Quelle: Mediengruppe Attenkofer, Ausgabe Donau-Anzeiger (Osterhofen und Umgebung) vom Donnerstag, 30.04.2026. Autor Rolf Schwinger
Ehrenabend würdigt Gründungsmitglieder und feiert Zusammenhalt über vier Jahrzehnte

Schirmherr Georg Weigl überreicht Ehrenvorsitzenden Hans Folgner den Ehrenteller.

Alle Geehrten zusammen (vorne v. l.) mit dem Vorsitzenden Christian Scheibel, Stadtrat Robert Kröll und Ehrenvorsitzenden Hans Folgner (3.v.l.). Fotos: Rolf Schwinger
Von Rolf Schwinger
Haardorf. Mit einem feierlichen Ehrenabend hat der Eisstockclub (ESC) Haardorf sein 40-jähriges Gründungsjubiläum begangen. Vorsitzender Christian Scheibel begrüßte dazu zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste, darunter Stadtrat Robert Kröll als Vertreter der Stadt Osterhofen, Schirmherr und Ehrenmitglied Georg Weigl – der dieses Amt, seit der Gründung 1986 innehat – sowie Ehrenvorsitzender Johann Folgner. Auch der Toten des Vereins wurde an diesem Tag gedacht.
In ihren Ansprachen blickten Christian Scheibel und Georg Weigl auf die Entstehung des Vereins zurück. Die Gründungsversammlung fand am 13. Mai 1986 im Gasthaus Knöckl statt, an der 30 Personen teilnahmen. Zum ersten Vorsitzenden wurde Hans Folgner gewählt. Als treibende Kräfte galten Hans Folgner und der damalige Stadtrat Georg Weigl.
Eine der ersten großen Herausforderungen bestand darin, ein geeignetes Grundstück für eine Asphaltbahn zu finden. Auf Initiative der Verantwortlichen stellte die Stadt Osterhofen schließlich ein Gelände am Ende der heutigen Kreuzbergstraße zur Verfügung. Bereits am 3. Oktober 1986 begannen die Arbeiten mit dem Aushub der Baugrube – zahlreiche Helfer aus dem Dorf packten tatkräftig mit an. Peter Erl stellte dafür sogar kostenlos einen Bagger bereit.
Am 3. Juni 1987 wurden die Bahnen nach damaligem Standard asphaltiert und markiert. Nur wenige Tage später, am 16. Juni 1987, startete der Spielbetrieb. Das Einweihungsturnier am 17. und 18. August 1988 zog schließlich 14 Mannschaften an. Als besondere Anerkennung überreichte Georg Weigl dem ersten Vorsitzenden Hans Folgner für dessen herausragende Verdienste den Ehrenteller des Schirmherrn.
Stadtrat Robert Kröll überbrachte die Glückwünsche der Stadt Osterhofen zum Jubiläum. In seiner Rede erinnerte er sich daran, wie er vor 40 Jahren gemeinsam mit Leo Brandl die Zeltwache übernahm. Der ESC sei ein Gemeinschaftsverein, der Menschen aus vielen Dörfern verbinde. Besonders hob er die jährlich stattfindenden Brotzeitturniere hervor, bei denen sportlicher Wettbewerb und geselliges Miteinander im Mittelpunkt stehen. Auch Diskussionen – teils politischer Natur – hätten dort ihren Platz, stets respektvoll und ohne persönliche Angriffe.
Kröll betonte zudem, dass ein Verein wie das Leben selbst Höhen und Tiefen kenne, die beim ESC jedoch stets gemeinsam und konstruktiv gemeistert worden seien. Sein besonderer Dank galt neben allen engagierten Mitgliedern auch Schirmherrn Georg Weigl. Abschließend wünschte er sich, dass die Mitglieder dem Verein weiterhin treu verbunden bleiben.
Vorsitzender Christian Scheibel ehrte die Gründungsmitglieder mit Urkunden und kleinen Geschenken. Viele von ihnen hätten über Jahre hinweg aktiv Verantwortung übernommen – als Vorsitzende, Schriftführer, Organisatoren der Brotzeitturniere, Platzwarte, Beisitzer, Kassiere oder Helfer am Grill. „Gut, dass es so viele gibt, die ein Ehrenamt übernehmen. Sonst wäre es nicht möglich, einen Verein erfolgreich zu führen“, betonte Scheibel. Schmunzelnd erinnerte er daran, dass Christian Knöckl bei der Gründungsversammlung erst 14 Jahre alt gewesen sei und damals noch die Zustimmung seines Vaters zum Vereinsbeitritt benötigte.
Die Ehrungen nahm der Vorsitzende gemeinsam mit der zweiten Vorsitzenden Roswitha Erndl vor.
Für zehnjährige Mitgliedschaft: Roswitha Friedl, Rainer Friedl, Josef Hötzinger und für 25-jährige Mitgliedschaft Josef Saller. Als Gründungsmitglieder wurde für ihre 40-jährige Treue Johann Baumgartner, Johann Baumgartner (Mühlberg), Alois Dorfmeister sen., Johann Dorfmeister, Georg Eckl, Johann Eckl, Josef Eckl, Horst Feigl, Christian Folgner, Johann Folgner, Ludwig Fröschl sen., Johann Gerstl, Sebastian Gerstl, Christian Knöckl, Erhard Knöckl, Albert Pirkl, Martin Unverdorben, Johann Wagner, Alois Weigl, Georg Weigl und Johann Weigl besonders in den Fokus gerückt.