Haardorf und Mühlham

Presseberichte

„Die Liebe hat gesiegt“

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Dienstag, 19.04.2022

Feier der Osternacht auf dem Kreuzberg und in der Pfarrkirche Sankt Martin

Pater Kuriakose segnet die Osterkerze, die am Osterfeuer entfacht wird. Fotos: Rolf Schwinger

 

Haardorf. (rs) Die Osternacht begann in der Pfarrei Haardorf-Mühlham auf dem Kreuzberg mit dem Entfachen des Osterfeuers, das Pfarrvikar Pater Kuriakose segnete. Diakon Rainer Breinbauer entzündete daran die Osterkerze. Deren Flamme wurde an die mitgebrachten Kerzen der Gläubigen weitergegeben, um das Licht in das Dorf und in die Welt hinauszutragen. Voran das Kreuz, zogen die Christen in einem langen Kirchenzug zur Pfarrkirche St. Martin. Dem liturgischen Dienst gehörten acht Ministrantinnen und Ministranten an. Beim Einzug in die Kirche hielt man dreimal für den Ruf „Lumen Christi“ – Licht von Jesus – an, den Diakon Rainer Breinbauer anstimmte. Darauf trug er das „Exultet“, das große Osterlob in der Kirche vor. Die Gläubigen feiern, dass nach einer dunklen Zeit, nach zwei Jahren Corona, etwas Neues beginnt, „denn durch seine Auferstehung hat Jesus den Tod besiegt“, so die Hoffnung auf den Neubeginn. Lektorin Andrea Krenn und Lektor Alois Dorfmeister trugen in der nur von Kerzen erhellten Kirche die Lesungen zur „Schöpfungsgeschichte“ und zum „Durchzug durch das Rote Meer“ aus dem Alten Testament vor. Erst zum Glorias erstrahlte die Pfarrkirche im neuen Licht. Nach dem dreifach gesteigerten österlichen Halleluja wurde das neutestamentliche Evangelium nach Lukas vorgetragen. Die Symbole Licht und Wasser durchziehen diesen Gottesdienst, da Gott der Finsternis das Licht entgegensetzt. Licht und Kerzen ließen die Kirche St. Martin erstrahlen. In der Predigt beleuchtete Pater Kuriakose den Tod. Der Tod zeuge von tiefster Nacht. Es sei schwer, dabei an die Auferstehung zu glauben. Doch Gott habe die Menschen auch im Alten Testament behütet und beschützt. „Neue Kraft und Hoffnung verleiht er nun durch die Auferstehung den Frauen und Jüngern am Grab. Das Leben ändert sich und gibt Mut und Hoffnung. Auferstehung soll jeder Christ im Leben spüren, wie es auch durch die Natur im Frühling geschieht. Ostern wird einem geschenkt. Jesus ist der Auferstandene und lebt mit uns und durch uns“, machte Pater Kuriakose deutlich. Erneuerung des Taufversprechens Durch das Abtauchen der Osterkerze wurde das Taufwasser in der Osternacht gesegnet. Während sich die Gläubigen der Gemeinde zur Tauferneuerung bekannten, wurden sie vom Priester mit dem Weihwasser besprengt. Anschließend begann die Eucharistiefeier. Mit dem feierlichen Segen und dem Halleluja endete die Feier der Osternacht. Alle Herzen waren spürbar erfüllt von der Osterfreude und von neuer Hoffnung und in der Gewissheit, dass das Leben stärker als der Tod ist. Die Liebe hat gesiegt. Die musikalische Gestaltung der Gottesdienste hatte der Kirchenchor unter Leitung von Christian Weigl übernommen. Besonders beeindruckten die österlichen Lieder „Freu dich erlöste Christenheit“ und „Jesus lebt, mit ihm auch ich“. Zum Schluss des Gottesdienstes segnete Pfarrvikar Pater Kuriakose die mitgebrachten Speisen, wie Osterlamm, gefärbte Eier, Salz, Pfeffer, Geselchtes, Kren und Brot. Jugendliche verteilten nach dem Gottesdienst gesegnete Ostereier, die sie in der Gruppenstunde bunt färbten und wünschten allen ein frohes Osterfest.

 

 

Gemeinsam oder „to go“

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Freitag, 15.04.2022

Im ehemaligen Klassenzimmer ließen sich viele das Fastenessen der Frauengemeinschaft schmecken. Foto: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Nach dem Gottesdienst am Palmsonntag in der Pfarrkirche St. Martin hielt die Frauengemeinschaft im Jugendheim „Alte Schule“ ein Fastenessen ab. Schon im Vorfeld wurden die Küche und der Saal nach einem Wasserschaden geputzt und neue Vorhänge aufgehängt. Für den einen oder anderen war eine heiße Fastensuppe mit allerlei Gemüse und Würstl als Mahlzeit willkommen. Pfarrer Christian Altmannsperger holte sich die Fastensuppe „to go“, wie manch andere auch. Die Gäste waren aber froh, dass es keinen Braten mit Knödel gab, und verzichteten sogar auf Bier und tranken nur Wasser, um der Fastenzeit gerecht zu werden. Das alte Klassenzimmer war immer gut besetzt. Das Organisationsteam freute sich, dass viele Gäste, jung und alt, gekommen waren, darunter auch Kaplan Matthias Zellner, Kirchenpfleger Johann Weigl und Stadtrat Robert Kröll. Die schmackhafte Suppe wurde von Frauen gekocht und im neuen Geschirr serviert

 

Für das stille Gebet an den Kartagen

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Donnerstag, 14.04.2022

In der Kreuzbergkirche Haardorf wird in diesem Jahr wieder das Heilige Grab aufgebaut

Haardorf. (rs) Nach zwei Jahren Corona-Pause haben Pfarrangehörige für die Kartage das Heilige Grab in der Kreuzbergkirche wieder aufgebaut. Ende der 1980er Jahre lebte dieser alte Osterbrauch wieder auf. In der Nische des Haupteingangs wurde die Gruft mit dem Leichnam Jesu unter einem durchscheinenden weißen Tuch errichtet. Das Heilige Grab soll um 1770 von Benjamin Schreiter, Hengersberg, errichtet worden sein. An den Kar- und Ostertagen sind die Gläubigen zum stillen Gebet und Verweilen eingeladen. Das Heilige Grab in Jerusalem wird von jeher an vielen Orten nachgeahmt. Es entstanden teilweise große architektonische Anlagen, die oft auch mit figürlichen Darstellungen ausgeschmückt wurden. Später errichtete man in Wandnischen im Kircheninneren reduzierte Anlagen, so wie in Haardorf. Von der Romanik bis zum Barock und Jugendstil entstanden solche Anlagen. Am Gründonnerstag findet in der St. Martin-Kirche um 19 Uhr die Messe vom Letzten Abendmahl statt. Anschließend wird das Allerheiligste zur Kreuzbergkirche in einer kleinen Prozession übertragen. Nach dem Gloria verstummen alle Kirchenglocken und die Orgel. Das Heilige Grab ist am Karfreitag vor und nach der Feier vom Leiden und Sterben Jesu Christi um 13.30 Uhr zugänglich. Gläubige halten Grabwache. Da die Kirchenglocken in „Rom“ sind, kündigen die Ministranten mit ihren Ratschen die Gottesdienste in Mühlham und Haardorf an. Am Karsamstag beginnen die Auferstehungsfeierlichkeiten mit der Entzündung des Osterfeuers und mit der Segnung der Osterkerze um 20 Uhr auf dem Kreuzberg. Anschließend wird zur Pfarrkirche St. Martin gezogen, in der während des Gottesdienstes das Taufwasser geweiht wird und die Tauferneuerung stattfindet. Anschließend werden die Speisen gesegnet. In einem Korb befinden sich gefärbte Ostereier, ein gebackenes Lamm mit der Auferstehungsfahne, Salz, Brot, Geräuchertes. Den Festgottesdienst am Ostersonntag zelebriert um 9.45 Uhr Kaplan Matthias Zellner. Die Gestaltung der Gottesdienste übernimmt der Kirchenchor.

Eingangstor zur Heiligen Woche

Osterhofener Anzeiger Osterhofen und Umgebung Dienstag, 12.04.2022

Körbe auf dem Kreuzberg

Ministranten in Haardorf verteilen die Büschel. Foto: rs

In der Pfarrei Haardorf  ließen es sich die Ministrantinnen und Ministranten aus Haardorf, Mühlham und Niedermünchsdorf nicht nehmen, in diesem Jahr wieder für ihre Pfarrei die Palmbüschel zu binden. Sie stellten die gefüllten Körbe an der Kreuzbergkirche ab. Pater Basilius Welscher OSB von der Abtei Niederaltaich, segnete die Palmbüschel, die anschließend die Ministranten an die Gläubigen verteilten, die sie dankend annahmen. In der Statio zeigte Pater Basilius auf, dass der Palmsonntag das Eingangstor für die Heilige Woche ist. Jesus wird ausgelassen und festlich mit „Hosianna“ begrüßt, in der Stadt Jerusalem willkommen geheißen. In einem festlichen Zug machten sich die Gläubigen mit dem liturgischen Dienst auf, um zur Pfarrkirche St. Martin zu ziehen. Vorbeter Alois Dorfmeister und die Gläubigen beteten dabei ein Gesätz des Schmerzhaften Rosenkranzes. Die Jugendlichen Karin Jahrstorfer und Hanna Baumgartner trugen zusammen mit Diakon Rainer Breinbauer die Leidensgeschichte vor.

 

Weg des Lebens kann ein Kreuzweg sein

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Samstag, 02.04.2022

Ministranten in Sankt Martin beteten den ökumenischen Jugendkreuzweg „getaped“

Julia und Jasmin Donnerbauer, Anna Wagner, Markus und Stefan Wagner, Janina Wagner und Hanna Baumgartner gestalteten die Andacht. Fotos: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Die Ministrantinnen und Ministranten von Haardorf, Niedermünchsdorf und Mühlham beteten zusammen mit vielen Gläubigen in der Pfarrkirche St. Martin den ökumenischen Jugendkreuzweg „getaped“. Dieser orientiert sich nicht an den herkömmlichen 14 Kreuzwegstationen, sondern an fünf Stationen, die mit den Begriffen „begrenzt, belastet, bloßgestellt, gehalten, umarmt“ umschrieben werden. Es geht darum, Jesu im Kreuzweg zu begegnen und das Denken zu weiten und ihn zu verstehen. Die fünf Kreuzwegstationen wurden bildlich dargestellt und den Gottesdienstbesuchern präsentiert. Parallelen zur Wirklichkeit wurden immer wieder hergestellt. Etwa im Bezug auf den Lockdown, als die Gesellschaft zu Hause eingesperrt war und Freunde vom Fußball oder der Jugendgruppe nicht persönlich getroffen werden konnten. „Viele Situationen sind belastend, sie können dich bedrücken und herunterziehen“, betonten die Jugendlichen. Wie Jesus durch das Zerteilen der Kleidung oder dem Tragen einer Krone aus Dornen bloß gestellt wurde, so passiere dies auch vielen Kindern. Dies verursache tiefe Verletzungen und Narben. „Durch Jesus können Verwundungen verbunden und geheilt werden“, so die Botschaft. Auch Kinder kennen schwierige Situationen Auch Kinder würden schwierige Situationen durchmachen. Ob Misserfolge in der Schule, Probleme im Freundeskreis oder gar eine Krankheit – könnten echte Freundinnen und Freunde helfen. „Wie Jesus von seinem Vater gehalten wird, so brauchen die Menschen auch Halt. Zerbrochene Träume, zerborstene Freundeskreise oder auch verlorene Liebe werfen dunkle Schatten. Von wem werden wir dann gehalten, umarmt, gestützt?,“ stand die Frage im Raum. Am Tage der Auferstehung erstrahle das Licht aus der Dunkelheit des Grabes. „Dieses Licht macht unseren Lebensweg ein wenig heller und schenkt und Kraft und Freude für das Leben“, zeigten die Ministranten auf. Fürbitten, Vaterunser und den Segen schlossen den Kreuzweg ab. Die Texte trugen Julia und Jasmin Donnerbauer, Hanna Baumgartner, Anna, Janina und Stefan Wagner vor.

 

Samen der Hoffnung

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Dienstag, 08.03.2022

Frauengemeinschaft gestaltet Weltgebetstag und plant die kommenden Veranstaltungen

Haardorf. (rs) Die neu gegründete Frauengemeinschaft hielt den Weltgebetstag in der Pfarrkirche St. Martin ab. Der Weltgebetstag ist eine weltweite, ökumenische Bewegung von Frauen. Rund um den Erdball wird er von sieben Weltreligionen gleichzeitig gefeiert. Mit sieben Kerzen wollen die Frauen aus diesen Regionen sichtbar werden. Dieses Jahr luden Frauen aus England, Wales und Nordirland dazu ein, den Spuren der Hoffnung nachzugehen. „Samen der Hoffnung, sollen wir in unserem Leben aussäen, um Gemeinschaften in unserem Land und in dieser Welt wachsen zu lassen“, lautete die Botschaft. Im Gottesdienst wurde versucht, „Gott als unsere Mutter und unseren Vater“ anzusprechen. Durch dieses Gleichgewicht des Gottesbildes sollen Frauen und Männer dazu ermutigt werden, offen zu sein für neue und tiefere Erfahrungen der Liebe, die Gott für die ganze Schöpfung hat. Die Verheißung von Freiheit, Vergebung, Gerechtigkeit und Gottes Frieden kann ein Zeichen der Hoffnung für alle Menschen sein. Geschichten der Hoffnung, Meditationstexte und Gebete lasen die Gottesdienstbeauftragte Annemarie Krenn, Claudia Unverdorben, Mariele Moser, Martina Brandl, Andrea Roos, Siglinde Schwinger, Barbara Jahrstorfer und Gisi Graupp. Passende Lieder wie „Greensleeves“, „Hoffnungslicht“ oder „Du hast einen Plan für mich“ wurden eingespielt. Durch die Kollekte werden Frauen- und Mädchenprojekte auf der ganzen Welt unterstützt. Nun soll wieder Leben im Dorf einkehren Viele Gottesdienstbesucherinnen folgten anschließend der Einladung von Teamsprecherin Claudia Unverdorben in das Gasthaus Knöckl zu einem gemütlichen Beisammensein. Viele Aktivitäten der Frauengemeinschaft sind geplant. Am 13. März, um 13 Uhr, wird auf dem Kreuzberg der Kreuzweg gebetet. Am Samstag, 2. April, wird bei WEKO in Pfarrkirchen gefrühstückt. Um Anmeldung bei Claudia Unverdorben, Telefon 09932/660, wird gebeten. Geplant sind des Weiteren ein Fastenessen in der Alten Schule, eine Maiandacht und ein Weinabend. Nach der Fronleichnamsprozession wird es einen Weißwurstfrühschoppen geben. Zur Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt werden Kräuterbuschen bei Maria Oberleitner gebunden. Der Oktoberrosenkranz wird in der Pfarrkirche gebetet. Nach einem Rorate-Gottesdienst am 13. Dezember findet die Weihnachtsfeier in der Alten Schule statt. Für den 27. Januar 2023 ist buntes Faschingstreiben im Gasthaus Knöckl geplant. „Hoffentlich kann es wieder einmal stattfinden’“, so Teamsprecherin Claudia Unverdorben. „Im Dorf soll es wieder Leben geben!“