Haardorf und Mühlham

Allgemein

Für den Ernstfall bereit

PNP Osterhofener Zeitung 30.10.2022

Freiwillige Feuerwehren halten Gemeinschaftsübung in Mühlham ab

Mühlham. Die Wehren aus Thundorf, Aicha an der Donau und Haardorf aus der ehemaligen Donaugemeinde Aicha hielten mit der Freiwilligen Feuerwehr von Niedermünchsdorf eine gemeinsame Übung ab.
Als Brandobjekt wurden die landwirtschaftlichen Gebäude von Hans und Sebastian Gerstl in Mühlham angenommen. Ziel war es zu prüfen, ob die Wasserversorgung bei einem Brand ausreichend ist und wie es mit der Einsatzbereitschaft der Wehren steht. Schlauchverbindungen wurden von den Unterflurhydranten an der Kreisstraße und bei der Gerstl-Kapelle innerhalb kürzester Zeit aufgebaut.
Die Feuerwehr Niedermünchsdorf konnte mit Traktor und Pumpe nahe an die befestigte Ansaugstelle an die Donau fahren. Dabei wurde ein Schwimmsauger eingesetzt. Die Kameraden aus Thundorf unterstützten den Aufbau der Leitungen mit ihrem neuen Feuerwehrauto LF 10. Mit der Leuchtgiraffe leuchteten sie die Wasserentnahmestelle aus. Die Leitungen mussten auf einer Länge von 300 Metern eine Höhe von sieben Metern überwinden.
Einsatzleiter Robert Kröll, Kommandant der Haardorfer Wehr, begrüßte 40 Feuerwehrmänner und -frauen. Es beteiligten sich auch acht Mitglieder der Jungfeuerwehren, die Spritzübungen unter Anleitung von Josef (Pepe) Weigl durchführten.
Bei der Besprechung stellte Kröll fest, dass die Wasserversorgung gut sei. Bei der Wasserentnahme müsse ein Rückflussverhinderer eingebaut werden, um Schäden am Rohrleitungsnetz und an den Schläuchen zu vermeiden. Er bedankte sich für die rege Teilnahme bei der Traditionsübung, die jährlich stattfindet. Er attestierte den beteiligten Wehren gute Zusammenarbeit, was bei einem Brandfall notwendig sei. − sr

Erfolgreiche Leistungsprüfung

PNP Osterhofener Zeitung 14.10.2022

Feuerwehren demonstrieren guten Ausbildungsstand

Thundorf/Aicha/Haardorf. Gemeinsamkeit verspricht viele Vorteile: Unter diesem Nenner könnte die am Sonntagvormittag in Thundorf stattgefundene FF-Leistungsprüfung stehen. 37 Feuerwehrkameraden und -kameradinnen aus den Feuerwehren Thundorf, Aicha und Haardorf absolvierten erfolgreich nach gemeinsamer Ausbildung verschiedene Leistungsstufen im Feuereinsatzwesen.
Deutlich wurde hierbei, dass eine gemeinsame Ausbildung unter Prüfungsbedingungen den Zeitgeist erfülle, der häufig wegen Nachwuchs- und Zeitmangel ausgesetzt werden musste. Zudem fördere sie die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte beim Vorgehen zu Rettungs- und Hilfsmaßnahmen, da folgerichtig einander vertraut werden kann.
Für Kreisbrandmeister Xaver Altschäfl steht die gemeinsame Ausbildung zu Leistungsprüfungen für Zukunft und Fortschritt im Feuerwesen. Sie vereine Leistungsstand, Einsatzvorgehen und kameradschaftlichen Verlass in der Handhabung von Technik und Hilfsmaßnahmen, so der Bereichsleiter . Er sieht darin das Zukunftsmodell der Förderung. Nachwuchs- und Zeitmangel sowie die Nicht-Bereitschaft für in Not geratene Bürger einzustehen sind Faktoren, die die Feuerwehr in ihrem Aktionsradius einschränken oder gar einsatzunfähig werden lassen. Daher sei ein zukunftsorientiertes Handeln unerlässlich, urteilt Altschäfl.
Gemeinsam haben die Kommandanten der Ortswehren einen Ausbildungsplan für die Ablegung verschiedener Leistungsstufen erstellt. Jene begleiteten das Vorhaben in der praktischen Aus- und Weiterbildung. Sie attestierten den Aspiranten Ehrgeiz und Eifer bei der Schulung zu Knoten und Stichen, der Durchführung eines ordentlichen Löschangriffes und der Notwendigkeit des sicheren Saugschlauchkuppelns. Das über etliche Tage erlernte Ausbildungsprogramm wurde am Sonntagvormittag der Prüfungskommission mit KBM Xaver Altschäfl, KBM Josef Fritsch, und den Brandmeistern Rainer Leipold, Josef Eineder sowie der stellvertretenden Kreisfeuerwehr-Frauenbeauftragten Anna Katharina Ebenbeck am Feuerwehrgerätehaus in Thundorf vorgestellt.
Die zu den Leistungsstufen 1 bis 6 angetretenen 37 Teilnehmer haben die FF-Jury mit außergewöhnlich guten Prüfungsleistungen überzeugen können. Jede zur Leistungsprüfung angetretene Gruppe durfte somit das Zertifikat „Bestanden“ entgegennehmen. Dank und Anerkennung wurde den Feuerwehrkameraden durch die Aushändigung ihrer erreichten Leistungsstufen zuteil. Die gemeinsam errungenen FF-Fertigkeiten dienen dem Miteinander im Feuerwesen – auf das „Wir“ bei der Aufgabenbewältigung kommt es an, hebt Xaver Altschäfl hervor. − as

Ein deutlicher Heimsieg

PNP Osterhofener Zeitung 01. Okt 2022

Gastgeber ESC Haardorf gewinnt diesjähriges Herbstbrotzeitturnier

Haardorf. Fünf Mannschaften aus der näheren Umgebung haben sich für das Herbstbrotzeitturnier angemeldet, um Gemeinschaft bei sportlicher Betätigung zu zeigen. Vorsitzender Karl-Heinz Schläger begrüßte die Männer und Frauen dazu sehr herzlich. Obwohl immer wieder leichter Nieselregen fiel, war man ganz bei der Sache. Trotz genauer Anweisungen von Mitspielern wurde der gegnerische Stock nicht immer getroffen. Es kam vor, dass man den Stock des Mitspielers aus dem Spielfeld schoss – dann mussten die Punkte dem Gegner gutgeschrieben werden. Da es sehr genau zuging, musste mit dem Meterstab manchmal nachgemessen werden, wer näher an der Daube lag.
Nach einer Doppelrunde nahm Karl-Heinz Schläger die Auswertung vor: Sieger wurde die gastgebende Mannschaft des ESC Haardorf mit 12:4 Punkten und einer Stockquote von 1,728. Der Mannschaft gehörten Christa Haslinger, Josef Pleintinger sowie Erni und Karl-Heinz Schläger an. Zweiter Sieger wurde das Monaco-Team mit 9:7 Punkten vor dem SCC Osterhofen mit 8:8 Punkten. Die weiteren Plätze belegten der EC Greising mit 7:9 Punkten vor den 60er Löwen Thundorf mit 4:12 Punkten. Unter den abgeschlagenen Mannschaften war ein Sieger eines früheren Brotzeitturniers. Sie nahmen es mit Fairness auf: „Man kann nicht immer gewinnen. Wichtig ist der Spaß und die Freude.“
Von einem reich gedeckten Gabentisch mit Salami, Essiggurken, Käse, Bier und Brot konnten sich die Mannschaften ihren Gewinn aussuchen. Stadtrat Robert Kröll lobte in einem kurzen Grußwort den Sportsgeist der Männer und Frauen. Schirmherr Georg Weigl freute sich, dass der Ortsverein immer wieder so schöne Turniere ausrichtet. Dank sprach er den Frauen für die hervorragende Bewirtung aus. − sr

Wallfahrtsort Kreuzberg feiert Patrozinium

PNP Osterhofener Zeitung 13.09.2022

Monsignore Parrer i.R. Klaus Hoheisel mit Dankbarkeit begrüßt – Verbundenheit auch nach 50 Jahren

 

Haardorf. Die ehrwürdige ehemalige Wallfahrtskirche „Kreuzerhöhung“ auf dem Kreuzberg in Haardorf feiert am 14. September Patrozinium. Am Sonntag hat der frühere Seelsorger Monsignore Pfarrer i. R. Klaus Hoheisel mit der Christengemeinde das Hochfest der Kirche mit einem feierlichen Festgottesdienst begangen.
Es ist still geworden um die 1259 bis 1262 von Graf Albert von Hals erbaute romanische Kirche. Sie wurde 1262 den Prämonstratensern von Osterhofen zur Pastorierung übergeben. In der Folgezeit entwickelte sich das auf einem künstlich angelegten Hügel erbaute Gotteshaus zur Hauswallfahrt des Klosters. 1298 verliehen die Bischöfe Konrad von Regensburg und Erich von Freising der Kreuzbergkirche Ablässe. Einen weiteren Ablass erteilte 1304 der zuständige Diözesanbischof Bernhard von Passau. Als Gnadenbild wird der romanische Kruzifixus verehrt. In alten Schriften wird darauf hingewiesen, dass jährlich viele Wallfahrer auf den Kreuzberg gepilgert sind – 5000 bis 6000 davon empfingen die Hl. Kommunion und erbaten um Ablässe.
Die Verehrung des Heiligen Kreuzes auf dem Kreuzberg lässt sich der Legende nach bis auf das 4. Jahrhundert zurückverfolgen, als das Kreuz Christi auf Golgatha gefunden wurde. Gleich nach Auffindung wurden Partikel als Reliquien an Kirchen und Einzelpersonen vergeben. Nach Cyrill von Jerusalem war schon um das Jahr 350 n. Chr. die Welt voller Kreuzpartikel. Die zahlreichen Heilig-Kreuz-Kirchen sind häufig mit einer Wallfahrt verbunden.
Insbesondere in der Zeit der Kreuzzüge nahm die Verteilung angeblicher Kreuzpartikel überhand. Ein Kreuzpartikel rief aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Wallfahrt Kreuzberg hervor, wenngleich die Legende einen Zusammenhang mit dem 488 verstorbenen hl. Severin herstellte, der auf dem Hügel, auf dem die Kirche steht, ein Kreuz errichtete und Gottesdienste abgehalten haben soll.
Die Kreuzverehrung hat die Christengemeinde Haardorf bis in die Gegenwart mit vielen Festen erhalten, der Glaube ist sichtbar geblieben. Dies konnte Klaus Hoheisl anlässlich des Gottesdienstes zum Patrozinium feststellen. In seinem durch den Kirchenchor begleiteten Festgottesdienst spürten die Gläubige, die nach 50 Jahren immer noch vorhandene Zuneigung des ehemaligen Pfarrers zur Gemeinde. In seiner Ansprache bezeichnete der Geistliche seine frühere Kirchengemeinde als einen kreativen Ort des Glaubens, der verbindet. Männer und Frauen würden als Oasen des Glaubens diesen festigen und den Krisen unserer Tage standhalten. Sie sein es, die Hoffnung wecken, dass der Glaubensdamm der Christen nicht vollständig bricht, so der Geistliche.
Beim abschließenden Gedanken zum Patrozinium bezeichnete PGR-Vorsitzender Alois Dorfmeister das Kirchenfest als gelungenes Namensfest, indem der damalige Kaplan Hoheisel der Seelsorge mit Tatendrang und neuer Ideen reformierend vorausging. Mit Elan und Zuversicht führte er viele Neuerungen in der Kirchengemeinde ein und versuchte diese zu vermitteln. Die Zeit, als Hoheisel nach Haardorf kam, nannte Alois Dorfmeister eine kirchliche Zeitenwende, der großer Dank verpflichtet sei. Mit einer Kreuzberg-Kerze als Erinnerung sagte die Pfarrei ihrem früheren Reformer Vergelt’s Gott für das Geleistete. Wie es sich in Bayern gehört, fand die Nachfeier in gemütlicher Runde beim Knöckl-Wirt in der Gaststube statt – die vielen Erinnerungen zum Kirchennamenstag erfreuten den Tag. − as

Patrozinium „Kreuzerhöhung“

PNP Psterhofener Zeitung 08.09.2022

Festgottesdienst am Sonntag um 10 Uhr

Haardorf. Die Pfarrei freut sich: Nach zweijähriger Pause ist es wieder möglich , das Patrozinium „Kreuzerhöhung“ der Wallfahrtskirche auf dem Kreuzberg zu feiern.
Den Festgottesdienst am kommenden Sonntag um 10 Uhr wird Monsignore Pfarrer i. R. Klaus Hoheisel zelebrieren. Pfarrer Hoheisel wurde 1943 im schlesischen Ziegenhals geboren, eine Kleinstadt im Kreis Neiße. Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs gehört die Stadt zu Polen. 1970 wurde Pfarrer Hoheisel im Dom zu Passau von Bischof Antonius Hofmann zum Priester geweiht. Er war von 1970 bis 1984 Kaplan im Pfarrverband Osterhofen. Als Pfarrverwalter wurden ihm 1978 die Pfarreien Thundorf und Aicha an der Donau sowie die Exposituren Arbing und Haardorf übertragen. In diese Zeit fielen die Generalsanierung der Kreuzbergkirche und die Errichtung eines Raumes über der Sakristei für die Jugend.
Seine weiteren Wirkungsstätten waren Fürstenstein und Nammering. Er wurde Schul-Dekan und Dekan für das Dekanat Waldkirchen. 2007 wurde ihm der Pfarrverband Neureichenau und ein Jahr später Jandelsbrunn übertragen. Seit 2012 befindet sich Pfarrer Klaus Hoheisel im Ruhestand.
Je nach Witterung wird der Festgottesdienst vor oder in der Kreuzbergkirche sein. Der Schlusssegen wird mit einem Kreuzpartikel gespendet. Anschließend wird im Gasthaus Knöckl das Mittagessen eingenommen. Um Anmeldung wird gebeten. Die Feier bietet auch die Möglichkeit, mit Pfarrer i. R. Klaus Hoheisel ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Eingeladen sind alle Gläubigen aus den Donaupfarreien und darüber hinaus. − sr