es zu einer Unterdeckung des Betriebes zwischen 100000 und 150000 Euro. Gesetzlich sei geregelt, dass ein Eigenanteil von fünf Prozent über Spenden finanziert werden müsse. Im Hospiz können schwer kranke Menschen unter medizinischer Versorgung und sozial-spiritueller Begleitung die letzten Tage ihres Lebens in Würde verbringen. − sr

 

Jugend bringt sich ein

PNP Osterhofener Zeitung 16.12.2022

KJG gestaltet Jugendgottesdienst und lädt zur Teestube ein

Haardorf. Den dritten Adventssonntag hat die Katholische Junge Gemeinde (KJG) zum Anlass genommen, sich mit der Gestaltung eines Jugendgottesdienstes in das Pfarrleben mit einzubringen. Es war zugleich der Abschluss des Firmbewerberwochenendes. Die neugegründete Jugendband des Pfarrverbandes gestaltete mit sehr ansprechenden Liedern den Gottesdienst mit. Eine Klarinette, ein Akkordeon, eine Sängerin und Frater Symeon-Maria am E-Piano waren die Akteure.
Domkapitular Pfarrer Christian Altmannsperger hielt den Gottesdienst, der unter dem Motto Barmherzigkeit stand. Anstelle der Predigt machten sich die Jugendlichen Marco, Janina, Thomas, Sophia, Anna, Jasmin, Lea und Julia zu diesem Thema Gedanken. So ist Barmherzigkeit Güte, Gnade, Milde, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Offenheit und Stärke zugleich. Dazu legten die Jugendlichen ein Symbol vor dem Altar ab. Die Barmherzigkeit sei ein Geschenk der Liebe Gottes. Sie zeige sich in großen Taten, aber auch in kleinen Gesten. Sie speise die Hungernden, bekleide die Armen, nehme sich der Fremden an, besuche die Kranken, vergebe den Gefangenen und begrabe die Toten. In den Fürbitten wurden diese Gedanken wieder aufgenommen.
Julia Donnerbauer sagte allen Beteiligten für deren Engagement herzlichen Dank. Alle Gottesdienstbesucher applaudierten für das Gehörte und Gesehene. Beim Hinausgehen konnte man hören: „Das könnte öfter so sein.“
Für den Nachmittag hatte die KJG ins Jugendheim „Alte Schule“ zur alljährlichen Teestube eingeladen. Vorweihnachtlich geschmückt waren die Tische mit Kerzen und Tannengrün. Neben Glühwein, Kaffee und Tee gegen die Kälte wurden auch schmackhafte Kuchen angeboten. Sie wurden von den Jugendlichen oder deren Müttern gebacken.
Unter den Gästen waren Pfarrer Christian Altmannsperger, PGR-Vorsitzender Alois Dorfmeister, Kirchenpfleger Johann Weigl und Stadtrat Robert Kröll. Die Teestube bot auch eine gute Gelegenheit, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Nicht nur durch diese Aktion ist die Jugend in der Dorfgemeinschaft ein belebendes Element. − sr

 

Eine friedliche Welt hinterlassen

PNP Osterhofener Zeitung 15.11.2022

 

Haardorf. In der Pfarrkirche St. Martin hat Abt Marianus Bieber den Gottesdienst für die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege gehalten. Zugleich wurde der 33. Sonntag im Jahreskreis und das Patroziniums zum Hl. Martin begangen.
Die Ansprache zum Gedenkakt hielt in Vertretung der Stadt Osterhofen Stadtrat Robert Kröll. „Für Demokratie und Frieden einzustehen sind wir unseren Kindern schuldig, denn bei Krieg gibt es nur Verlierer.“ Der russische Einmarsch in die Ukraine sei laut Bundeskanzler Olaf Scholz eine Zeitenwende. Durch den Überfall habe der russische Präsident Putin kaltblütig einen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen. Die Bilder der Zerstörung, von Gewalt und Tod, von Massengräbern, von Häusern ohne Strom und Wasser, erinnern an die Dokumentationen der beiden Weltkriege. Aber sie ist heute die Realität. Russland trete auch seine Toten der Weltkriege mit Füßen und habe das Leid von früher vergessen. „Jede Kugel die tötet, jede Rakete die zerstört, wird von einem Menschen ausgelöst“, so Kröll. „Menschen sind aufgefordert miteinander zu reden und zu verhandeln.“ Der Volkstrauertag sei nicht um zu vergessen, sondern um zu mahnen und für Frieden und Demokratie einzustehen. Die Aufgabe ist es, der nachfolgenden Generation als Erbe den Frieden zu übergeben und nicht den Krieg.
Am Kriegerdenkmal sprach Abt Marianus ein Gebet und Fürbitten. Anschließend besprengte er die Mahnstätte und die Gläubigen mit Weihwasser. Stadtrat Robert Kröll stellte im Namen der Stadt eine Schale zur Erinnerung an die toten und vermissten Kameraden der Ortschaft ab.
Während der Kirchenchor das Lied vom „Guten Kameraden“ sang, senkten sich die Fahnen des Krieger-, Soldaten- und Reservistenvereins und der Freiwilligen Feuerwehr als Ehrbezeugung. 2. Vorsitzender Horst Feigl sprach den Dank an die Ehrenwache der Reservistenkameradschaft mit Hans Dorfmeister und Josef Ammerseder und allen Teilnehmern aus. − sr

Für den Ernstfall bereit

PNP Osterhofener Zeitung 30.10.2022

Freiwillige Feuerwehren halten Gemeinschaftsübung in Mühlham ab

Mühlham. Die Wehren aus Thundorf, Aicha an der Donau und Haardorf aus der ehemaligen Donaugemeinde Aicha hielten mit der Freiwilligen Feuerwehr von Niedermünchsdorf eine gemeinsame Übung ab.
Als Brandobjekt wurden die landwirtschaftlichen Gebäude von Hans und Sebastian Gerstl in Mühlham angenommen. Ziel war es zu prüfen, ob die Wasserversorgung bei einem Brand ausreichend ist und wie es mit der Einsatzbereitschaft der Wehren steht. Schlauchverbindungen wurden von den Unterflurhydranten an der Kreisstraße und bei der Gerstl-Kapelle innerhalb kürzester Zeit aufgebaut.
Die Feuerwehr Niedermünchsdorf konnte mit Traktor und Pumpe nahe an die befestigte Ansaugstelle an die Donau fahren. Dabei wurde ein Schwimmsauger eingesetzt. Die Kameraden aus Thundorf unterstützten den Aufbau der Leitungen mit ihrem neuen Feuerwehrauto LF 10. Mit der Leuchtgiraffe leuchteten sie die Wasserentnahmestelle aus. Die Leitungen mussten auf einer Länge von 300 Metern eine Höhe von sieben Metern überwinden.
Einsatzleiter Robert Kröll, Kommandant der Haardorfer Wehr, begrüßte 40 Feuerwehrmänner und -frauen. Es beteiligten sich auch acht Mitglieder der Jungfeuerwehren, die Spritzübungen unter Anleitung von Josef (Pepe) Weigl durchführten.
Bei der Besprechung stellte Kröll fest, dass die Wasserversorgung gut sei. Bei der Wasserentnahme müsse ein Rückflussverhinderer eingebaut werden, um Schäden am Rohrleitungsnetz und an den Schläuchen zu vermeiden. Er bedankte sich für die rege Teilnahme bei der Traditionsübung, die jährlich stattfindet. Er attestierte den beteiligten Wehren gute Zusammenarbeit, was bei einem Brandfall notwendig sei. − sr