Haardorf und Mühlham

Allgemein

Von der Quarkmaske bis Rumpelstilzchen

PNP Osterhoener Zeitung Donnerstag, 1. Februar 2024

Gelungene Aufführungen beim Haardorfer Frauenfasching – Gut bestückte Tombola

Haardorf. Das traditionelle Faschingstreiben der Haardorfer Frauen ist bereits sehnsüchtig erwartet worden: Sandra Baumgartner von der Frauengemeinschaft begrüßte auf witzige Weise viele Gäste aus nah und fern zum Motto „Reise um die Welt“ im Gasthaus Knöckl. Es waren Abordnungen der Thundorfer Frauen, der Frauengemeinschaft Kirchdorf, des Seniorenclubs sowie viele Jugendliche und Junggebliebene gekommen. Ein besonderer Gruß galt dem „für Videoüberwachung und Sicherheit“ zuständigen Stadtrat Robert Kröll, für den seelischen Beistand Pfarrer Christian Altmannsperger und Pater Johannes sowie „Paparazzi“ Rolf Schwinger. Zwischen den Sketchen spielte Musiker Armin fleißig auf und sorgte mit abwechslungsreicher Tanzmusik von Foxtrott über Walzer bis zu Tango, Twist und Polonaise für Stimmung auf der Tanzfläche. Je später der Abend wurde, umso mehr Einsatz beim Tanzen war gefordert. Dem kamen die jung Gebliebenen gerne und flei- ßig nach. Die Assoziationen zum Sketch „Wellness vom Frühstückstisch“ konnte die Fantasie in verschiedene Richtungen leiten. Aufgetischt wurden Leckereien wie Cornflakes, Quark, Honig und Gurkenscheiben für Mutter (Martina Brandl), Tochter (Tamara Schwarzhuber), Vater (Christian Altmannsperger) und Sohn (Pater Johannes). Vater und Sohn erhielten auf den vorbereiteten Behandlungsstühlen den ersten Auftrag von Quark, Gurkenscheiben bedeckten die Augen, Honig versüß- te alles. Auch die Mutter hatte eine verjüngende Gesichtsbehandlung nötig. Nach einer gefühlten Stunde konnte die Maske abgeschminkt werden. Nicht mehr zu erkennen waren Christian Altmannsperger, Martina Brandl und Pater Johannes: Die Gesichter waren nun verjüngt, glatt und von Pickel rein. Überschäumender Applaus für die Akteure war die verdiente Belohnung. In einem zweiten Sketch führte die Kulisse mit Wald und Schlossin eine Märchenwelt mit Rumpelstilzchen. Mit großem Aufwand wurde passende Verkleidung für die Darsteller gefunden: Rumpelstilzchen Barbara Jahrstorfer, Kö- nig Martina Apfelbeck, Königin Sandra Birkeneder, Kind Daniela Retzer, Kundschafter Regina Weigl, Müllerin Mariele Moser und Henker Pater Johannes. Untermalt mit passender Musik zeigten sie die Märchenhandlung durch pantomimische Darstellung. In verschiedenen Tänzen führte die „Reise um die Welt“ in verschiedene Länder. Abwechselnd tanzten die Haardorfer Frauen mit Verstärkung durch Deutschland, Griechenland, Hawaii, Spanien, Bayern und Amerika. Schnell umgezogen kamen sie in verschiedenen Formationen auf die Bühne, um musikalisch zu unterhalten. Die Begeisterung war so groß, dass eine Zugabe gefordert wurde. Zwischen den Sketchen wurden Lose für die Tombola verkauft. Erna Scheibel war die Losfee. Die vielen glücklichen Gewinner freuten sich über ihre Preise wie Blumen, Kartoffeln, heimischen Honig, selbstgemachte Marmelade, leckere Torten, Most oder Gutscheine. Bei diesem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend gab es viele Leckerbissen für die Lachmuskeln und auf der Tanzfläche Gelegenheit, sich sportlich auszutoben. So war es für viele wieder ein unterhaltsamer, lustiger Faschingsabend, der bis in die frühen Morgenstunden dauerte. – sr

Aus Fehlern der Vergangenheit lernen

PNP Osterhofener Zeitung Donnerstag, 23. November 2023

Haardorf  begeht Volkstrauertag mit Gottesdienst und Gedenkakt am Kriegerdenkmal

Haardorf. In der Pfarrkirche St. Martin hat Pfarrvikar Pater Kuriakose am Volkstrauertag den Gottesdienst für die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege gehalten. Die Ansprache zum Gedenkakt hielt in Vertretung der Stadt Osterhofen Stadtrat Robert Kröll. „Krieg, Terror und Gewalt sind zum Alltag geworden. Der Krieg in der Ukraine vor der Haustür und der Konflikt zwischen Hamas und Israel führen uns den sinnlosen Tod vieler Menschen vor Augen.“ Rechtes Gedankengut nehme Platz und Raum ein. Kröll rief dazu auf, die Freiheit und die Demokratie nicht aufs Spiel zu setzen. Die vielen Toten aller Kriege sollten den Menschen Mahnung sein. Die Ereignisse von damals dürfe man nicht einfach ignorieren. Es sei richtig, sich den Kriegstreibern entgegen zu stellen, um Demokratie und Freiheit leben zu können. Nur wenn man aus den Fehlern der Vergangenheit lerne, könne man auf Frieden hoffen. Der Volkstrauertag sei da, um die Menschen nicht zu vergessen, die gestorben sind. „Vertrauen wir darauf, dass unser Wille nach Frieden und Freiheit größer ist, als die Angst vor Terror, Hass und Gewalt“, so Stadtrat Robert Kröll. Am Kriegerdenkmal sprach Pfarrvikar Pater Kuriakose Gebete und besprengte die Mahnstätte mit Weihwasser. Zur Erinnerung las Artur Kolbe die Namen der Gefallenen beider Weltkriege vor. Stadtrat Robert Kröll und Adi Schweiger, Vorsitzender des Krieger- und Soldatenvereins, stellten im Namen der Stadt eine Schale zur Erinnerung an die toten und vermissten Kameraden der Ortschaft ab. Während der Kirchenchor das Lied vom „Guten Kameraden“ sang, senkten sich die Fahnen des Krieger- und Soldatenvereins und der Freiwilligen Feuerwehr zur Ehrbezeugung. Die Ehrenwache stellen von der Reservistenkameradschaft Hans Dorfmeister, Josef Ammerseder, Alfred Eiblmeier und Josef Zauner. – sr

40 Jahre lang für den Frieden engagiert

PNP Osterhofener Zeitung 15.11.2023

RK Haardorf feierte ihr Jubiläum mit Ehrung treuer Mitglieder – Auszeichnung der Vereinsmeister

Haardorf. „Durch das Bewahren soldatischen Brauchtums können wir die Welt in ihrer politischen Ausrichtung zwar nicht verändern, aber wir können darauf verweisen, wofür wir stehen!“: Dieses Bekenntnis zum Friedensbewusstsein entrichteten in ihren Ansprachen zum 40. Gründungsjubiläum der Reservistenkameradschaft Haardorf/Aicha einmütig Stadtrat Robert Kröll, Vorsitzender Franz Klingerbeck und RK-Kreisvorsitzender Franz Domke. Das Jubiläum hat die RK am Samstag mit Ehrengästen und befreundeten Abordnungen im Vereinslokal Knöckl gefeiert. Gewürdigt wurden dabei die engagierte langjährige Treue zum Ortsverband mit Auszeichnungen und die Treffsicherheit bei Ausrichtung der Vereinsmeisterschaft mit G 36 auf dem Schießstand in Otzing. Vorausgegangen ist dem offiziellen Ehrenakt ein Gedenkgottesdienst mit Pfarrvikar Kuriakose für die im Tod vorausgegangenen Mitglieder in der Pfarrkirche St. Martin. Hierbei entzündeten die RK-Kameraden Artur Kolbe und Josef Zauner für jeden namentlich Genannten ein Seelenlicht. Beim anschließenden Festakt im Vereinslokal Knöckl entrichtete Vorsitzender Franz Klingerbeck ein besonderes Willkommen an Pfarrvikar Kuriakose, Stadtrat Robert Kröll, RK-Kreisvorsitzenden Franz Domke, die Abordnung des Kameradschaftsbunds Oftering(OÖ) mit Obmann Franz Strasser und den Krieger- und Soldatenverein Haardorf mit Vorsitzendem Adi Schweiger und Festmutter Martina Brandl sowie an die Kameraden des Jubelvereins und deren Begleitung. Nach der kulinarischen Stärkung aus der Wirtsküche stellten in ihren Grußworten Robert Kröll, Franz Klingerbeck und Franz Domke die schwindende Gedenktradition zu Ehren der Kriegsopfer heraus. Deren Ursachen seien im Nach wuchsmangel, an der Überalterung der Mitglieder, vor allem aber an der Gleichgültigkeit der Gesellschaft zu finden, die soldatische Werte deutscher Erinnerungskultur nicht mehr zeitgemäß fände. Erfreulich sei dennoch, dass aktive Reservistenkameradschaften sich dem Trend der Auflösung durch Gemeinschaftsbewusstsein entgegenstellen und das über Generationen gepflegte Erbe deutscher Kultur hochhalten. Dieses Verhalten stehe in wehrhafter demokratischer Einigkeit zu Frieden und Freiheit, äußerten die Grußredner. Ergänzend zum Festprogramm würdigte die RK die Treffsicherheit der Schützen bei der Vereinsmeisterschaft 2023 in Otzing. Zum wiederholten Mal holte sich mit ausgezeichneten 97 Ringen Günther Zauner den Vereinsmeistertitel und damit den ausgelobten Pokal der Gesamtwertung. Den Vizemeistertitel errang mit 94 Ringen Franz Klingerbeck. Platz 3 der Wertung erging dank einer besseren Probeschießleistung an Johann Dorfmeister mit 93 Ringen vor Manuel Schäffer mit der selbigen Ringzahl. Es folgten Josef Zauner 92 R., Kurt Schäffer 91 R., Erwin Fredl 88 R. und Werner Winnerl mit 85 Ringen. Die Gästewertung sicherte sich Roland Fredl mit herausragenden 97 Ringen vor Sophia Schäffer mit 94 Ringen. Dahinter reihten sich Daniel Zauner 93 R., Michael Zauner 92 R. und Michael Winnerl mit 90 Ringen ein. Für ihre Vereinstreue geehrt wurden mit Urkunde und Treuenadel für zehn Jahre Roland Klimm und Andreas Klingerbeck, für 25 Jahre Artur Kolbe und Günther Zauner sowie für 40 Jahre Johann Dorfmeister, Alfred Eiblmeier, Peter Erl, Erwin Fredl, Franz Klingerbeck, Erhard Knöckl, Manfred Sattler, Leopold Schmid und Josef Zauner. Mit Jubiläumsgeschenken warteten zum Gründungsfest Obmann Franz Strasser KB Oftering mit einer aus Holz kreierten Friedenstaube und KSV-Vorsitzender Adi Schweiger mit in Rahmen gefasster Ehrenurkunde auf. Beide sagten der kameradschaftlichen Zusammenarbeit im Sinne gemeinschaftlich engagierter Traditions- und Friedenspflege Dank. Für besondere Verdienste wurden die Gründungsmitglieder Josef Ammerseder, Alois Birkeneder und Franz Weigl mit der Kreisgruppen-Coin in Silber ausgezeichnet. – as

Kleine Taten bringen Licht in die Welt

PNP Osterhofener Zeitung Dienstag, 14. November 2023

Haardorfer feiern Sankt Martin mit Andacht und Umzug – Jugendfeuerwehr kümmert sich um das leibliche Wohl

Haardorf. Aus der Ortschaft und aus der näheren und weiteren Umgebung sind am Sonntag viele Kinder mit ihren Eltern zur Pfarrkirche, die dem Hl. Martin geweiht ist, gekommen. Ein Vorbereitungsteam mit Gemeindereferentin Birgit Stuiber und Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Alois Dorfmeister hatte die Andacht in der Kirche vorbereitet. Eingerahmt von Liedern des Gotteslobes wie „St. Martin“ und „Tragt in die Welt nun ein Licht“ trugen Mütter einzelne Gebete vor. Birgit Stuiber trug die Martinsgeschichte unter Einbeziehung der Kinder vor. Durch Klopfen, Stampfen und Sprechen wurde die Geschichte vom Hl. Martin untermalt. Ein Soldat nahm sich des Bettlers an. Als sichtbares Zeichen teilte er seinen Mantel mit ihm. So ließ er den Bettler glücklich zurück. Durch eine kleine Tat gelingt es, Licht in die Welt zu bringen. Später wurde der Hl. Martin Bischof. Er wird oft mit Gänsen dargestellt, da diese ihn versteckten. Nach den Fürbitten und dem Segen wurde bei hereinbrechender Dunkelheit das Licht mit den Laternen in einem langen Zug auf den Dorfanger hinausgetragen. Mit Hingabe sangen die Kinder unterstützt von den Besuchern „Ich geh mit meiner Laterne“ und „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ bis der Weg beim Feuerwehrhaus endete. Dort wurden sie mit einem wärmenden Lagerfeuer begrüßt. Die Jugendfeuerwehr bot zur Belohnung keinen Hl. Martin in Lebkuchenform an, sondern Würstlsemmeln und Getränke. Lange hielt man sich am Lagerfeuer auf, das Licht und Wärme spendete, bevor es dann nach Hause in die warme Stube ging. – sr