Haardorf und Mühlham

Tag der Verbundenheit, Trauer und Mahnung

Osterhofen und Umgebung 21 – OSTERHOFENER ANZEIGER – Montag, 6. Mai 2019

Kriegerjahrtag in Haardorf: Gedenken und Kranzniederlegung – Ehrung von Adi Schweiger

Kirchenzug der Vereine.Foto: Rolf Schwinger

Haardorf. (rs) Der Krieger-, Soldaten- und Reservistenverein Haardorf und Umgebung hielt traditionell am ersten Maisonntag seinen Jahrtag. Im Hof des Vereinslokals Knöckl begrüßte erster Vorsitzender Adi Schweiger die Abordnungen der Vereine, als Vertreter der Stadt Osterhofen zweiten Bürgermeister Thomas Etschmann und Stadtrat Robert Kröll, die Fahnenmutter Martina Brandl und vom Kreisverband der BKV Bernhard Zitzelsberger. Angeführt von der Vilstaler Blasmusik machten sich Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Haardorf und Aicha, des Patenvereins KSV Thundorf, des oberösterreichische Kameradschaftsbundes Oftering, der Reservistenkameradschaft Haardorf/Aicha sowie der KRK Moos auf zum Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin. In der Gedenkfeier am Kriegerdenkmal sprach Pfarrvikar Pater Kuriakose für die gefallenen und vermissten Soldaten, für getötete Zivilisten, für die Opfer von Terror und Gewalt und für die verstorbenen Mitglieder Gebete und Fürbitten. Anschließend segnete er das Kriegerdenkmal. In seiner Ansprache zum Jahrtag stellte Vorsitzender Adi Schweiger fest, dass die Erinnerung an die Kriegstoten stetig abnehme. Der Gedenktag sei ein Zeichen der Verbundenheit, der Trauer und der Mahnung für die vielen Toten. „Es ist ein Moment des Innehaltens, der Einkehr und des Mitfühlens mit denen, die familiäre Verluste zu tragen hatten“, betonte Schweiger. Der Jahrtag sei eine moralische Verpflichtung den Toten gegenüber. „Die Erinnerung mahnt und lehrt uns, für dauerhaften Frieden und für die Gerechtigkeit einzustehen.“ Schweiger erzählte zudem eine Episode aus dem Zweiten Weltkrieg, als eine Frau furchtbare Angst empfand, als sie in einem Güterwagon deponiert wird. Ein Rabbi, selbst von Angst gelähmt, erinnerte an den Auszug aus Ägypten, als die Israeliten in das Meer hineingehen mussten. Und es geschah ein Wunder, als sich das Meer teilte. Genauso erging es vielen Soldaten, die in den Krieg ziehen mussten und nicht mehr nach Hause kamen. Das Erinnern an die Eltern, Geschwister, Freunde und die Heimat hat so manches Wunder geschaffen. Es gab Hoffnung auf eine Heimkehr. Trotzdem seien viele Menschen mit der Erinnerung an die Heimat gefallen und gestorben. Sie wurden vernichtet, nicht aber ihre Hoffnung. Als Zeichen des Einsatzes für Frieden und Freiheit stellte Adi Schweiger am Kriegerdenkmal eine bunte Blumenschale ab. Die Musikkapelle spielte zu Böllerschüssen und den Ehrbezeugungen das Lied vom guten Kameraden. Die Ehrenwache stellte am Kriegerdenkmal von der Reservistenkameradschaft Günther und Josef Zauner, Josef Ammerseder und Erwin Fredl.
Ehre, wem Ehre gebührt
Nach dem Festzug wurden im Hof des Vereinslokals Knöckl im Beisein von stellvertretendem Bürgermeister Thomas Etschmann durch den Vorsitzenden Adi Schweiger die Kameraden Siegfried Hehenberger und Gerhard Reichard, vom oberösterreichischen Kameradschaftsbund Oftering, mit dem Tätigkeitsabzeichen freiwilliger Reservistenarbeit in Gold ausgezeichnet. Aus den Händen von Kreisvorsitzenden des BKV Bernhard Zitzelsberger wurde Vorsitzender Adi Schweiger mit der Jubiläumsmedaille für 50 Jahre Mitgliedschaft im Krieger- und Soldatenverein, für 30 Jahre Engagement in der Vorstandschaft und für 20 Jahre als Vorsitzender ausgezeichnet. Nachträglich gratulierte der OÖKB Oftering Adi Schweiger zum 70. Geburtstag. Es schloss sich ein gemütliches Beisammensein mit gemeinsamen Essen an.

 

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