Haardorf und Mühlham

Presseberichte

Kinderzeltlager soll stattfinden

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Donnerstag, 16.06.2022

Die Katholische Junge Gemeinde traf sich zur Jahreshauptversammlung

Jugendliche der KJG Haardorf mit Geschäftsführerin Ulrike Hehenberger (l.) und Diözesanleiter Stephan Nüßlein (r.). Foto: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Die Katholische Junge Gemeinde (KJG) hielt im Jugendheim „Alte Schule“ ihre Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen ab. Alle geplanten Aktivitäten für 2020 konnten wegen den Corona-Einschränkungen nicht stattfinden. Vergangenes Jahr war nur der Osterkerzenverkauf mit Abstand und Maske möglich. Beim Mähen des Kreuzberges konnten sich die Jugendlichen beteiligen, da diese Maßnahme im Freien stattfand. Nach Aufhebung vieler coronabedingter Maßnahmen können in diesem Jahr wieder Gruppenstunden stattfinden. Osterkerzen wurden am Karfreitag verkauft. Auch das Ostereierfärben war wieder möglich. Diese wurden nach den Gottesdiensten zu Ostern an die Gottesdienstbesucher verteilt, was mit Freude aufgenommen wurde. In diesem Jahr ist für den 23. Juli eine Grillparty geplant. Auch werden sich die Jugendlichen an der Sonnwendfeier der KJG in Aicha am 24. Juni beteiligen. Das Kinderzeltlager mit vielfältigen Aktionen soll zu Beginn der Sommerferien in der „Alten Schule“ in Zusammenarbeit mit dem Jugendbüro stattfinden. Geplant sind ein Jugendgottesdienst mit anschließendem Kuchenverkauf und die Teestube in der Adventszeit. Die Jugendlichen werden sich an Festen und Aktionen im Dorf beteiligen. Vorstandschaft für zwei Jahre gewählt Geschäftsführerin Ulrike Hehenberger leitete die anstehenden Wahlen. Das Team besteht weiterhin aus Julia Donnerbauer, die auch für die Kasse verantwortlich ist, und Lea Ott, Beisitzerin ist Franziska Brandl. Kassenprüfer sind Andreas Weigl und Markus Knöckl. Die Vorstandschaft wurde für zwei Jahre gewählt. Anschließend gab Ulrike Hehenberger Informationen zum Open Air am 19. Juni in Passau und zum Familienfest. Stephan Nüßlein lud zu einem Gruppenleiterwochenende am 1. und 2. Juli ein. Für das Zeltlager hatte er passende Geschenke dabei. Zum Ankommen sind Kennenlernspiele gerne willkommen. Die mitgebrachte Box „Funkenflug“ kann in den Gruppenstunden gut eingesetzt werden.

Kein Stillstand bei den Aktiven

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Mittwoch, 15.06.2022

Jahreshauptversammlung Feuerwehr Haardorf: Gute Noten für die Jugendfeuerwehr

Ehrengäste, Vorstandschaft und Geehrte: (v.l. vorne): Bürgermeisterin Liane Sedlmeier, KBM Xaver Altschäfl, 1. Vorsitzender Johann Weigl, Kommandant Robert Kröll, Fahnenmutter Theresia Weigl, die neue Schriftführerin Julia Donnerbauer, Hans Leschnik, Klaus Kopicer, stellvertretender Kommandant und Jugendwart. Foto: Rolf Schwinger

 

Haardorf. (rs) Keinen Stillstand gab es bei den Aktiven bei der Freiwillige Feuerwehr Haardorf, allerdings waren coronabedingt keine Versammlung und Veranstaltungen in den vergangenen beiden Jahren möglich. Viel zu berichten gab es dennoch bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Gasthaus Knöckl. Vorab nahmen die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden am Gottesdienst für ihre verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche St. Martin teil. Stellvertretender Vorsitzender Alois Dorfmeister jun. trug die detaillierten Jahresberichte für 2020 und 2021 vor. Viele geplante Veranstaltungen mussten 2020 abgesagt werden. Auch der Lehrgangs- und Übungsbetrieb der aktiven Feuerwehrmänner war sehr stark eingeschränkt. Die gewohnte Haussammlung wurde als Spendenaufruf durchgeführt. Johann Weigl und Alois Dorfmeister gratulierten den Mitgliedern zu runden Geburtstagen. 2021 war das Vereinsleben ähnlich stark eingeschränkt. Auszeichnung für aktive Kameraden Jugendwart und stellvertretender Kommandant Florian Donnerbauer wurde zusammen mit dem Krieger- und Soldatenverein für die Ehrenamtsmedaille der Stadt Osterhofen vorgeschlagen. In einer Feierstunde im Landratsamt wurden vom damaligen Landrat Christian Bernreiter für 50-jährige aktive Feuerwehrmitgliedschaft Johann Eckl und Sebastian Gerstl ausgezeichnet, für 40-jährige aktive Mitgliedschaft Anton Knöckl und Johann Weigl (Mühlberg). Bei der Dorfmeisterschaft des ESC stand die Mannschaft mit Johann Weigl, Hans Eckl, Robert Kröll und Ludwig Fröschl als dritter Sieger auf dem Treppchen. René Retzer wurde als Neumitglied aufgenommen. Kassier Alfred Eiglmeier trug den Kassenbericht vor. Jugendwart Florian Donnerbauer berichtete von vereinzelten Terminen bei der Jugendfeuerwehr für 2020/21. Der Jugendfeuerwehr gehören fünf Kameradinnen an. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr in Niedermünchsdorf sei hervorragend. Markus Knöckl, Julia Donnerbauer und Corinna Schütz haben mittlerweile zu den Aktiven gewechselt. Den Wissenstest in Plattling haben Hanna Baumgartner, Janina Wagner, Anna Wagner, Sophia Wagner, Jasmin und Julia Donnerbauer mit großem Erfolg bestanden. Die Hydrantenkontrolle wurde 2020 und 2021 in Haardorf und Mühlham durchgeführt. Erster Kommandant Robert Kröll konnte für 2020 von vier Einsätzen berichten: Personensuche, Wasserrettung, Böschungsbrand, Personenrettung. Es fand eine überörtliche UVV-Schulung statt. Es wurden vier interne Übungen abgehalten. Wegen Corona wurden alle Funkübungen abgesagt. Bei der Sammelbestellung der Stadt Osterhofen wurden Helme und Handscheinwerfer geordert. Christian Weigl wurde zum Oberlöschmeister befördert. Im Jahr 2021 gab es vier Einsätze: Türöffnung, Brand in Moos, Brandwache im Georgihof und Verkehrslenkung auf der Nundestraße 8. Es wurden vier interne Übungen abgehalten. Wehren stehen für Zusammenhalt und Einsatz Bürgermeisterin Liane Sedlmeier zeigte sich dankbar, dass sich viele aktive Mitglieder in den 16 Feuerwehren der Stadt engagieren. „Sie bringen sich in der Dorfgemeinschaft ein und stehen für Zusammenhalt und zwischenmenschliche Beziehungen“, lobte die Rathauschefin. Kreisbrandmeister Xaver Altschäfl berichtete in seinem Statement über neue Sirenen und über die digitale Alarmierung. Im Oktober werde für den Landkreis Deggendorf ein neuer Kreisbrandrat gewählt. Auf Vorschlag von Vorsitzenden Johann Weigl wurde auf den vakanten Posten einer Schriftführerin Julia Donnerbauer einstimmig gewählt. Die Feuerwehr wird sich mit einer Abordnung am Festzug „50 Jahre Gebietsreform“ in Osterhofen beteiligen. Geplant sind ein gemeinsames Essen im Vereinslokal und eine Wanderversammlung im Mühlhamer Keller. Weigl bat um rege Beteiligung an der Fronleichnamsprozession.

Angesichts der Erinnerung der Feuerwehren an das Hochwasser 2013 nahm Kommandant Robert Kröll die Gelegenheit wahr, die Hochwasserschutzmaßnahmen anzusprechen. „Nach dem Hochwasser von 2013 wurde für 2015 versprochen, dass der Haardorfer Mühlbach durch ein Schöpfwerk geregelt werden kann. Bis heute ist noch nichts geschehen. Auch einen Planfeststellungsbeschluss gibt es nicht“, bedauerte Kröll. Bürgermeisterin Liane Sedlmeier ging darauf ein und machte deutlich, dass die Stadt nicht für den Hochwasserschutz zuständig sei. Das geplante Schöpfwerk wurde in den Bauabschnitt II aufgenommen. Ein Abschluss des laufenden Planfeststellungsverfahrens sei noch nicht abzusehen. An Maßnahmen im Bauabschnitt I beteilige sich die Stadt mit 1,7 Millionen Euro. Bürgermeisterin Liane Sedlmeier betonte, dass nicht nur das Hochwasser seine Spuren hinterlassen habe. „Auch die Flüchtlingskrise, Corona und der Ukrainekrieg belasten die Menschen zunehmend“, machte sie deutlich. In der Stadt Osterhofen seien etwa 200 Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht, davon 75 im Kloster Altenmarkt. -rs

Für treue Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Haardorf wurden vom Vorsitzenden Johann Weigl, Bürgermeisterin Liane Sedlmeier, Kommandant Robert Kröll und Kreisbrandmeister Xaver Altschäfl Ehrungen vorgenommen. Für 50 Jahre: Franz Baumgartner sen., Johann Weigl; für 40 Jahre: Manfred Wagner, Anton Knöckl, Johann Dullinger, Werner Mader, Johann Weigl jun., Konrad Moser, Alois Weigl jun., Hans Leschnik; für 30 Jahre: Christian Hartmann, Hermann Unverdorben jun.; für 25 Jahre: Klaus Moosmüller jun., Franz Graupp, Martin Mutzl, Stefan Apfelbeck, Klaus Kopicer, Richard Lobe, Peter Unverdorben; für 20 Jahre: Stefan Scheuer, Siegfried Bauer, Thomas Mader, Alexander Schmid, Klaus Eiblmeier, Markus Hartmann; für zehn Jahre: Andreas Weigl. Besondere Auszeichnung für 50 Jahre Dienstzeit Eine besondere Auszeichnung für 50 Jahre Dienstzeit bei der Feuerwehr wurde erstem Vorsitzenden Johann Weigl zuteil. Vom Bayerischen Staatsminister des Innern Joachim Hermann erhielt er das Große Feuerwehr-Ehrenzeichen aus Händen von KBM Xaver Altschäfl. Aus diesem Anlass sprach Landrat Bernd Sibler für die uneigennützige Dienstleistung zum Wohle der Allgemeinheit Dank und Anerkennung aus. Damit verbunden ist ein Aufenthalt in Bayerisch Gmain. Die anwesenden Mitglieder zollten Respekt und applaudierten dem geschätzten Kameraden. -rs

„Rettet die Bienen“ hat Landwirte verletzt

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Freitag, 03.06.2022

Versammlung der BBV-Ortsgruppen Moos, Langenisarhofen, Aicha und Niedermünchsdorf

Die neu gewählten Ortsbäuerinnen und Obmänner: (v.l.) Siegfried Rauscher, Josef Gölzhäuser, Annemarie Jahrstorfer, Michael Wagner, Anna-Lena Hundsrucker, Kilian Hundsrucker, Anja Maidl, Gerhard Wallner, Therese Weigl, Michael Kröninger, Kreisbäuerin Rosmarie Mattis, Stefan Weber, Lukas Halser mit Wahlleiter Anton Hafner. Foto: Rolf Schwinger

 

Haardorf. (rs) Seine Mitgliederversammlung mit Neuwahlen hielt der Bauernverband für die Ortsgruppen Moos, Langenisarhofen, Aicha und Niedermünchsdorf im Gasthaus Knöckl ab. In ihren Statement ging Kreisbäuerin Rosmarie Mattis darauf ein, dass die Bauernschaft umso wichtiger sei, je weniger Betriebe es gibt. „Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat uns zutiefst verletzt“, dieser Aussage stimmten die Bäuerinnen und Bauern zu. Infrage stellte sie die Planung für 2023, dass trotz der Getreideknappheit vier Prozent der landwirtschaftlichen Flächen stillgelegt werden sollen. Obmänner und Ortsbäuerinnen gewählt Anton Hafner, Wahlleiter, konnte nach einem komplizierten, langwierigen Wahlverfahren die Ergebnisse für die 17. Wahlperiode von 2022 bis 2027 für die Ortsverbände verkünden. Für Langenisarhofen wurde Ortsobmann Michael Kröninger gewählt, sein Stellvertreter ist Stefan Weber. Als Ortsbäuerin wurde für Langenisarhofen und Moos Annemarie Jahrstorfer bestimmt, deren Stellvertreterin Anna-Lena Hundsrucker ist. Ortsobmann für Moos ist Gerhard Wallner, sein Stellvertreter Kilian Hundsrucker. Siegfried Rauscher wurde weiterhin zum Ortsobmann in Aicha gewählt, der diese Aufgabe auch für Niedermünchsdorf übernimmt. Sein Stellvertreter ist Lukas Halser. Ortsbäuerin ist Anja Maidl mit dessen Stellvertreterin Therese Weigl. Anja Maidl übernimmt die Aufgabe als Ortsbäuerin auch für Niedermünchsdorf. Stellvertretender Ortsobmann in Niedermünchsdorf ist Michael Wagner. Kreisbäuerin Rosmarie Mattis gab anhand von Bildern einen Rückblick über die vergangenen sechs Jahre. Angeboten waren Seminare zur aktiven Bäuerin mit Kickboxen, Wünschelrutengänger, Bierseminar, Wildkochkurs oder Dirndlmodenschau. „Beim 50-jährigen Firmenjubiläum der Firma Wolf in Osterhofen wurden 75 Torten verkauft“, betonte Mattis erfreut. Viele Erfolge verzeichnete der Landfrauenchor.. Nach dem Tod von Christian Slavik werde ein neuer Chorleiter oder Chorleiterin gesucht. Besichtigt wurde auch der Nepaltempel in Wisent. „Immer wieder kommen Schulklassen auf Bauernhöfe, die uns willkommen sind“, berichtete die Kreisbäuerin. Ein Höhepunkt sei die Einladung des Bayerischen Rundfunks zu einer Sendung im „Schlachthof“ gewesen. „Es gibt von BBV viele Angebote, die von den Bäuerinnen und Bauern gerne angenommen werden“, motivierte Rosmarie Mattis die Landwirte zur Teilnahme.

 Gesundheit erhalten – Verletzungen vermeiden

Als Berater für Sicherheit und Gesundheitsschutz zeigte Josef Gölzhäuser Unfallschwerpunkte in der Landwirtschaft auf. „Es ist besser, Gesundheit zu erhalten als Verletzungen und Krankheiten zu behandeln“, so seine Aussage. „Unsere Kunden sollen gesund alt werden.“ Die Unfallschwerpunkte liegen in der Tierhaltung, im Umgang mit Maschinen und in der Forstwirtschaft. Auch nach der Übergabe der Landwirtschaft würden die Bäuerinnen und Bauern in der Landwirtschaft weiterarbeiten. „Drei Prozent der Unfälle verursachen 25 Prozent der Kosten. Ein großer Unfallfaktor sind Leiterunfälle“, nannte der Experte als Fakten. Wo es geht, sollten deshalb Treppenlösungen durch Leitern ersetzt werden. An Frontladern könnten Arbeitskörbe angebracht werden, was die Sicherheit wesentlich erhöhe. Ortsfeste, stationäre Elektroanlagen müssten alle vier Jahre überprüft werden, mobile jährlich. Bei älteren Modellen von Schleppern sei der Aufstieg ein Unfallschwerpunkt, der umgerüstet werden sollte. Um den „Toten Winkel“ bei großen Traktoren zu minimieren, würden Spiegelsysteme dies beheben. „Auch neue Kamerasysteme tragen dazu bei, das Umfeld besser einsehen zu können“, machte Gölzhäuser deutlich. „Und nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in der Forstwirtschaft gehören fachliches Wissen und Technik zusammen.“ Jeder, der im Wald arbeitet, sollte daher einen Motorsägenkurs absolviert haben. Dieser wird auch für Frauen angeboten. Weitere Kurse gibt es für Fällhilfen und Forstseilwindengebrauch. Beim Einsatz von Havestern sinke das Unfallrisiko auf nur ein Prozent. Auch Stress sei in der Landwirtschaft ein Thema. Auf die Landwirte werde enormer Druck von vielen Seiten ausgeübt. Auch eine bevorstehende Hofübergabe oder Hofaufgabe könnten psychisch belastend sein. Dazu werden vom Bayerischen Bauernverband spezielle Hofübergabeseminare angeboten, die rechtzeitig angenommen werden sollten, so der Expertenrat. -rs

Gegen Vergessen und fürs Miteinander

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Dienstag, 17.05.2022

20-jährige Partnerschaft mit österreichischer Ortsgruppe Oftering beim Jahrtag gefeiert

Haardorf. (rs) Nicht nur der Jahrtag des Krieger- und Soldatenvereins wurde in diesem Jahr gefeiert, sondern auch die 20-jährige Partnerschaft mit der Ortsgruppe Oftering des Oberösterreichischen Kameradschaftsbundes. Diese wurde 2001 im Mühlhamer Keller zusammen mit der Reservistenkameradschaft Haardorf-Aicha durch Josef Schmid und Rupert Leutgöb besiegelt. Im Hof des Vereinslokals Knöckl begrüßte erster Vorsitzender Adi Schweiger die Abordnungen der Vereine, als Vertreter der Stadt Osterhofen erste Bürgermeisterin Liane Sedlmeier, und Stadtrat Robert Kröll, die Festmutter Martina Brandl mit Gefolge, vom Kreisverband der BKV Bernhard Zitzelsberger und vom Oberösterreichischen Kameradschaftsbund den Präsidenten Johann Puchner. Angeführt von der Blaskapelle machten sich die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Haardorf, Aicha und Niedermünchsdorf, des Patenvereins Thundorf, des Oberösterreichischen Kameradschaftsbundes Oftering, des Krieger- und Soldatenvereins Moos und der Reservistenkameradschaft Haardorf/Aicha auf den Weg zum Gottesdienst in die Pfarrkirche St. Martin. In der Statio ging Kaplan Matthias Zellner auf den Krieg in der Ukraine ein. „Das Kontrastprogramm dazu ist die Liebe Jesu“, betonte der Geistliche. Festakt am Denkmal Der Gedanke der Liebe wurde im Johannesevangelium aufgegriffen. Hier heißt es: „Jesus sagt: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“ Liebe bestehe darin, leben und sterben für andere. Zellner erzählte von einer emotionalen Begegnung auf einem riesigen Kriegsgräberfriedhof in Frankreich, auf dem sein Urgroßvater begraben ist. „Es geht nicht immer ohne Krieg“, schreibt Augustinus. „Krieg soll nur das allerletzte Mittel sein. Wo Liebe ist, gibt es die Frucht des Friedens.“ Festlich begleitet wurde der Gottesdienst durch den Kirchenchor. Die österreichischen Kameraden Siegfried Hehenberger und Gerhard Reichard begannen mit „Danke für diesen guten Morgen“. Dabei kam auch der Dank für die Partnerschaft zum Ausdruck. Sehr beeindruckend war das Schlusslied „Die Antwort weiß nur der Wind“, das von Mundharmonika und Gitarre begleitet wurde. Beim Festakt am Kriegerdenkmal sprach Diakon Jürgen Zacher ein Gebet für die gefallenen und vermissten Soldaten, für die getöteten Zivilisten, für die Opfer von Terror und Gewalt und für die verstorbenen Mitglieder. Anschließend segnete er das Kriegerdenkmal und besprengte es mit Weihwasser. In seiner Ansprache ging Vorsitzender Adi Schweiger auf die Tradition des Gedenkens am Kriegerdenkmal ein. Schwerwiegende Folgen der Kriege und das entstandene Leid gehörten nicht der Vergangenheit an, sie seien gegenwärtig und kehren immer wieder. „Die Forderung an die Mächtigen dieser Welt lautet: Mit Mut und Kraft Bekenntnisse ablegen für Mensch und Natur, für Frieden und Freiheit, damit sich das Leben in der Welt für alle Menschen erträglich gestaltet.“ Die Gedenkfeier sei ein Symbol gegen das Vergessen der Kriegsopfer. „Nur dann können wir in eine Zukunft schauen, die vielen Menschen Mut und Hoffnung gibt.“ Anschließend legte er im Namen der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft einen Kranz nieder. Die Kapelle spielte zu Böllerschüssen und Ehrbezeugungen das Lied vom guten Kameraden. Die Ehrenwache stellte die Reservistenkameradschaft mit Josef Zauner, Josef Ammerseder, Artur Kolbe und Roland Klimm. Nach dem Festzug wurde im Hof des Vereinslokals an das Zusammenkommen der Partnerschaft mit Oftering erinnert. Vorsitzender Adi Schweiger stellte heraus, dass sich die beteiligten Vereine eine gelebte Kameradschaft auf die Fahnen geheftet haben, die sich in gemeinsamen Veranstaltungen zeigt. Dabei bleiben Lebensgewohnheiten erhalten. Gelebte Kameradschaft In einem kurzen Grußwort würdigte Bürgermeisterin Liane Sedlmeier die Arbeit der Vereine für den Frieden, der in der Familie seinen Ursprung hat. Präsident Johann Puchner vom Oberösterreichischen Kameradschaftsbund freue sich über die gelebte Kameradschaft. Dabei ging er auch auf den Krieg in der Ukraine ein. „In einem Krieg gibt es nur Verlierer. Wir alle fordern Frieden!“ Bernhard Zitzelsberger vom Kreisverband der BKV sprach davon, dass die Grenze zwischen Niederbayern und Oberösterreich kein Hindernis darstellt für die Partnerschaft des KSV und der Reservistenkameradschaft mit Oftering. Anschließend wurden Erinnerungsgeschenke ausgetauscht und vielfältige Ehrungen ausgesprochen. Es schloss sich geselliges Beisammensein im Weinstadl an.

Bürgermeisterin Liane Sedlmeier mit Geehrten und Ehrengästen. Fotos: Rolf Schwinger

Neuer Lebensraum für Vögel

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Mittwoch, 20.04.2022

Ministranten des Pfarrverbands bauen unter Anleitung eines AELF-Experten Nistkästen

Mit Stolz präsentieren die Minis ihre zusammengebastelten Nistkästen zusammen mit Alois Dorfmeister (r.). Fotos: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Es ist notwendig, den Vögeln Lebensraum zu geben, weil oft Orte zum Brüten fehlen, Feinde überhandnehmen oder passende Nahrung fehlt. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für die Landkreise Deggendorf und Straubing (AELF) führte deshalb in Zusammenarbeit mit dem Referat der Ministranten im Pfarrverband Osterhofen eine Wildlebensraumberatung durch. Gekommen waren in das Jugendheim „Alte Schule“ viele Minis, um unter Anleitung von Alois Dorfmeister Nistkästen zusammenzubauen. Landschaftselemente der 1970er Jahre sind verschwunden. Die Felder wurden durch Flurbereinigungen immer größer, Ställe sind verschlossen, Haustiere beanspruchen größere Lebensräume. Es kommt oft zu Nahrungsmangel, weil Kräuter, Stauden und Hecken weniger werden. „Auch den Misthaufen gibt es nicht mehr“, erklärt Alois Dorfmeister den jungen Leuten. Auch der Klimawandel bedeute großen Stress für die gesamte Natur. Vögel haben den Vorteil gegenüber Pflanzen, dass sie sehr mobil sind und in andere Regionen ausweichen können“, machte der Experte deutlich. Es gibt freiwillige Maßnahmen im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms, wie das Anlegen von Blühflächen und Gewässer-randstreifen und den Schnittzeitpunkt auf Wiesen im Wiesenbrüterprogramm zu verschieben. Auch vermehrt wird auf den Zwischenfruchtanbau nach der Getreideernte Wert gelegt. Wichtig sei auch die Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln. Viele dieser Maßnahmen sind als Folge des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ ins Leben gerufen worden. Beratungsziel des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums ist bis 2030 in Bayern 30 Prozent Ökolandbau zu haben und Streuobstbestände zu fördern. Der Aktionsplan „Pflanzenschutz 2028“ möchte, dass der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln um 50 Prozent zum Schutz von Boden, Wasser und Artenvielfalt reduziert wird.

 

Wenn die Glocken schweigen

Osterhofen und Umgebung – Osterhofener Anzeiger – Dienstag, 19.04.2022

 

Christlichen Traditionen werden aufrechterhalten

Ministrantinnen und Ministranten ratschen vor den Arkaden auf dem Kreuzberg. Foto: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Der Gründonnerstag, auch Hoher Donnerstag genannt, ist der fünfte Tag der Karwoche. An ihn gedenken die Gläubigen des letzten Abendmahls Jesu mit den zwölf Aposteln am Vorabend der Kreuzigung. Im Gottesdienst schweigen die Orgel und die Glocken nach dem Gloria, um auf das Leiden des Herrn hinzuweisen. Im Volksmund spricht man davon, dass die Glocken nach Rom flögen. Am Gründonnerstag erhielten die Christen den Auftrag, die Barmherzigkeit Gottes in die Welt hinauszutragen. Am Ende des Gottesdienstes wurde von Kaplan Matthias Zellner das Allerheiligste dem Tabernakel entnommen und zum Heiligen Grab auf den Kreuzberg getragen. Als äußeres Zeichen, dass der Hauptaltar nun leer ist, wurde er entblößt und die Kerzen gelöscht. Die Herkunft des Namens „Gründonnerstag“ ist nicht geklärt. Eine Herleitung spricht vom „greinen“, weinen. Im vierten Jahrhundert war dies ein kirchlicher Freudentag, da die Exkommunizierten wieder zur Kommunion zugelassen waren. Die Aufgaben der Kirchenglocken übernahmen die Ministrantinnen und Ministranten mit ihren Ratschen. Schon zum Tag anläuten gingen sie damit durch Haardorf, Mühlham und Niedermünchsdorf. Am Karsamstag zogen die Messdiener von Haus zu Haus, um sich ein „rotes Ei“ zu erbitten. Der Feiertag, Karfreitag, gilt dem Gedenken an die Kreuzigung Jesu mit Leiden und Sterben. Es ist ein Tag der Besinnlichkeit und der Buße. Man gedenkt dem Leidensweg und dem Sterben Jesu. Der Karfreitag ist ein strenger Fast- und Abstinenztag. Zur Todesstunde versammelten sich die Christen zur Karfreitagsliturgie unter der Leitung von Diakon Jürgen Zacher in der Kreuzbergkirche. Das Johannes-evangelium mit der Leidensgeschichte, die großen Fürbitten, die Kreuzverehrung und die Kommunionfeier bildeten den Gebetsrahmen. Das mit violettem Tuch verhüllte Kreuz wird enthüllt, bevor die Gläubigen das Kreuz mit einer Kniebeuge verehren. Anschließend war noch die Möglichkeit, am Heiligen Grab seine Anliegen vorzutragen und zu beten. Den Lektorendienst übernahmen Julia Donnerbauer und Markus Knöckl von den Jugendlichen.